Pinke Häuschen in Köln aufgetaucht - das steckt dahinter

01:42 Min. Verfügbar bis 15.06.2028

Im Zentrum Pinke Häuschen in Köln aufgetaucht - das steckt dahinter

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Zwölf pinke, genauer gesagt magentafarbene, Häuschen sind über Nacht an der Kölner Hohenzollernbrücke aufgetaucht. Verantwortlich dafür ist der Architektur-Künstler Andreas Sarow aus Stuttgart.

Man kommt sich fast vor wie eine Brettspielfigur, wenn man vor den großen hölzernen Häuschen steht. Anderthalb Jahre hat Andreas Sarow auf die Genehmigung der Stadt Köln gewartet, dann ging alles schnell. In einem Konvoi aus drei Lkw wurde die Magenta-Häuser an den Rhein gefahren und nachts ausgeladen.

"Das gehört mit zur Kunstinstallation dazu, dass die Häuser wie aus dem Nichts plötzlich auftauchen." Andreas Sarow, Künstler

Um mit den Menschen über sein Werk ins Gespräch zu kommen, hat er extra einen Klappstuhl eingepackt, um in der Nähe seines Kunstwerkes zu sitzen, immer bereit für das nächste Gespräch. Kaum hat er seinen Stuhl ausgepackt, ist er schon ins erste Gespräch mit einem Kölner verwickelt.

"Ich hatte erst gedacht, das hier ist ein weiteres Weinfest oder ein Weihnachtsmarkt zur Unzeit. Aber das Kunstwerk war viel anspruchsvoller, was ich ganz schön finde." Passant aus Köln

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Noch bis zum 26.07.2026 ist die 700 Quadratmeter große Kunstinstallation in Köln zu sehen.

Den Ort hat sich Andreas Sarow dabei bewusst ausgesucht. "Der Norbert-Burger-Platz steht auch für die Wichtigkeit von Städtepartnerschaften. Gerade in globalen Krisenzeiten und in Umbrüchen sind sie enorm wichtig.", so der Künstler. Zuvor war die Installation bereits in Stuttgart und München zu sehen. Im Sommer sollen die zwölf Häuser dann nach Konstanz am Bodensee umziehen.

Was genau die Menschen in seinem Kunstwerk sehen, will er ihnen überlassen. Aushalten muss er dabei jede Interpretation sowie Interaktion - auch wenn manche einfach nur ein Selfie machen und weitergehen, sagt er.

"Mir geht es in meinem Kunstwerk um die Auseinandersetzung von Heimat, Sicherheit und die für uns über Jahrzehnten existierenden Selbstverständlichkeiten, die etwa die politischen Veränderung global, durch kriegerische Auseinandersetzungen gerade in Frage stellt." Andreas Sarow, Künstler

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
  • WDR-Gespräch mit Künstler Andreas Sarow

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Köln, 15.06.2026, 18:00 Uhr

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