Der Verein habe erheblich und anhaltend gegen tierschutzrechtliche Mindestanforderungen verstoßen, so der Kreis Lippe. Ein Team des Veterinäramtes habe deshalb heute morgen die Füchse vom Gelände geholt und sie in eine für solche Fälle spezialisierte Auffangstation gebracht. Hier seien die Tiere jetzt artgerecht untergebracht.
Der Teckelklub Lemgo betreibt auf dem Gelände eine so genannte Schliefenanlage, in der Hunde trainiert werden sollen, Füchse zu jagen. Der Verein kündigte an, im Eilverfahren gegen den Kreis vorzugehen.
Lemgo: Veterinäramt holt Füchse aus umstrittener Schliefenanlage
WDR Studios NRW. 20.01.2026. 00:42 Min.. Verfügbar bis 20.01.2028. WDR Online.
Tierschützer kritisieren die Anlage seit Jahren
Schon seit Jahren versuchen Tierschutzorganisationen, die Schließung der Schliefenanlage in Lemgo zu erreichen. Für die Ausbildung von Jagdhunden werden Füchse in Schliefenanlagen gesetzt, ein künstlich angelegtes Tunnelsystem, das einem Fuchsbau nachempfunden ist. Die Jagdhunde, meist Dackel oder Terrier, sollen die Füchse darin finden und herausjagen. So werden sie auf die Fuchsjagd in freier Wildbahn vorbereitet.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
- BUND
- Kreis Lippe
Sendung: WDR2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 20.01.2026, 15:31 Uhr