Versuchter Mord in Nottuln? 38-Jähriger gesteht Angriff
00:44 Min.. Verfügbar bis 02.02.2028.
Am ersten Prozesstag legte der Angeklagte heute vor dem Landgericht in Münster ein Geständnis ab. Über seinen Verteidiger ließ er eine Erklärung verlesen. Darin gab er zu, auf seine Frau eingestochen zu haben. Er habe sie aber nicht töten wollen, behauptete er.
Der Mann stammt aus Aserbaidschan und lebt in Nottuln. Er ist angeklagt, seine Frau hinterhältig angegriffen zu haben - und zwar mit der klaren Absicht, sie zu töten. Nach einem Streit habe er ihr zweimal in den Bauch gestochen, so die Staatsanwaltschaft.
Not-OP rettete das Leben des Opfers
Zuvor, so die Anklage weiter, sei das Paar zusammen einkaufen gewesen. Dabei soll der Angeklagte ein Messer für die Tat gekauft haben. Die Frau überlebte dank einer Not-Operation. Eine Passantin hatte das stark blutende Opfer am Rand der Bundesstraße 525 entdeckt.
Opfer hatte sich getrennt
Zu den Hintergründen hieß es von der Staatsanwaltschaft, das Paar habe häufig Konflikte gehabt. Die 47-jährige Frau habe sich deshalb nach 14 Jahren von ihrem Mann getrennt. Der 38-jährige Nottulner wiederum soll das nicht akzeptiert haben. Einen Tag, bevor der Mann nach Aserbaidschan ausreisen sollte, habe er deshalb versucht, seine Frau zu töten.
Urteil Mitte März erwartet
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann seine Frau für die Trennung bestrafen wollte. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. Das Urteil soll Mitte März fallen.
Unsere Quellen:
- Landgericht Münster
- Reporter im Landgericht
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 02.02.2026, 15.31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 02.02.2026, 19.30 Uhr