Polizei erschießt entlaufenes Rind
WDR. 01:51 Min.. Verfügbar bis 28.04.2028.
In den sozialen Medien wird seit Montagabend diskutiert: Musste das Rind, das einem Landwirt aus Drolshagen abgehauen war, erschossen werden? Die Polizei hatte sich bei ihrem Einsatz entschieden, das flüchtige Tier zu erschießen, bevor es auf die nahe Autobahn A45 laufen konnte.
Nach Angaben der Polizei blieb den Beamten nichts anderes übrig. 20 Mal schossen sie, da die Munition nicht auf Rinder ausgelegt sei.
Polizei weist Kritik zurück
"Zu diesem Zeitpunkt war es nicht möglich die Autobahn entsprechend abzusperren." Thorsten Scheen, Leiter der Polizeipressestelle im Kreis Olpe.
In der Diskussion im Netz verbreitete sich zudem das Gerücht, dass ein Jäger mit einem Betäubungsgewehr auf dem Weg zum Rind gewesen sei.
Jetzt meldet sich die Polizei zu dieser Kritik. Nach Rücksprache mit dem Jäger widerspricht Thorsten Scheen, Leiter der Polizeipressestelle im Kreis Olpe. Weder besitze der Jäger so ein Gewehr, noch wäre er berechtigt gewesen "ein solches Betäubungsmittel einzusetzen".
Was zuvor geschah
Gegen 17:30 Uhr am Montag meldete sich ein Landwirt aus Drolshagen bei der Polizei: Ein Rind seiner Herde sei ausgebrochen und laufe in Richtung B55 und der Auffahrt Olpe an der A45.
Beide Straßen mussten zeitweise voll gesperrt werden. Die Einsatzkräfte konnten das 700 Kilogramm schwere Tier zwar zwischenzeitlich beruhigen, dann lief es aber plötzlich wieder Richtung Autobahn. Weil befürchtet wurde, dass das Rind auf der Autobahn schwere Verkehrsunfälle verursachen könnte, wurde das Tier erschossen.
Das Rind hatte beim Weglaufen zuvor zwei Autos beschädigt. Der Sachschaden befinde sich im mittleren vierstelligen Eurobereich.
Unsere Quellen:
- Polizei Kreis Olpe
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 28.04.2026, 18:09 Uhr
Sendung: WDR 2 Südwestfalen, Lokalzeit, 29.04.2026, 13:30 Uhr