Sanierung Domplatte Köln

Aktuelle Stunde 10.11.2025 19:41 Min. UT Verfügbar bis 10.11.2027 WDR Von Jens Gleisberg

Teure Sanierung der Kölner Domplatte in Vorbereitung

Stand:

Auf die Stadt Köln kommt ein weiteres teures Sanierungsprojekt zu. Erste Probebohrungen auf der Domplatte haben Schäden gezeigt, die weitergehende Untersuchungen nötig machen.

Von Sabine Büttner, Jens Gleisberg

Die Frage ist, wie sehr zum Beispiel Tausalz den Bewehrungsstahl im Beton der Domplatte angegriffen hat. Unter der fast ein Fußballfeld großen Domplatte liegt eine zweistöckige Tiefgarage. Gebaut wurde sie 1970. In einem Bereich waren die Schäden an zwei tragenden Säulen so offensichtlich, dass sie derzeit saniert werden.

Schäden durch Tausalz

Daraufhin wurden weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben, um das Ausmaß ermitteln zu können. Insbesondere bei der Frage, ob der Beton an der Oberfläche ausreichend gegen eindringende Flüssigkeiten geschützt ist.

Typischerweise entstehen die Schäden durch Chloride aus dem Tausalz oder durch Urin. Eine Sanierung ist unumgänglich, allerdings besteht keine akute Gefahr. Zur Sicherheit wurde der Aufbau des Weihnachtsmarktes mit schweren Kranwagen eng von einem Statikerbüro begleitet.

Kein Abriss geplant

Ein Abriss der Domplatte und eine komplette Neugestaltung stehen nicht zur Diskussion, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Allerdings müssen die Kosten für die Sanierung erst noch berechnet werden.

Teure Sanierung der Kölner Domplatte

WDR Studios NRW 10.11.2025 00:48 Min. Verfügbar bis 10.11.2027 WDR Online

Für den neu gewählten Stadtrat soll so schnell wie möglich eine Vorlage erarbeitet werden. Denn entscheiden müssen letztlich die Kommunalpolitiker über die Sanierung. Aus Sicht der früheren Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner ist die Sanierung die Gelegenheit, um über eine Neugestaltung nachzudenken.

Auch für die Tiefgarage gibt es neue Ideen

Sanierungsarbeiten im Untergeschoss der Kölner Domplatte

Sanierungsarbeiten im Untergeschoss der Kölner Domplatte

Denn mit dem Bau der Domplatte wurde ein ebenerdiger Zugang geschaffen, die ursprüngliche Treppenanlage überbaut. Das jetzt wieder zu ändern, würde allerdings den Umfang einer Sanierung erheblich übersteigen. Angesichts der aktuellen Haushaltskrise der Stadt Köln ein nicht zu finanzierendes Projekt.

Allerdings soll die Nutzung der Tiefgarage im Zuge der Sanierung überdacht werden. Bisher fehlen dort ausreichend Stellplätze für Fahrräder. Und in der Tiefgarage fristet ein Rest der römischen Stadtmauer ein trauriges Dasein. Ein Missstand, der schon lange kritisiert wird.

Unsere Quellen:

  • Stadt Köln
  • Reporter vor Ort

Über dieses Thema berichten wir am 10. November 2025 auch im Radio: WDR 2 Rheinland, 6.30 Uhr.

Weitere Beiträge aus Köln

1 / 2