Festnahmen in NRW: Betrug durch falsche Banker
00:21 Min.. Verfügbar bis 21.01.2028.
Festnahmen in NRW: Betrug durch falsche Banker
Stand:
Die Polizei hat bei einer Razzia im Ruhrgebiet drei Männer festgenommen, die als falsche Bankmitarbeiter eine Millionensumme erschlichen haben sollen. Die Staatsanwaltschaft Münster und die Polizei Steinfurt hatten die Ermittlungen ins Rollen gebracht.
Den Betrügern wird die immer gleiche Masche vorgeworfen: Sie schickten per SMS einen Link mit der Nachricht: "Ihre TAN ist abgelaufen". Wer den Link anklickte, gelang auf eine gefälschte Seite von Bankinstituten.
Auf diese Phishing-SMS folgten Telefonate, bei denen die Geschädigten sensible Bankdaten preisgaben. Das ermöglichte es den Betrügern, sich selber hohe Geldsummen zu überweisen.
Durch fingierte Telefonate wurden die sensiblen Daten der Kunden erfragt.
Darüber hinaus sollen die Betrüger die Kontodaten der Geschädigten auf gefälschte Zahlungskarten gespiegelt haben. So konnten sie daraufhin Geld abheben.
Spezialkräfte durchsuchen Objekte
Insgesamt wurden am Dienstag, 20. Januar 2026, elf Objekte durchsucht - in Recklinghausen, Gelsenkirchen und Essen. Dabei beschlagnahmten Spezialkräfte Computer, Tablets, Handys, Bargeld und Autos. Drei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Für die Ermittler geht die Arbeit nun weiter.
Mit der Auswertung der gesicherten Beweismittel liegt nun noch ein großer Teil Arbeit vor uns. Stefan Mühlbauer, Kriminaldirektor Polizei Steinfurt und Leiter der Durchsuchungsaktion
Nach einer ersten Schätzung der Behörden liegt der entstandene Schaden bei deutlich über eine Million Euro.
Unser Quellen:
- Staatsanwaltschaft Münster
- Kreispolizeibehörde Steinfurt
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 20.01.2026, 11:31 Uhr