Nach Pferderettung: Woher kam das Schlammloch im Wald?
Aktuelle Stunde . 18.11.2025. 08:13 Min.. UT. Verfügbar bis 18.11.2027. WDR. Von Claudia Becker.
Gabi Schick wollte wie so oft mit ihrer Stute Fee einen Ausritt im Aachener Wald machen. Den Weg nahe ihrer Reitschule kennt sie seit Jahren. Doch an diesem sonnigen Novembertag war alles anders.
Reiterin Gabi Schick mit ihrer Stute Fee
Nach wenigen hundert Metern im gemütlichen Schritt bemerkte die 37-jährige Pferdebesitzerin plötzlich, dass ihr Pferd nach hinten wegrutscht. Sie konnte noch vom Sattel springen, Sekunden später war die Stute in einem Erdloch verschwunden. Nur ihr Kopf schaute noch heraus.
"Ein Reiter geht immer Risiken ein. Ich will niemandem Schuld geben" Gabi Schick, Pferdebesitzerin
Der 37-Jährigen ist eines ganz wichtig: "Ein Reiter geht immer Risiken ein. Ich will niemandem Schuld geben", sagt Gabi Schick. Und sie ist froh, dass sie sprichwörtlich Glück im Unglück hatte und ihr Pferd während der gesamten Rettungsaktion "cool" geblieben ist.
Stute Fee im Erdloch
Großtierretter mit Spezialausrüstung
Die Reiterin war unverletzt und rief sofort beim Forstamt an, außerdem beim Tierarzt und der Aachener Feuerwehr. Die informierte zusätzlich den Großtierretter Lutz Hauch aus Aldenhoven. Er ist seit zehn Jahren der einzige Großtierretter in Deutschland.
Wenn er sich mit seiner Spezialausrüstung auf den Weg macht, weiß er nie, was ihn vor Ort erwartet. In diesem Fall im Aachener Wald war die Lage zwar verzwickt, aber sowohl die Pferdebesitzerin als auch die Stute waren ruhig und besonnen, sagt Hauch.
Rettungsaktion, mit der Fee aus dem Erdloch befreit wurde
Mit einem Bagger wurde der Waldboden rund um das Erdloch beseitigt, um Platz für die Retter zu schaffen. Großtierretter Lutz Hauch legte der Stute einen besonderen Haltegurt um. So konnte das mehr als 400 Kilogramm schwere Tier aus seiner misslichen Lage befreit werden.
Reiterin und Pferd unverletzt
Der Tierarzt konnte nach der Untersuchung des Pferdes zum Glück Entwarnung geben: Fee hatte ihren unfreiwilligen Ausflug in den Untergrund ohne Schaden überstanden. Wie der Hohlraum unter dem Waldweg entstanden ist, kann noch niemand sagen.
Unsere Quellen:
- Autorin vor Ort
- Gabi Schick, Pferdebesitzerin
- Lutz Hauch, Großtierretter aus Aldenhoven