IT-Unternehmen Adacor ist familienfreundlichste Firma im Ruhrgebiet
02:29 Min.. Verfügbar bis 03.07.2027.
An Benjamim Triguis Computer hängt eine kleine blaue Postkarte. Mit gelber Schrift steht dort geschrieben: "Für die Welt bist du ein Vater. Aber für deine Kinder bist du die ganze Welt." Der 41 Jahre alte Kaufmann für Bürokommunikation arbeitet seit neun Jahren bei der IT-Firma Adacor in Essen. Als er hier anfing, hatte er sich noch keine Gedanken darüber gemacht, wie sich sein Leben verändern würde, wenn er eine Familie hätte.
Benjamin Trigui braucht flexible Arbeitsmöglichkeiten
Dann wurde vor vier Jahren sein Sohn geboren. "Die Prioritäten verschieben sich. Man ist nicht mehr nur für sich alleine verantwortlich", sagt Triguis. Er habe schnell gemerkt, dass seine bisherige Planung so nicht mehr funktioniert. "Kinder brauchen Betreuung. Und selbst, wenn man einen Kita-Platz hat, werden Kinder krank, hat die Kita Schließzeiten. Da muss ich unbedingt flexibel sein - vor allem beruflich."
Sonderurlaub bei Einschulung der Kinder
Flexibel kann er sein, weil sein Arbeitgeber es möglich macht: Hybride Arbeitsplätze mit Home-Office-Möglichkeit, keine Meetings vor 9 Uhr und nach 17 Uhr, zwei Wochen Sonderurlaub, wenn ein Kind geboren wird. All das ist Personalchefin Kiki Radicke wichtig. "Für die Familie sind das ganz wichtige Termine. Ist doch klar, dass man dabei sein will."
Kiki Radicke hat nicht nur die Familienfreundlichkeit im Unternehmen selbst auf ein sehr hohes Niveau gebracht. Sie hält zu dem Thema Vorträge bei anderen Unternehmen und Verbänden.
Vereinbarkeit von Job und Familie kostet die Firma kein Geld
Personalchefin Kiki Radicke macht sich für Familienfreundlichkeit stark
Die Personalchefin findet, Familienfreundlichkeit rechnet sich für eine Firma: "Ich kann messen, wie die Krankmeldungen schrumpfen, wie die Fluktuation schrumpft. Wenn eine Firma ihren Mitarbeitern als Partner zur Seite steht, dann fühlen sie sich verbunden, kommen gern zur Arbeit und bleiben auch im Unternehmen. Das ist doch das, was jede Firma will."
Gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel müsse man attraktiv für seine Angestellten werden wollen. Bei Adacor, so sagt die Personalchefin, sei Flexibilität das wichtigste. "Wenn ein Arbeitgeber mal früher gehen muss, dann holt er seine Arbeit später nach. Bei uns ist deswegen noch kein Projekt gecrasht. Hier kennt jeder seine Verantwortung, nimmt sie auch ernst."
Männliche Angestellte leben modernes Familienbild
Viele männliche Arbeitnehmer bei Adacor leben ein modernes Rollenbild innerhalb ihrer Familie. Jörg Dürrmeier ist Domainmanager und arbeitet seit neun Jahren am Standort in Essen. Er hat ein Kind und teilt sich mit seiner Ehefrau die Verantwortung zu gleichen Teilen. "Wir lieben beide unsere Arbeit, wir haben beide wichtige Jobs und wir lieben beide unser Kind. Ist doch klar, dass wir beide für unser gemeinsames Leben verantwortlich sind."
Wenn das Kind mal krank ist und er dann von zu Hause arbeitet, muss er sich keine Gedanken machen, wie das beim Arbeitsgeber ankommen könnte, erzählt Dürmeier: "Viele Eltern haben ständig dieses permanent schlechte Gewissen, durch ihre Kinder nicht mehr als leistungsfähig angesehen zu werden. So ein Gefühl habe ich noch nie gehabt."
Die Firma mit Sitz in Essen, Mülheim und Frankfurt wurde schon mehrfach für seine Familienfreundlichkeit ausgezeichnet. Auch bei der Onlineplattform "Kununu" gehört Adacor zu den am besten bewerteten Unternehmen.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit der Adacor-Mitarbeitenden in Essen
- Gespräch mit Adacor-Personalchefin Radicke
- "Kununu"