Lost Place: Bochumer Priesterseminar wird Wohnheim für Studierende

Lokalzeit Ruhr 17.09.2025 03:03 Min. Verfügbar bis 17.09.2027 WDR Von Carmen Krafft-Dahlhoff

Lost Place: Bochumer Priesterseminar wird Wohnheim für Studierende

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Am wohl idyllischsten Ort im Ruhrgebiet baut ein Investor die frühere Ausbildungsstätte für Geistliche zum Studi-Wohnheim um.

Von Carmen Krafft

In der Kapelle mit den großen bunten Kirchen-Fenstern tropft das Wasser von der Decke, bildet Pfützen. Dennoch gibt es für den Krefelder Investor Christian Baierl kaum ein Bauprojekt, das ihn mehr inspiriert, als das ehemalige bischöfliche Priesterseminar über den Höhen der Ruhr.

Eine Bar für junge Geistliche soll erhalten bleiben

Durch die bunten Fenster der Kapelle fällt Licht in den Raum

Die Fenster der Kapelle spenden magisches Licht.

20 Millionen Euro will der gelernte Banker mit seiner Firma für Altbau-und historische Industrie-Sanierungen in das weitläufige Anwesen stecken. Ab 1969 wohnten hier rund 80 angehende Geistliche , die an der benachbarten Ruhr-Universität Bochum studierten. Eine "Elite-Schmiede" für das Personal des Bistums Essen. Neben der Bibliothek sind auch eine kleine Bar mit Blick in den Garten und eine Kapelle erhalten geblieben.

Priesterseminar wird Studi-Wohnheim - Fotos von früher und der Zukunft

Von Carmen Krafft

Die frühere Ausbildungsstätte für Geistliche ist der wohl idyllischste Ort im Ruhrgebiet. Jetzt soll dort ein Studentenwohnheim entstehen.

Auf dem Foto ist ein großer, alter Gebäudekomplex mit Grünanlage aus der Vogelperspektive.

In die Sanierung des Gebäudes von 1969 müssen Millionen Euro investiert werden.

Auf dem Foto ist ein großer, alter Gebäudekomplex aus braunem Gemäuer.

Das ehemalige Priesterseminar liegt malerisch über dem Bochumer Ruhrtal.

Auf dem Foto ist ein Haufen von Schlüsselbunden.

Das Bistum Essen hat sein Priester-Seminar Bochum 2012 nach Münster verlegt.

Auf dem Foto ist die Ruhr, umgeben von Wald.

Der Ausblick aus dem Wohnheim ins Ruhrtal ist einzigartig.

Auf dem Foto ist ein Tisch mit modernen Sesseln, dahinter sind Kirchenfenster.

Aus der ehemaligen Kapelle soll ein Open Space werden.

Auf dem schwarz-weiß-Foto ist eine Gastwirtschaft mit einer kleinen Theke und mehreren Tischen.

Im Priesterseminar Bochum lebten bis zu 80 katholische Studenten.

Auf dem Foto ist ein helles Studentenapartment mit einem Esstisch und kleiner Küche.

Ein Entwurf für ein Appartement im geplanten neuen Wohnheim.

Auf dem alten schwarz-weiß-Foto sind fünf Männer, die an einem Tisch sitzen.

Von 1969 bis 2012 lebten und studierten angehende Priester im Priesterseminar.

Auf dem schwarz-weiß-Foto ist ein Mann, der an einem Schreibtisch sitzt.

Studentenzimner im Priesterseminar Anfang der 70er Jahre.

In die Sanierung des Gebäudes von 1969 müssen Millionen Euro investiert werden.

Das ehemalige Priesterseminar liegt malerisch über dem Bochumer Ruhrtal.

Das Bistum Essen hat sein Priester-Seminar Bochum 2012 nach Münster verlegt.

Der Ausblick aus dem Wohnheim ins Ruhrtal ist einzigartig.

Aus der ehemaligen Kapelle soll ein Open Space werden.

Im Priesterseminar Bochum lebten bis zu 80 katholische Studenten.

Ein Entwurf für ein Appartement im geplanten neuen Wohnheim.

Von 1969 bis 2012 lebten und studierten angehende Priester im Priesterseminar.

Studentenzimner im Priesterseminar Anfang der 70er Jahre.

Kapelle idealer Raum für ein "Open Space"

Lounge in neuen Studentenwohnheim mit Blick in den Garten

Die Lounge im neuen Wohnheim öffnet sich zum Garten.

"Die Gemeinschaftsflächen passen genau zu usnerem Konzept", so Christian Baierl. Eine Umfrage, die er an der Bergischen Universität Wuppertal machte, ergab: Die Studierenden vermissen Orte der Begegnung. In der Kapelle, mit den rot, blau und grün durchscheinenden Kirchenfenstern, soll eine Kaffeebar mit Lounge-Sesseln eingerichtet werden.

Denkmalschutz legt Wert auf Gemeinschaftsnutzung

"Wunderbar wenn es in der zukünftigen Nutzung auch wieder gemeinschaftliches Studentenleben gibt und die Kapelle bleibt, wie sie ist", so Dagmar Stallmann. Die Leiterin der Unteren Denkmalbehörde Bochum hat das Anwesen mit ihrem Amt vor zwei Jahren unter Denkmalschutz gestellt. "Ein einzigartiger Ort, der eine wichtige Epoche in Bochum dokumentiert."

Investor rechnet mit einer Warteliste - trotz 500 Euro Miete aufwärts

Die Grundrisse und animierten Fotos der Appartements und 3-er WGs zeigen lichtdurchflutete, stilvoll eingerichtete Wohnflächen, mit Blick ins Grüne. Das hat seinen Preis: Für unter 500 Euro werden Studierende das Gemeinschaftsleben nicht genießen können. "Wir sind aber auch bei dem, was wir bieten, top in NRW - wenn nicht bundesweit", ist sich Christian Baierl sicher.

Die Baugenehmigung muss noch erteilt werden

 Investor Christian Baierl im Treppenhaus aus Sichtbeton

Christian Baierl will 20 Millionen in die Sanierung investieren.

Als Investor hofft er, dass bald die Genehmigung für den Umbau kommt. Die Stadt Bochum sei aber kooperativ. Er müsse beginnen, das Dach zu erneuern, damit das Anwesen nicht verfällt. Eins hat den Krefelder am ehemaligen Preisterseminar gewundert: Die überdimensionierte Küche. "Wenn man auf alle Genüsse im Leben verzichten muss, hat man hier wenigstens exzellent gespeist", schmunzelt er. 2026 sollen die ersten Studierenden einziehen.

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