Direkt neben dem Futtertrog saß dieser Welpe
WDR. 02:31 Min.. Verfügbar bis 20.05.2028.
Als Florian, Angestellter bei Landwirt Hess, bei seiner morgendlichen Kontrollrunde auf der Schafsweide ankommt, merkt er gleich: Die Tiere sind unruhig. Den Grund entdeckt er dann im Lämmerschlupf. In dem abgetrennten Bereich, in dem die Lämmchen geschützt fressen sollen, ist kein einziges Lämmchen. Aber ein Welpe!
Wir haben ein Wolfsbaby in der Lämmerbox! Daniel Hess
Landwirt aus Much
Florian ruft seinen Chef, Daniel Hess, an und macht ein Video. Und er googelt. Denn so ganz sicher, was für einen Welpen er da vor sich hat, ist er nicht. Die Freundin von Landwirt Hess, die kurz darauf eintrifft, aber schon. "Da liefen noch drei weitere kleine Wölfe am Zaun hoch und runter, die zu dem Wolfswelpen am Futtertrog wollten", erzählt Nadine.
In diesem Lämmerschlupf hat Florian den Welpen entdeckt
"Man denkt ja so, süß. Wir sehen es halt anders!", ergänzen Landwirt Hess und sein Angestellter. Denn die Angst vor Schafsrissen sei begründet und groß. Und in Much sei schon länger die Rede von einem Wolfswurf.
Beim zuständigen Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW ist aktuell keine Wolfssichtung in Much oder Umgebung gemeldet.
"Man denkt so, ja süß. Aber wir sehen es anders!"
Dass es tatsächlich ein Wolfswelpe sei, hält man dort für unwahrscheinlich, da Wölfe meist erst Ende April/Anfang Mai geboren werden. "Es wäre sehr ungewöhnlich, wenn diese sich bereits eigenständig zeigen würden. Wahrscheinlich sind es Fuchswelpen", heißt es auf unsere Anfrage.
In Much bleibt die Sorge. Hier sind sie sich sicher: Es waren Wolfswelpen. Und sie kommen wieder.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Landwirt Daniel Hess
- Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Bonn, 19.05.2026, 19.30 Uhr