Nach dem neuesten Wolfsriss in Wenden
WDR. 01:41 Min.. Verfügbar bis 27.04.2028.
Christoph Butzkamm zieht die Reißleine: Zusammen mit Tochter Emily baut der Schafshalter aus Wenden-Schönau am Nachmittag die kleinen Unterstände seiner Schafsherde ab. Die Zeit als Schafshalter ist für ihn erst einmal vorbei.
So etwas wollen wir nicht mehr sehen. Die Schafe bleiben jetzt im Stall und werden verkauft. Christoph Butzkamm, Schafshalter aus Schönau
Zwölf tote Schafe
Die Zeit als Schafshalter ist für Christoph Butzkamm erstmal vorbei.
Butzkamm betreibt in Schönau eine Eventgastronomie. Nebenbei baut er Weihnachtsbäume an. Die Schafe waren für diesen Nebenerwerb eine Art Rasenmäher. Sie waren auf den Plantagen unterwegs, um sie von Unkraut und hohem Gras zu befreien.
Doch in der Nacht auf Samstag kam es dann zum mutmaßlichen Wolfsriss. Sechs Schafe waren sofort tot. Sechs weitere waren so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten.
Sie waren aufgescheucht. Zwei hatten Schaum vorm Mund. Und eines war an der Seite und am Bein sogar aufgerissen. Christoph Butzkamm, Schafshalter aus Schönau
Abschuss gefordert
Die verbliebenen Schafe stehen jetzt im Stall und sollen verkauft werden.
Sich vor den Wolfsrissen zu schützen, ist laut Butzkamm schwer. Auch seine Weihnachtsbaum-Plantagen mit den darauf grasenden Schafen waren umzäunt. Gebracht hat das nur wenig.
Der Schönauer Schafshalter sieht deshalb nur eine Lösung für das Problem: "Wenn ich entscheiden könnte, wäre der Wolf morgen zum Abschuss freigegeben. Nur so können die kleinen Betriebe geschützt werden."
Die verbliebenen Schafe stehen jetzt im sicheren Stall und warten auf ihren Verkauf. Die Tannenbaumplantagen werden in Zukunft gespritzt, um sie von Unkraut zu befreien. Keine schöne, aber aus Sicht von Christoph Butzkamm eine notwendige Entscheidung.
Unsere Quellen:
- WDR Reporter vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 27.04.2026, 19:30