In Neuss werden am Wochenende rund eine Million Besucher erwartet. Denn dann findet das große Bürger-Schützenfest und die dazugehörige Kirmes. Um die Veranstaltungen sicherer zu machen, schauen die Beamten am Hauptbahnhof ganz genau hin und kontrollieren die Reisenden stichprobenartig auf gefährliche Gegenstände.
Was verboten ist - und welche Ausnahmen es gibt
Verboten sind unter anderem Feuerwaffen, Messer oder Pfefferspray, aber auch Spielzeugwaffen und Nachbildungen, die mit echten Waffen verwechselt werden können, heißt es von der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin.
Ausnahmegenehmigungen können beantragt werden. Das gilt für Schützen, aber auch für Menschen, die durch ihren Beruf bestimmte Gegenstände dabei haben, beispielsweise Handwerker.
Verbot nur bis Dienstag
Anlass für das Verbot sei nicht nur das Schützenfest und die dadurch hohe Zahl an Reisenden, die am Neusser Hauptbahnhof erwartet werden. Nach Angaben der Bundespolizei habe es hier seit Jahresbeginn fünf Vorfälle gegeben, bei denen Menschen "eine Waffe oder andere gefährliche Gegenstände mitführten". Auch das sei ein Grund für die Kontrollen.
Es gehe ausdrücklich nicht darum, den Neusser Bahnhof als gefährlich zu deklarieren, sondern ihn sicherer zu machen.
Die Verfügung am Neusser Hauptbahnhof ist nicht gleichzusetzen mit einer Waffenverbotszone, wie es sie unter anderem in Düsseldorf gibt.
Das Mitführen von gefährlichen Gegenständen ist in Neuss vom 29. August an untersagt. Das Verbot endet am Dienstag, 2. September.
Waffenverbot am Neusser Hauptbahnhof zum Schützenfest
WDR Studios NRW. 28.08.2025. 00:36 Min.. Verfügbar bis 28.08.2027. WDR Online.
Unsere Quellen:
- Bundespolizeidirektion Sankt Augustin