Mehrere Angriffe in Köln

22-Jähriger versuchte, Mann ins Bahngleis zu ziehen

Stand:

Ein 22-jähriger Syrer hat in Köln an drei Orten Bahnreisende angegriffen. Einen Mann hat er versucht, auf die Gleise zu ziehen.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, ereigneten sich die Übergriffe am Sonntagnachmittag. Zunächst hatte der 22-Jährige an der Haltestelle Köln-Trimbornstraße einen Reisenden geschlagen und versucht, ihn in Richtung des Gleisbereichs zu ziehen. Dabei waren beide zu Boden gefallen. Mehrere Zeugen griffen ein und trennten die beiden Männer. Das Opfer erlitt Hämatome und Schürfwunden.

Faustschläge in der S19

Anschließend fuhr der Tatverdächtige mit der S-Bahn Richtung Köln-Hauptbahnhof. Auf Höhe Köln Messe/Deutz griff er zwei bislang noch unbekannte Opfer unvermittelt an und schlug ihnen mit der Faust ins Gesicht. Das ergaben, laut Polizei, Zeugenaussagen und die Auswertung von Videoaufnahmen. Die Polizei sucht diese beiden Opfer noch.

Angriff auf Bahnreisende

WDR 22.06.2026 00:43 Min. Verfügbar bis 21.06.2028 WDR Online

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Angriff am Kölner Hauptbahnhof

Im Kölner Hauptbahnhof griff der 22-Jährige schließlich im Bereich der Gastronomie einen 47 Jahre alten Mann an. Als die Bundespolizei eintraf, lag das Opfer am Boden und der Tatverdächtige schlug mit der Faust auf ihn ein.

Polizei sucht Opfer und Zeugen

Der 22-Jährige ist der Polizei wegen Gewaltdelikten bekannt. Er stand zudem unter Einfluss von Betäubungsmitteln. Inzwischen wurde er in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Gegen ihn wird unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Die Bundespolizei bittet die beiden Reisenden, die von ihm auf Höhe des Deutzer Bahnhofs geschlagen wurden, sich zu melden. Auch weitere Zeuginnen und Zeugen werden gesucht.

Wie verhalte ich mich richtig?

Die Polizei sagte auf Nachfrage des WDR, dass sich die Zeugen an der Haltestelle Köln-Trimbornstraße genau richtig verhalten hätten: Sie hätten sich mit mehreren zusammengetan und den Angreifer vom Opfer getrennt. Das rät die Polizei generell in solchen Situationen: Nicht alleine aktiv werden, sondern andere Umstehende ansprechen und gemeinsam vorgehen. Außerdem sollten Zeugen sofort die 110 anrufen.

Unsere Quellen:

  • Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
  • Bundespolizeiinspektion Köln
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR.de, Angriffe auf Bahnreisende, 22.06.2026, 11.45 Uhr