Im März 1990 wird Erhard Büker tot in Bielefeld aufgefunden. Zwei neunjährige Mädchen hatten seine Leiche beim Versteckenspielen in einem Spielplatzgebüsch gefunden. Der 52-jährige wurde mit einem Backstein erschlagen. Seine Geldbörse fehlte. Der Inhalt: fast 200 DM und eine EC-Karte. Die Polizei geht von einem Raubmord aus.
Alte DNA bringt eine neue Spur für den Cold-Case
Die 1990 gesammelten Spuren vom Tatort wurden schon 2003 auf DNA-Spuren untersucht. Die damalige Technik konnte das gefundene Zellmaterial allerdings keiner eindeutigen Person zuordnen. Deswegen wurde die Spur in diesem Jahr noch einmal untersucht - Diesmal mit modernsten Methoden.
Mit den neuen Daten haben die Ermittler jetzt die Möglichkeit, die DNA eindeutig einer Person zuzuordnen. Deswegen wollen sie jetzt von allen damals vernommenen Kontaktpersonen des Opfers Speichelproben entnehmen. Die Staatsanwaltschaft hat zusätzlich für Hinweise eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt. Von privater Seite kommen sogar noch 4000 Euro dazu.
Mordopfer war in der Bielefelder Homosexuellen-Szene unterwegs
Das Mordopfer war seinerzeit regelmäßig im Bielefelder Bahnhofsumfeld unterwegs. Dort war der Mann in diversen Kneipen auf der Suche nach gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten. Am Abend des Mordes wurde er zuletzt in der damaligen Gaststätte "Sperlingsgasse" gesehen und soll sie gegen 23 Uhr allein verlassen haben.
Die Ermittler hatten damals sogar schon eine heiße Spur, die sie in die DDR führte. Dort spürten sie gemeinsam mit den Ermittlern vor Ort drei Bekannte des Opfers auf, die geplant hatten, das Opfer zu überfallen um an Geld zu kommen. Ihnen konnte aber nichts nachgewiesen werden.
Bielefelder Mordfall wieder aufgerollt: DNA-Analyse bringt neue Spur
WDR Studios NRW. 15.08.2025. 00:49 Min.. Verfügbar bis 15.08.2027. WDR Online.
Unsere Quellen:
- Polizei Bielefeld