Brückensanierung in Düsseldorf

Wie 40.000 Autos pro Tag umgeleitet werden sollen

Stand:

Während der Sanierung der Theodor-Heuss-Brücke soll der Verkehr in beide Richtungen nur noch einspurig mit Tempo 30 fließen. Täglich müssen deshalb rund 42.500 Fahrzeuge auf andere Routen ausweichen. Die Stadt Düsseldorf hat jetzt ihr Umleitungskonzept vorgestellt.

Die plötzliche Sperrung der Bonner Nordbrücke ist eine Mahnung an die Entscheiderinnen und Entscheider in Düsseldorf. Um jeden Preis soll die Theodor-Heuss-Brücke als Verbindung erhalten bleiben - solange, bis in den 2030er Jahren ein Neubau steht. Doch die Ende des Jahres anstehende Sanierung wird ebenfalls zur Geduldsprobe. Während der Arbeiten wird die Brücke zum Nadelöhr. Weniger als die Hälfte des üblichen Verkehrs kann rollen.

"Kein Konzept kann diese Einschränkungen völlig auflösen. Es wird eine Belastungsprobe." Bezirksbürgermeister Tim Weill (CDU)

Das werden vor allem die linksrheinischen Stadtbezirke zu spüren bekommen. Auf "stellenweise chaotische Verhältnisse" müsse man sich einstellen, befürchtet der zuständige Bezirksbürgermeister Weill (CDU) in einer ersten Reaktion. Das Verkehrskonzept hält er dennoch für nachvollziehbar.

Zweieinhalb Jahre soll die Sanierung dauern

Rund 30.500 Fahrzeuge können nach Berechnungen der Verkehrsplaner die Theodor-Heuss-Brücke trotzdem täglich queren - einspurig und mit Tempo 30. Gut 40.000 Autofahrer müssen dagegen andere Wege nehmen. Nach Vorstellung der Stadt sollen sie auf die A44 im Norden oder die Rheinkniebrücke ausweichen. Zudem können sie die gerade erst geflickte Kardinal-Frings-Brücke oder die Fleher Brücke im Süden nutzen. Die Einschränkungen sollen voraussichtlich ab Ende 2026 gelten.

Umleitungskonzept der Stadt Düsseldorf | Bildquelle: Landeshauptstadt Düsseldorf/ Amt für Brücken-, Tunnel- und Stadtbahnbau

Der Schwerverkehr über 3,5 Tonnen wird schon jetzt hauptsächlich über die Autobahnen A44, A52 und A57 umgeleitet. Innerstädtisch können Lkw noch die Rheinkniebrücke oder die Oberkasseler Brücke nutzen, denn die Kardinal-Frings-Brücke ist für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt.

Durch die Kombination aus Lkw- und Autoverkehr, der sich auf diese Verbindungen orientiert, erwartet Bezirksbürgermeister Weill mehr Stau in Heerdt, Nieder- und Oberkassel. Vor allem die Düsseldorfer Strasse und die unmittelbaren Zufahrten auf die Oberkasseler Brücke am Rheinufer würden wohl stärker belastet.

Dabei versucht die Stadt mit ihrem Konzept die Verkehrströme auf der Oberkasseler Brücke nicht zu groß werden zu lassen. Rechtsrheinisch werden die Auffahrten gesperrt vom Joseph-Beuys Ufer gesperrt, das soll auch gewährleisten, dass kein Rückstau den Nord-Süd-Verkehr durch den Rheinufertunnel hemmt.

Keine Alternativen beim ÖPNV

Der öffentliche Nahverkehr soll nach aktuellem Stand ohne größere Änderungen weiterlaufen. Die Rheinbahn- Linien werden nicht über andere Brücken umgeleitet. Die Stadt rät dazu, während der Bauarbeiten möglichst auf Bus und Bahn sowie Park- and- Ride Angebote auszuweichen.

Theodor-Heuss-Brücke: Düsseldorf stellt Umleitungskonzept vor

WDR 23.06.2026 00:41 Min. Verfügbar bis 22.06.2028

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Unsere Quellen:

  • Gepräch mit Tim Weill (CDU)
  • Stadt Düsseldorf

Sendung: WDR.de, Umleitungskonzept Düsseldorf, 24.06.2026, 05:03 Uhr