Besonders die Menge des Heroins, die die Zollbeamten sicherstellen konnten, ist stark angestiegen. Das zeigt die aktuelle Bilanz des Hauptzollamtes Düsseldorf. 2025 fanden die Zollbeamten insgesamt über 15 Kilo, während es im Vorjahr nur zwei Gramm waren.
Auch die Menge des sichergestellten Cannabis hat sich verzehnfacht, auf eine halbe Tonne. Die Drogen hatten laut Zoll insgesamt einen Schwarzmarktwert von über sechs Millionen Euro.
Mehr als 2.000 Bußgeld- und Strafverfahren
Besonders häufig mussten die Mitarbeiter des Zolls am Düsseldorfer Flughafen Zigaretten konfiszieren: Über 1,4 Millionen nicht deklarierte Zigaretten haben Urlauber im vergangenen Jahr aus dem Ausland mitgebracht und damit gegen das Tabaksteuergesetz verstoßen. Auch hier hat sich die Zahl mehr als verdoppelt. Insgesamt mussten deshalb über 2.000 Bußgeld- und Strafverfahren eingeleitet werden.
Verstöße gegen den Artenschutz
Dazu kommen mehrere dutzende Fälle, in denen Urlauber gegen den Artenschutz verstoßen haben. Meist passiere das unwissentlich, erklärt ein Mitarbeiter des Hauptzollamts.
"Die Urlauber bringen zum Beispiel Korallen oder Muscheln mit, die unter Artenschutz stehen, ohne das zu wissen." Mitarbeiter des Hauptzollamts Düsseldorf
Muscheln als Erinnerung an den Urlaub? Lieber nicht!
Der Zoll rät Urlaubern generell davon ab, Erinnerungsstücke wie Korallen, Muscheln, Vogelfedern oder auch Pflanzen aus dem Ausland mitzubringen. Gerade für Laien sei sehr schwer erkennbar, welche Tiere und Pflanzen unter Artenschutz stehen.
Hinzu kommt, dass in vielen beliebten Urlaubsländern wie Italien oder der Türkei das Sammeln von Muscheln verboten ist. In Italien ist auch die Mitnahme von Sand nicht erlaubt, es droht ein Bußgeld von mehreren hundert Euro.
Hundewelpe war nicht geimpft
Der Hundewelpe war nicht gegen Tollwut geimpft
Strenge Auflagen gibt es auch für die Einführung von lebendigen Tieren. Das musste erst vor wenigen Tagen eine Frau feststellen, die einen Hundewelpen aus dem Urlaub mitgebracht hatte. Bei der Überprüfung durch den Zoll und einen Veterinärmediziner am Flughafen stellte sich heraus, dass der Hund noch Milchzähne hatte und damit deutlich jünger war als auf den Papieren angegeben.
Außerdem hatte er keine Impfung gegen Tollwut. Der Welpe muss jetzt für drei Monate in Quarantäne untergebracht werden, die Kosten dafür muss die Urlauberin zahlen. Laut den Zollbeamten ist das Ganze kein Einzelfall. Auch in den Vorjahren haben Urlauber versucht, Tiere nach Deutschland zu schmuggeln. In einem Fall waren es 22 giftige Vogelspinnen, in einem anderen Fall ging es um einen gegrillten Waran.
Unsere Quellen:
- Hauptzollamt Düsseldorf
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 15.05.2026, 11:31 Uhr