Ulrich Licht lächelt zufrieden. Mit seinem Rollstuhl fährt er vorsichtig an die neue Toilette vor der Mandragora Bar im Bochumer Bermudadreieck. "Klos für Menschen mit Behinderung sind immer ein Riesenproblem", sagt er. Das habe man immer im Kopf - egal, wohin man geht.
Klo mit vielen Besonderheiten
Die neue so genannte "Toilette für alle" wurde am Mittwoch offiziell in der Innenstadt eingeweiht. Ausgestattet ist sie mit vielen Hilfsmitteln: einer stabilen Pflege-Liege, einem Liftsystem für das Umlagern aus einem Rollstuhl auf die Toilette und mit einem beweglichen Waschbecken.
Die Stadt Bochum will einen weiteren wichtigen Beitrag zur Inklusion zu leisten. Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen sollen die Möglichkeit bekommen, am sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen.
Inklusive Toilette kostet 250.000 Euro
Die neue inklusive Toilette ist Teil eines bundesweiten Projekts der Stiftung "Leben pur". Sie engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen und hat eine App entwickelt, in der deutschlandweit solche inklusiven Toiletten angeziegt werden.
Für Ulrich Licht ist das ein guter Schritt. Er wünscht sich, dass es mehrere solcher sanitären Einrichtungen gibt. Damit die Toiletten-Situation für Menschen mit Behinderung kein Riesenproblem mehr ist, sondern zu einer ganz normalen Sache wird.
Unsere Quellen:
- Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
- Stadt Bochum
- Verein "Lebenshilfe Bochum"
- Stiftung "Leben pur"
Sendung: WDR2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 29.04.2026, 15:31 Uhr
