Essener Polizei findet zufällig historische Akten im Präsidiumskeller | WDR aktuell
00:28 Min.. Verfügbar bis 25.07.2027.
Vergangene Woche waren die besonderen, historischen Dokumente im Keller des Präsidiums entdeckt worden. Die Akten, die heute dem Landesarchiv NRW übergeben werden, wurden zufällig von einem Polizisten gefunden. Dieser arbeitete an einem Cold Case und erinnerte sich an den Lagerraum für alte Akten.
Teils spektakuläre Dokumente
Was er dann entdeckte, bezeichnet die Polizei als bedeutend: Stapelweise alte Ermittlungsakten, darunter Unterlagen zu Mord- und Totschlagsfällen, die bis 1927 - in die Zeit der Weimarer Republik - zurückreichen.
Der spannendste Fund ist aber wohl der Karton voller alter Akten zur spektakulären Entführung von Theo Albrecht im Jahr 1971. Aus kriminalpolizeilicher Sicht hätten sich allerdings keine neuen Ermittlungsansätze ergeben, heißt es von der Polizei.
Akten werden übergeben
Rund 40 der gefundenen historischen Ermittlungsakten aus dem Essener Polizeikeller sind heute noch zu gebrauchen oder konnten restauriert werden.
Auch, wenn die Akten keine neuen Erkenntnisse für die Beamten bringen - aus wissenschaftlicher Perspektive haben sie einen großen Wert. Deshalb werden sie dem Landesarchiv ausgehändigt. Die Übergabe erfolgt am Dienstag durch den Essener Polizeipräsidenten Andreas Stüve an den Präsidenten des Landesarchivs NRW, Dr. Frank Bischoff.
Unsere Quellen:
- Polizei Essen
Hinweis der Redaktion vom 29. Juli 2025, 12.20 Uhr: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass die gefundenen Akten "Lücken" im Fall Albrecht schließen könnten. Die Polizei Essen hat später ihre eigene Darstellung korrigiert und klargestellt, dass sich aus kriminalpolizeilicher Sicht keine neuen Ermittlungsansätze ergeben haben.