Mehr als vier Tage war die Feuerwehr mit dem Großbrand in Bochum-Linden beschäftigt. Nachdem die Löscharbeiten am Freitagnachmittag vorerst beendet werden konnten, flackerten am Wochenende immer wieder Glutnester in Hohlräumen und Zwischendecken auf. Stellen, an die die Feuerwehr nur schwer herankommt. Dass das Gebäude einsturzgefährdet ist, machte die Sache nicht leichter.
Hilfe durch Hochdrucklanze
Schließlich holten sich die Einsatzkräfte Unterstützung bei der Feuerwehr Wuppertal. Die steuerte ein spezielles Löschsystem bei, eine sogenannte Hochdrucklanze. Damit kann die Feuerwehr sich gezielt Zugang durch Wände und Decken hindurch verschaffen.
Und auch heute rückten Einsatzkräfte nochmal aus. Am Morgen wurde erneut Rauchaustritt gemeldet. Der Brandherd wurde gelöscht, zur Sicherheit wollte die Feuerwehr aber auch gegen Mittag noch einmal nachsehen. Nach Auskunft der Feuerwehr wird der Einsatz durch zwei Dinge zusätzlich erschwert: Die aktuelle Hitze sei für die Löscharbeiten nicht gut und auch der Schutt mache Probleme.
Oberleitung wird neu gemacht
Wegen der teilweisen Abrissarbeiten habe sich viel davon angesammelt. Und deshalb könne das Löschwasser nicht immer dahin gelangen, wo es hin soll. Durch das Feuer sind auch Oberleitungen für Straßenbahnen in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie waren an dem zerstörten Haus befestigt.
Für diese Befestigung muss jetzt eine Ersatzkonstruktion gebaut werden. Das Verkehrsunternehmen Bogestra arbeitet zur Zeit daran. Noch im Lauf des Tages - so ist der Plan - sollen die Straßenbahnlinien 308 und 318 in dem Bereich wieder störungsfrei fahren können.
Nach dem Großbrand in Bochum
WDR. 22.06.2026. 00:38 Min.. Verfügbar bis 21.06.2028. WDR Online.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
- Feuerwehr Bochum
- Bogestra
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 22.06.2026, 13:31 Uhr