Mitarbeitende in den Notaufnahmen der Klinik-Standorte Mitte und Nord sowie der Kinderklinik in Dortmund sollen die Bodycams ab Mitte Januar zunächst drei Monate lang testen. Danach wolle man entscheiden, ob die kleinen Kameras am Kittel dauernd eingesetzt werden, möglicherweise auch in anderen Klinikbereichen, teilte das Klinikum Dortmund mit.
Zur Vorbeugung von Angriffen
Vorbild für den Einsatz im Klinikum: Bodycams der Polizei
Anlass sei ein Anstieg der Gewalttaten und Angriffe auf das Personal in Krankenhäusern, insbesondere in Notaufnahmen, hieß es. In Dortmund sollen die Minikameras vor allem im Empfangsbereich zum Einsatz kommen.
Das Klinikum erhofft sich eine vorbeugende und deeskalierende Wirkung, wie dies auch bei Polizei und Ordnungsämtern der Fall sei. Im Falle von Straftaten könnten die Bodycam-Aufnahmen außerdem der Beweissicherung dienen.
Keine Kamera während Behandlung
Das Klinikum betonte, dass die Bodycams ausschließlich in kritischen Situationen eingeschaltet werden sollen, nicht aber während einer medizinischen Behandlung oder einer vertraulichen Situation. Vor dem Einschalten soll dem Gegenüber klar gemacht werden, dass Bilder gemacht werden.
Die Mitarbeitenden sollen frei wählen können, ob sie eine Bodycam tragen wollen oder wann sie diese einschalten. Eine Pflicht zum Tragen der Kameras gebe es nicht, erklärte das Klinikum.
Unsere Quellen:
- Klinikum Dortmund
- Nachrichtenagentur dpa
Sendung: WDR.de, Gewalt gegen Krankenhauspersonal: Klinikum Dortmund testet Bodycams, 18.12.2025, 19:03 Uhr