Geduldsprobe für Düsseldorf: Rheinufertunnel bis Ende April dicht
WDR. 01:47 Min.. Verfügbar bis 30.03.2028.
Trotz der Sperrung gab es am Morgen keine größeren Staus in Düsseldorf. Am Südring, an der Rheinkniebrücke, an der Theodor-Heuss-Brücke und an der Oberkasseler Brücke war nicht mehr Verkehr als üblich. Das könnte aber am geringeren Verkehrsaufkommen durch die Osterferien liegen.
Verkehrschaos bleibt erstmal aus
Die Düsseldorfer Planungsdezernentin Cornelia Zuschke hat den Verkehr über das Managementsystem der Stadt am Montag, dem ersten Tag der Sperrung, verfolgt. Ihr Fazit: "Die Bilanz nach dem ersten Tag ist positiv. Wir bedanken uns bei den Verkehrsteilnehmenden, die haben sich offenbar sehr sorgsam vorbereitet."
Laut Auswertungen der Stadt dauern die Umwege um den gesperrten Tunnel zwischen zwei und vier Minuten länger als in den Osterferien vor einem Jahr. Ein Nadelöhr ist die Abfahrt von der Rheinkniebrücke. Dort standen am Montag viele Autos an den Ampeln in Richtung Medienhafen.
Laut Stadt: Weniger Stau als erwartet
Die Stadt hat mögliche Ausweichrouten vorgestellt
Andere neuralgische Punkte wurden aber schon angepasst, etwa die Ampelschaltung an der Kreuzung Blockstraße/Völklinger Straße. Dort hatte es am Morgen Rückstau gegeben, nach der Umstellung lief der Verkehr dort aber auch besser. "Es ist erstaunlich, wie viele Menschen in den Ferien nicht ins Auto steigen"; sagt Zuschke.
"Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so ruhig ist wie am heutigen Tag."
Die Härteprobe kommt aber sicher. Am Montag in zwei Wochen sind die Ferien zu Ende und erfahrungsgemäß fahren dann wieder mehr Autos durch die Stadt. "Wir hoffen, dass unsere Umleitungen, dann noch genauso gut funktionieren, wie jetzt", so Zuschke.
Brandschutz im Tunnel muss erneuert werden
Grund für die Sperrung ist nach Angaben der Stadt Düsseldorf eine Sicherheitsmaßnahme. Im Tunnel müssen zwei von fünf Ventilatoren ausgetauscht werden, die im Brandfall dafür sorgen, dass der Rauch schnell abzieht.
Die alten Geräte aus den 90er-Jahren erbringen nicht mehr die notwendige Leistung. Die neuen Modelle sollen dagegen doppelt so stark sein. Für den Austausch wurde der Tunnel am Montagmorgen (30.03.2026) um 5 Uhr gesperrt. Befahrbar ist er wieder ab dem 25. April nachmittags.
Bauarbeiten kosten Millionen
Düsseldorfer Rheinufertunnel wird für mehrere Wochen gesperrt
Die Ventilatoren sind drei mal fünf Meter groß und müssen für den Abbau in Einzelteile zerlegt werden. Auch das Gewicht von etwa fünf Tonnen erschwert die Arbeiten zusätzlich.
Neben den Brandschutzmaßnahmen soll gleichzeitig auch an der LED-Beleuchtung, der Fahrbahn und dem Entwässerungssystem gearbeitet werden. Die Stadt Düsseldorf rechnet mit Gesamtkosten von rund 4,6 Millionen Euro.
Stadt rechnet mit schwieriger Belastung für den Verkehr
Die Sperrung des Tunnels parallel zu den Bauarbeiten der Theodor-Heuss-Brücke sei eine schwierige Belastung, heißt es von der Stadt. Die Arbeiten seien aber nötig: "Es wird eng, es wird schwierig, ein Stresstest. Aber der ist alternativlos", sagte Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Wohnen, Liegenschaften und Mobilität.
Um den Verkehr umzuleiten, gibt es Ausweichrouten. Unter anderem über die Kaiserstraße und die Berliner Allee. Auch die Navi-Anbieter seien über die Sperrung informiert worden. Der Düsseldorfer Rheinufertunnel wird täglich etwa 45.000 Fahrzeugen genutzt und ist eine zentrale Verkehrsachse in der Stadt.
Unsere Quellen:
- Stadt Düsseldorf
- Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Wohnen, Liegenschaften und Mobilität
- Beobachtungen des WDR Reporters vor Ort
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 30.03.2026, 6.31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Düssendorf, 30.03.2026, 19:30 Uhr


