Ein weißer und silberner Bau mit abgerundeten wellenförmigen Fassaden, links im Hintergrund der Rheinturm.

Der US-amerikanische Architekt Frank O. Gehry entwarf den Neuen Zollhof im Düsseldorfer Medienhafen.

Gehry, Foster, Böhm: Diese Star-Architekten beeindrucken in NRW

Stand:

Eine Kirche aus Sichtbeton oder ein Wohnhaus wie ein Hügel: In NRW kann man spektakuläre und mitunter preisgekrönte Architektur bestaunen. Eine Auswahl an 8 Bauten, die ihre Regionen prägen.

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Museum Marta in Herford

Mit seinen fließenden und kippenden Wänden ist das Marta im ostwestfälischen Herford eines der ungewöhnlichsten Museumsbauwerke weltweit. Für die Fassade wählte der kanadisch-US-amerikanische Architekt Frank O. Gehry dunkelrote Backsteine, die im Kontrast stehen zum hellen Edelstahldach und dem weiß verputzten Gebäudekern.

Das Museum Marta Herford des Star-Architekt Frank O. Gehry war lange umstritten

00:15 Min. Verfügbar bis 22.11.2027

Als das Museum für Kunst, Architektur und Design 2005 in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof eröffnete, stieß es jedoch nicht nur auf Euphorie, sondern auch auf viel Widerstand: Denn das Bauvorhaben war einigen Kritikern mit rund 30 Millionen Euro schlicht zu teuer.

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Bruder-Klaus-Feldkapelle in Mechernich

Wer von Wachendorf aus Richtung Rißdorf spazieren geht, dem fällt sie sofort auf: die von Landwirt Hermann-Josef Scheidtweiler und seiner Frau Trudel gestiftete Bruder-Klaus-Kapelle. Der eigentümlich geformten Betonturm von 12 Metern Höhe wurde vom Schweizer Architekten Peter Zumthor entworfen und 2007 eröffnet.

Die Bruder-Klaus-Feldkapelle befindet sich Mitten auf einem Feld in der Eifel

00:34 Min. Verfügbar bis 22.11.2027

112 Fichtenbäume aus dem Wald von Bad Münstereifel wurden im Innenraum zu einer zeltförmigen Konstruktion zusammengefügt. Nachdem der Beton ausgehärtet war, wurden die Holstämme angezündet. Von Innen ist die Kapelle immer noch rußschwarz. Durch eine Öffnung im Dach kann sowohl Licht als auch Regen einfallen.

Star-Architektur in NRW

Fotogalerie

Ein langer Glasbau, der auf einen künstlich angelegten Teich ragt.

Die auf einem ehemaligen NATO-Gelände gelegene Langen Foundation in Neuss entwarf der japanische Architekt Tadao Ando.

Ein hohes Gebäude mit Fensterfront.

Das Gerling Ring-Karree in Köln hat der britische Architekt Sir Norman Foster projektiert.

Rote Backsteinbauten mit großen Fenstern, auf dem Gehweg zum Hauptgebäude laufen zwei Frauen.

Sir Norman Foster gestaltete in den 90ern auch das ehemalige Kesselhaus der Zeche Zollverein in Essen zum Red Dot Design Museum um.

Blick über den Rhein auf den Düsseldorfer Funkturm und links auf die "Gehry-Bauten" am Medienhafen

Der kanadisch-US-amerikanische Architekt Frank O. Gehry entwarf den Neuen Zollhof im Düsseldorfer Medienhafen.

Ein rot-braunes Steingebäude mit abgerundeten Wänden und einem wellenförmigen Dach aus glänzendem Metall.

Frank O. Gehry gestaltete auch das Museum Marta Herford.

Ein massiver Dom aus hellem Stein, das Dach fast weiß.

Den Mariendom in Neviges entwarf der deutsche Architekt Gottfried Böhm.

Ein langer Steinbau mit vielen langen, schmalen Fenstern.

Das Rathaus Bensberg geht ebenfalls auf das Design von Gottfried Böhm zurück.

Die Bruder-Klaus-Feldkapelle in Mechernich

Der Schweizer Architekt Peter Zumthor entwarf die Bruder-Klaus-Feldkapelle in Mechernich.

Die auf einem ehemaligen NATO-Gelände gelegene Langen Foundation in Neuss entwarf der japanische Architekt Tadao Ando.

Das Gerling Ring-Karree in Köln hat der britische Architekt Sir Norman Foster projektiert.

Sir Norman Foster gestaltete in den 90ern auch das ehemalige Kesselhaus der Zeche Zollverein in Essen zum Red Dot Design Museum um.

Der kanadisch-US-amerikanische Architekt Frank O. Gehry entwarf den Neuen Zollhof im Düsseldorfer Medienhafen.

Frank O. Gehry gestaltete auch das Museum Marta Herford.

Den Mariendom in Neviges entwarf der deutsche Architekt Gottfried Böhm.

Das Rathaus Bensberg geht ebenfalls auf das Design von Gottfried Böhm zurück.

Der Schweizer Architekt Peter Zumthor entwarf die Bruder-Klaus-Feldkapelle in Mechernich.

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Diözesanbibliothek in Münster

Der 2005 eröffnete Neubau der Diözesanbibliothek in Münster von Architekt Max Dudler erinnert ein wenig an ein überdimensionales Bücherregal: Ein 70 Meter langer kastenförmiger Baukörper aus Sandstein mit mehreren Öffnungen, die aussehen wie Lücken in einer Bücherwand.

Frau mit schwarzem Tunrbeutel läuft an Diözesanbibliothek in Münster vorbei, die aus beigem Sandstein und rechteckigen, senkrechten Öffnungen besteht

Von außen wie ein Bücherregal, innen 700.000 Bücher: die Diözesanbibliothek in Münster

Im Inneren der Bibliothek, die nordwestlich der Altstadt liegt, haben 700.000 Bücher Platz. Die Bibliothek erhielt den Architekturpreis Nordrhein-Westfalen 2007, eine Besondere Anerkennung beim deutschen Natursteinpreis 2007 sowie die "Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2010".

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Rathaus Bensberg in Bergisch Gladbach

Der Neubau des Rathaus Bensberg in Bergisch Gladbach entstand Ende der 1960er Jahre nach dem Entwurf des Architekten Gottfried Böhm. Mauerreste der alten mittelalterlichen Burgruine, die dort einst stand, wurden für den Bau des Gebäudes genutzt. Ebenso wurden erhaltene Burgtürme in den Neubau integriert.

Das Rathaus Bensberg von oben: Ein architektonisches Meisterwerk von Gottfried Böhm

00:17 Min. Verfügbar bis 22.11.2027

Der Neubau, der 1971 fertiggestellt wurde, besteht aus Sichtbeton und wird durch den skulptural ausgeformten Treppenturm im Rathaushof dominiert. Seit 1982 steht das Rathaus unter Denkmalschutz.

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Wohnhügel in Marl

Die Wohnhügel in Marl der Stuttgarter Architekten Peter Faller, Fritz Frey und Hermann Schröder galten bei Baubeginn 1966 als einzigartiges Wohnexperiment in Europa. Allein an einem Wochenende besichtigten 20.000 Menschen die Musterwohnungen südlich der Innenstadt.

Blick von Außen auf einen Wohnhügel von Marl, ein Haus, das wie ein Dreieck nach oben gebaut ist, man sieht begrünte Terrassen und Balkone

In den 1960er Jahren galten die Wohnhügel als innovatives Wohnbau-Experiment

Gleichsam wie ein Berg sind vier geschlossene Wohneinheiten übereinander gestapelt, sodass sie bald auch "Hügelhäuser" genannt wurden. Jede der 46 Wohnungen hat eine eigene Terrasse oder Garten - beinahe wie bei einem Reihenhaus. Bis 1982 wurden drei weitere Wohnhügel errichtet. Die Hügelhäuser fanden zahlreiche Nachahmungen im In- und Ausland.

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Mariendom Neviges in Velbert

Mitten in Velberter Stadtteil Neviges ragt der Mariendom in die Höhe - ein Paradebeispiel für die Architektur der 1960er-Jahre. Die ungewöhnlichen Formen des Baus - ineinander verschachtelten Kuben, wie ein zerklüfteter Fels, asymmetrisch und expressiv - sind charakteristisch für den Baustil des Brutalismus. Die Kirche ist vollständig aus Sichtbeton gebaut.

Der Mariendom Neviges in Velbert aus der Luft

00:12 Min. Verfügbar bis 22.11.2027

1968 wurde in der von Gottfried Böhm entworfenen Kirche die erste Messe gefeiert. Seit 1995 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Es gilt als eine der bedeutendsten Kirchenbauten des 20. Jahrhunderts.

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Sauerland Museum in Arnsberg

Der 2019 fertiggestellte Erweiterungsbau des Sauerland-Museums in Arnsberg stellt eine moderne Ergänzung zum mittelalterlichen Bestandsbau des Museums dar. Eine Brücke mit Sichtfenstern verbindet Alt- und den Neubau miteinander. Zugleich bieten die Fenster einen Blick über die Stadt Arnsberg und die Ruhr.

Neubau Sauerland-Museum in Arnsberg aus Sandstein, dahinter sieht man den mittelalterlichen Altbau, der über eine Brücke mit dem Neubau verbunden ist, vor dem Neubau wehen Fahnen, die die aktuelle Ausstellung bewerben

Für den Bau hat das Stuttgarter Architekten-Büro Bez+Kock bereits zahlreiche Preise erhalten, darunter den Architekturpreis des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) NRW 2021 sowie den BDA Architekturpreis Südwestfalen 2020.

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Neuer Zollhof in Düsseldorf

Der Neue Zollhof des Architekten Frank O. Gehry steht für den Strukturwandel des Düsseldorfer Medienhafens südwestlich der Innenstadt. Die 1999 eröffneten Gebäude werden auch "Gehry-Bauten" genannt. Die drei skulpturalen, organisch geformten Bauten unterwerfen sich keiner Geometrie und unterscheiden sich in Materialität, Höhe und Formensprache.

Drei verschiedene Gebäudekomplexe, eins weiß, eins glänzend silber und eins backsteinrot, stehen nebeneinander am Wasser, im Wasser spiegeln sich ihre Silouetten

Die "Gehry-Bauten" stehen architektonisch für den Strukturwandel des Düsseldorfer Medienhafens

So ist das zum Hafen hin gelegene komplett verklinkerte "Haus A" kantig verformt, während das mittige "Haus B" eine wellige, die Umgebung spiegelnde Edelstahlfassade besitzt. Beim weiß verputzten "Haus C" bestimmen wiederum die verschachtelten großformatigen Rundungen die Gestalt.

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