Düsseldorf plant mehr Platz für muslimische und jüdische Gräber

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Die Zahl der muslimischen Beisetzungen ist stetig gestiegen. Durch religiöse Vorgaben wird der Platz jedoch mittelfristig eng.

Konkret geht es um die Erweiterung des bestehenden muslimischen Gräberfelds auf dem Friedhof im Stadtteil Itter. Die Kosten dafür werden auf knapp drei Millionen Euro geschätzt. Nebenan soll ein neuer jüdischer Friedhof entstehen.

Zahl der muslimischen Beisetzungen gestiegen

In den 2010er-Jahren ist die Zahl der muslimischen Beisetzungen laut Stadt kontinuierlich von rund 30 auf 80 Beerdigungen pro Jahr gestiegen. Im Corona-Jahr 2020 wurden sogar 132 muslimische Beisetzungen in Düsseldorf durchgeführt, auch weil Angehörige die Verstorbenen wegen der Pandemie nicht in ihre Heimatländer überführen konnten.

Jüdischer Friedhof neben muslimischen Gräbern

Das muslimische Gräberfeld soll um rund 1400 Grabstellen erweitert werden, Baubeginn soll 2029 sein. Für die Übergangszeit sollen Muslimen kleinere Restflächen auf dem Südfriedhof und anderen städtischen Friedhöfen angeboten werden.

Angrenzend an die heutigen Flächen des Itterer Friedhofs will die Stadt der Jüdischen Gemeinde Flächen verkaufen, so dass diese dann einen jüdischen Friedhof in Eigenregie und auf eigene Kosten errichten und betreiben kann. Die bisherigen Flächen für jüdische Beisetzungen auf dem Nordfriedhof kommen ebenfalls langsam an ihre Grenzen.

Düsseldorf plant mehr Platz für muslimische und jüdische Gräber

00:35 Min. Verfügbar bis 16.06.2027

Religiöse Vorgaben erschweren Flächensuche

Die geplante Erweiterung für muslimische Beisetzungen reicht laut Stadt für ca. 17 Jahre, sollten die aktuellen Beerdigungszahlen konstant bleiben. Danach gebe es jedoch keine unberührten Flächen im Stadtgebiet mehr.

Die Stadt mahnt deshalb in ihrer Vorlage, sich rechtzeitig Gedanken über die Zeit danach zu machen: "Vor diesem Hintergrund sind die Religionsgemeinschaften langfristig gefordert, Wege und Konzepte durch Wiederbelegungen in bereits berührtem Boden zu finden und so die etablierten Standorte fortzuführen."

Unsere Quellen:

  • Stadt Düsseldorf

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