Die Tatverdächtigen sollen bandenmäßig Scheinarbeitsverträge und sogenannte Wohnungsgeber-Bestätigungen verkauft haben. Mit denen haben die Abnehmer dann Sozialleistungen wie Bürgergeld oder Kindergeld beantragt und bezogen. Der Schaden liegt bei 175.000 Euro.
Sozialleistungen auf Baustellen hinterzogen
Außerdem wirft die Staatsanwaltschaft Bochum den Verdächtigen vor, bei der Sanierung ihrer Immobilien Schwarzarbeiter beschäftigt und so Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 293.000 Euro veruntreut und hinterzogen zu haben.
Einer der Verdächtigen aus diesem Verfahren war auch Teil eines weiteren Verfahrens, bei dem es um Umsatzsteuerbetrug in Höhe von 1,8 Millionen Euro geht. Deswegen haben die Ermittler die Razzia gegen beide Banden an einem Tag durchgeführt.
Steuerbetrug in Millionenhöhe
Dabei waren insgesamt mehr als 300 Einsatzkräfte von Bundespolizei, Polizei und Zoll Dortmund, Staatsanwaltschaft Bochum, des Landes NRW und des LKA Berlin im Einsatz. Sie haben Objekte in Dortmund, Essen, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Schwerte, Waltrop und Berlin durchsucht, sowie mehrere Haftbefehle vollstreckt und Verdächtige festgenommen.
Unsere Quellen:
- Hauptzollamt Dortmund
- Staatsanwaltschaft Bochum
Sendung: WDR.de, Ermittlern gelingt Schlag gegen Sozialbetrüger, 11.12.2025, 11:52 Uhr