Unterwegs mit den Sicherheitskräften der Bahn in Düsseldorf
02:28 Min.. Verfügbar bis 26.03.2028.
Die Streife der DB Sicherheit am Düsseldorfer Hauptbahnhof setzt sich in Bewegung. Dabei sind auch drei Auszubildende. Obwohl sie im ersten Lehrjahr sind, ist vieles für sie schon zur Routine geworden. Aber nicht alles: "Man lässt sich schon auf was ein. Es ist nicht so einfach, wie manche Leute denken", sagt Sophia.
"Rücken an Rücken"-Formation als Eigenschutz
Marcel läuft heute mit zwei neuen Kolleginnen Streife
Sobald die Gruppe stehen bleibt, bilden alle automatisch eine geübte Formation. "Wir versuchen Rücken an Rücken zu stehen, sodass wir uns gegenseitig schützen können, damit kein Angriff von hinten passiert", erklärt Marcel. Pöbeleien hat er schon viele erlebt. Er und seine Kollegen schauen sich aufmerksam um, während sie ihre Streife fortsetzen.
Als ein Jugendlicher auf einem E-Scooter vorbei kommt, genügt ein lautes "Absteigen!" von Marcel, und es kann weitergehen.
Plötzlich begegnet ihnen ein bekanntes Gesicht. Ein Obdachloser, der eigentlich Hausverbot hat. Sophia fordert ihn auf den Bahnhof zu verlassen. Angst habe sie bei ihrer Arbeit nicht: "Ich vertraue sehr auf mich und auf meine Kollegen, die haben sehr viel Erfahrung", versichert sie. Das bestätigt auch Teamleiter Adrian, der auf die Frage vehement den Kopf schüttelt. "Dafür hab ich ein zu gutes Team!".
Angstraum Bahnhof: Streifen seit Jahresbeginn aufgestockt
Für manche Reisende gehören Bahnhöfe aber trotzdem nach wie vor zu Angsträumen. "Ob ich jetzt um drei Uhr nachts noch mit der U-Bahn fahren würde durch Düsseldorf nach Oberbilk, weiß ich nicht", sagt eine Reisende, obwohl ihr selbst noch nichts passiert ist. Die Streifen der DB Sicherheit wurden seit Beginn des Jahres aufgestockt. Tagsüber sind drei, nachts zwei unterwegs.
Die Mitarbeiter der DB Sicherheit üben eine Sicherheitsposition
Oben auf dem Gleis üben die Einsatzkräfte eine Sicherheitsposition. Immer abwechselnd schauen sie in eine andere Richtung auf dem Bahnsteig. Zum Einsatz kommt die Maßnahme zum Beispiel, wenn zwei verfeindete Gruppen aufeinandertreffen.
Ernster Gesichtsausdruck Teil der Ausbildung?
Alexandros ist Azubi bei der DB Sicherheit
Ein ernster Gesichtsausdruck kann bei der Arbeit nicht schaden. Wird der einem beigebracht? "Ja, unter anderem", sagt Alexandros. "Je nachdem wen man vor einem hat, wenn man so ernst guckt, hat der einen bestimmten Respekt vor einem". Das klappt zwar nicht immer, aber "oft genug", sagt der Azubi.
Vom Gleis geht's wieder runter in den Bahnhof. Und dann kommt plötlich Hektik auf, Tetjana und Alexandros rennen los. "Eine Person ist auf der Rolltreppe gestürzt und wir weisen jetzt einen RTW ein", sagt der Azubi atemlos. Minuten später ertönt die Sirene und Blaulicht flackert vor dem Hintereingang des Bahnhofs auf. Auch solche Einsätze gehören für das Team zum beruflichen Alltag.
Unsere Quellen:
- Eindrücke der Reporterin vor Ort
- DB Sicherheit
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 26.03.2026, 17:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Düsseldorf, 26.03.2026, 18:30 Uhr