Erst zum Beginn der Woche hat die Polizei Münster die mobile Videobeobachtung über zwei Überwachungskameras um ein Jahr verlängert. Jetzt greift eine weitere Maßnahme rund um Münsters Hauptbahnhof: Zwei Polizeibeamte stehen hier jetzt dreimal pro Woche mit einem großen Wagen in der Fußgängerzone.
Anlaufstelle für Fragen und Anzeigen
Polizisten überprüfen die Lage am Bahnhof in Münster
Montags, donnerstags und samstags können die Münsteranerinnen und Münsteraner hier Fragen stellen. Wenn ihnen zum Beispiel ein Fahrrad geklaut wurde, können sie auch Anzeige erstatten.
"Die Reaktionen, die wir bisher haben, zeigen, dass die Menschen sich sicherer fühlen, wenn hier mehr Präsenz ist", sagt Alexandra Dorndorf, Münsters Polizeipräsidentin.
Bahnhofsquartier weiterhin Kriminalitätsschwerpunkt
Laut einer wissenschaftlichen Befragung der Uni Münster, dem Münster-Barometer, fühlen sich 40 Prozent der rund 900 Teilnehmenden unsicherer in der Stadt. Tatsächlich hat die Zahl der Straftaten insgesamt in Münster zuletzt abgenommen.
In der Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2024 wurden erstmals seit einigen Jahren weniger Vergehen festgestellt. Dennoch: "Das Bahnhofsquartier ist und bleibt unser Kriminalitätsschwerpunkt", so Dorndorf. Es gebe kein Viertel, in dem mehr Straftaten begangen werden.
Seit Beginn der mobilen Videoüberwachung würden weniger Straftaten in direkter Umgebung des Hauptbahnhofs begangen. Es gebe auch Tage, an denen die Polizei kein einziges Vergehen dokumentiert hat. Seit Mitte 2025 gilt außerdem in dem Bereich eine Waffenverbotszone.
Polizei verstärkt Präsenz am Hauptbahnhof Münster mit mobiler Wache
00:49 Min.. Verfügbar bis 19.02.2028.
Unsere Quellen:
- Gespräche der WDR-Reporterin vor Ort
- Gespräch mit Münsters Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf
- Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2024
- Münster-Barometer der Uni Münster
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 19.02.2026, 19.30 Uhr
