Eingang vom Verwaltungsgebäude

Missbrauchsdarstellungen: Verdacht gegen Pfleger aus Bielefeld-Bethel

Stand:

Ein Mann aus Bielefeld soll sich kinderpornografisches Material beschafft haben. Brisant: Er arbeitete in einer Kindereinrichtung.

Die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld sind mit einem heiklen Fall konfrontiert. Ein 38-jähriger ehemaliger Mitarbeiter wird verdächtigt, sich Missbrauchsdarstellungen beschafft bzw. diese besessen zu haben. Entsprechende Informationen des WDR bestätigte die Staatsanwaltschaft Bielefeld. Bereits im Januar 2026 gab es eine Durchsuchung bei ihm, teilte ein Sprecher mit.

"Diverse Datenträger wurden sichergestellt, deren Auswertung dauert an." Philipp Kalbertodt, Staatsanwaltschaft Bielefeld

Beschuldigter betreute Kinder

Der Fall ist besonders brisant, weil der Beschuldigte junge Menschen betreute. Die Staatsanwaltschaft antwortet auf Anfrage des WDR: "Der Beschuldigte soll zuletzt Pfleger in einer in Bielefeld ansässigen Wohn- und Unterstützungseinrichtung für Menschen mit Betreuungsbedarf tätig gewesen sein."

Bei den Betreuten handele es sich um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Auf Nachfrage des WDR, ob es Anzeichen sexualisierter Gewalt gegenüber ihm anvertrauter Menschen gibt, schreibt die Staatsanwaltschaft: "Dies ist natürlich Gegenstand der laufenden Ermittlungen, insbesondere der laufenden Auswertung der Datenträger."

Missbrauchsdarstellungen: Verdacht gegen Pfleger aus Bielefeld-Bethel

WDR Studios NRW 25.02.2026 00:47 Min. Verfügbar bis 25.02.2028 WDR Online

Bethel reagiert

Der WDR konfrontierte die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mit den Erkenntnissen. Pressesprecher Johann Vollmer bestätigte entsprechende Ermittlungen gegen einen Bethel-Mitarbeitenden. Das Arbeitsverhältnis sei daraufhin unmittelbar beendet worden. Alle weiteren inhaltlichen Fragen sollten mit der Kriminalpolizei geklärt werden, auch um etwaige laufende Ermittlungen nicht zu gefährden.

LKA erhielt Hinweis

Die Ermittlungen liefen im Oktober 2025 an. Das Landeskriminalamt NRW hatte einen Tipp erhalten, wonach der Beschuldigte versucht habe, kinderpornografisches Material aus dem Internet herunterzuladen.

Daraufhin sei das Verfahren "von Amts wegen" eingeleitet worden, so die Staatsanwaltschaft. Wenn die Polizei Kenntnis von möglichen Straftaten erhält, muss sie zwangsläufig ermitteln. Es wurde ein Durchsuchungsbeschluss beim Amtgericht Bielefeld eingeholt und auch vollstreckt.

Unsere Quellen:

  • WDR-Recherche
  • Staatsanwaltschaft Bielefeld
  • Pressestelle Bielefeld-Bethel

Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 25.02.2026, 09:31 Uhr

Weitere Beiträge aus Ostwestfalen-Lippe

1 / 2