"Nachdem ein Pilz den Bergahornen schwer zugesetzt hatte und sie gefällt werden mussten, sah die Baumallee wie gerupft aus", beklagt Jörn Riemann. "Das war auf meinem Rundgang mit dem Hund immer ein trauriger Anblick."
Darum hat der Wermelskirchener andere Familien im Ort angesprochen und gefragt, ob sie Geld spenden und sich an der Pflanzaktion beteiligen würden. Obwohl viele spontan zugesagt haben, hat Jörn Riemann zusätzlich noch Fördergelder beantragt.
"Fördergelder gibt es reichlich - man muss sie nur abrufen." Jörn Riemann, Anwohner
Bezirksregierung hat 80 Prozent der Kosten übernommen
Die Ersatzbäume, Pfosten und Befestigungsbänder haben ziemlich genau 3.750 Euro gekostet. Ein Großteil davon - nämlich 80 Prozent - hat die Bezirksregierung Köln übernommen. Den Antrag für die Fördergelder hat Jörn Riemann selber gestellt. "Es hat erst beim dritten Anlauf geklappt. War halt mein erster Antrag." Bei dem bürokratischen Akt hat er völlig unbürokratische Hilfe von der Stadt Wermelskirchen erhalten: "Ich war baff - wie schnell ich einen Ansprechpartner bekommen habe, der mir beim Antrag geholfen hat."
Aktion ist Vorbild für andere
Nicht nur, dass die Baumallee jetzt wieder als solche zu erkennen ist - Jörn Riemann will mit der Aktion anderen Mut machen, sie animieren, Eigeninitiative zu entwickeln: "Es braucht nicht viel und es muss auch nicht eine Baumallee sein - einfach Nachbarn, andere ansprechen, einfach Fördergelder beantragen - da kann man schon viel erreichen - ohne darauf zu warten, dass Politik oder Stadt etwas anpackt.", um sein Dorf weiter aufzuhübschen.
Jörn Riemann grübelt jetzt schon über neue Eigeninitiativen nach. Weitere Allee-Bäume sind aber schon fest geplant. "Wir haben noch genug Straßen, wo Bäume fehlen."
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
- Initiator Jörn Riemann
Über diese Thema berichten wir am 27. Oktober 2025 auch im WDR-Fernsehen: Lokalzeit Bergisches Land um 19.30 Uhr.