Nach Warnstreik bei UPS

Paketdienst soll Mitarbeitern mit Kündigung drohen

Stand:

Das Paketdienst Unternehmen UPS soll zahlreiche Kölner Mitarbeiter abgemahnt haben, weil sie sich an einem Warnstreik beteiligt hatten. Die Gewerkschaft ver.di wirft UPS deshalb vor, das Streikrecht anzugreifen.

Von
Oliver Köhler

Ver.di hatte Ende April die Beschäftigten des Paketzentrums am Flughafen Köln-Bonn zu einem Warnstreik aufgerufen. Mit dieser Aktion wollte die Gewerkschaft nach eigenen Angaben Bewegung in die stockenden Tarifverhandlungen bringen.

UPS soll Mitarbeiter vor Streik eingeschüchtert haben

Laut ver.di soll UPS seinen Mitarbeiter unmittelbar vor dem Warnstreik mit Kündigungen gedroht haben, falls sie daran teilnehmen. Jetzt habe UPS zahlreiche Abmahnungen gegen Beschäftigte ausgesprochen, die sich an der Protestaktion beteiligt hatten.

"Das Vorgehen von UPS ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel. Beschäftigte dürfen wegen der Teilnahme an rechtmäßigen Streiks nicht unter Druck gesetzt werden." Stephan Somberg, Gewerkschaftssekretär von ver.di.

Laut UPS war Warnstreik nicht rechtmäßig

Auf Anfrage des WDR erklärt UPS dazu in einer schriftlichen Stellungnahme: "Nach unserer Auffassung war ein Streik oder ein Streikaufruf während der gesetzlich bindenden Friedenspflicht nicht zulässig." Ver.di will Beschäftigte, die Abmahnungen erhalten haben nun rechtlich unterstützen.

UPS soll wegen Kölner Warnstreik mit Kündigungen drohen

WDR 22.05.2026 00:43 Min. Verfügbar bis 21.05.2028 WDR Online

Download Podcast

Unsere Quellen:

  • Gewerkschaft ver.di
  • Paketdienst UPS

Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 22.05.2026, 15.31 Uhr