Tausende Menschen demonstrieren beim CSD in Düsseldorf
WDR. 01:04 Min.. Verfügbar bis 06.06.2028.
Unter dem Motto "Wir bleiben bunt und laut" haben am Samstag Queers und Allys für queere Rechte demonstriert. Etwa 6.000 Menschen nahmen laut Schätzung der Polizei teil.
Demonstrationsroute in diesem Jahr besonders lang
Der heutige Höhepunkt des Düsseldorfer CSD startete mit einer Kundgebung. Danach zog der Demozug an der südlichen Königsallee am Graf-Adolf-Platz vorbei. Von hier aus traten die Demonstrierenden eine besonders lange Route an - diese verlief unter anderem die Kö hinauf und wieder herab, vorbei am Carlsplatz und bis zum Rheinufer.
Viele hielten bunte Plakate in Regenbogenfarben, auf denen "Für mehr Liebe auf der Welt" oder "CSD statt AfD" steht. Einige Demonstranten sind bunt gekleidet, aber viele auch in alltäglichem Look.
Kalle Wahle, Organisator des Demozugs
Noch immer ist auf Schulhöfen "schwul" ein Schimpfwort, wie Kalle Wahle, Organisator des Demozugs, sagte. Weltweit würden die Vorbehalte sogar bis hin zur Todesstrafe zunehmen. Waren es früher sieben Länder, in denen die Todesstrafe drohte, seien es mittlerweile 15.
Auch in einer aufgeklärten Gesellschaft ist es noch notwendig, sich für die Rechte der queeren Gesellschaft einzusetzen. Kalle Wahle, Organisator CSD Düsseldorf
Verkehrsbehinerung in der Innenstadt
Rund um den Zug ist es laut Polizei friedlich geblieben. Allerdings kam es in der Innenstadt zu einer massiven Verkehrsbehinderung. Dafür hätten die Autofahrer allerdings Verständnis gehabt.
Das Straßenfest-Programm
Von der Kö aus ging es zum Johannes-Rau-Platz zum Fest mit zwei Bühnen. Auf Instagram teilt der CSD Düsseldorf e.V. das Programm. Dort sollten verschiedene Aktionen und Partys stattfinden. Laut Veranstalter wurden auch hier Tausende Besucher erwartet.
Der Auftritt von Musikern war vorgesehen und Talks. Dazu hatte der Veranstalter im Vorfeld darauf hingewiesen, das Programm finde "unter Vorbehalt und mit Vorsicht wegen der Wetterbedingungen" statt.
Tausende Menschen demonstrieren für queere Rechte
"Wir bleiben bunt und laut": Beim CSD in Düsseldorf haben Tausende Menschen für Weltoffenheit und ihre Rechte demonstriert.
Der CSD wird weltweit gefeiert
Mit dem Christopher Street Day wird jedes Jahr in vielen Städten weltweit an die Rechte queerer Menschen erinnert. In NRW an diesem Wochenende auch in Paderborn und in Heinsberg. Als queer bezeichnen sich Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.
Die Bezeichnung umfasst ein breites Spektrum an Identitäten. Dazu gehören lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche sowie nicht-binäre Menschen.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V.
- CSD Düsseldorf e.V.
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
- Kurze Gespräche des WDR-Reporters mit Teilnehmenden
Sendung: WDR.de, Tausende Menschen demonstrieren beim CSD in Düsseldorf, 06.06.2026, 11:41 Uhr