Lemgo: Veterinäramt holt Füchse aus umstrittener Schliefenanlage

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Der Kreis Lippe hat am Morgen zwei Füchse aus der umstrittenen Anlage des Teckelklubs Lemgo geholt. Die Behörde begründet die Maßnahme mit Tierschutzrichtlinien.

Von Simon Kaufmann und Thomas Wöstmann

Der Verein habe erheblich und anhaltend gegen tierschutzrechtliche Mindestanforderungen verstoßen, so der Kreis Lippe. Ein Team des Veterinäramtes habe deshalb heute morgen die Füchse vom Gelände geholt und sie in eine für solche Fälle spezialisierte Auffangstation gebracht. Hier seien die Tiere jetzt artgerecht untergebracht.

Der Teckelklub Lemgo betreibt auf dem Gelände eine so genannte Schliefenanlage, in der Hunde trainiert werden sollen, Füchse zu jagen. Der Verein kündigte an, im Eilverfahren gegen den Kreis vorzugehen.

Lemgo: Veterinäramt holt Füchse aus umstrittener Schliefenanlage

WDR Studios NRW 20.01.2026 00:42 Min. Verfügbar bis 20.01.2028 WDR Online

Tierschützer kritisieren die Anlage seit Jahren

Schon seit Jahren versuchen Tierschutzorganisationen, die Schließung der Schliefenanlage in Lemgo zu erreichen. Für die Ausbildung von Jagdhunden werden Füchse in Schliefenanlagen gesetzt, ein künstlich angelegtes Tunnelsystem, das einem Fuchsbau nachempfunden ist. Die Jagdhunde, meist Dackel oder Terrier, sollen die Füchse darin finden und herausjagen. So werden sie auf die Fuchsjagd in freier Wildbahn vorbereitet.

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter vor Ort
  • BUND
  • Kreis Lippe

Sendung: WDR2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 20.01.2026, 15:31 Uhr