Betrugsmasche bei Whatsapp: Mutterkonzern Meta löscht Millionen Konten
Stand:
Der beliebte Messenger WhatsApp hat wegen einer Betrugsmasche weltweit fast sieben Millionen Konten gelöscht. Dahinter steckten oft kriminelle Netzwerke. WhatsApp soll deswegen neue Funktionen bekommen, mit denen man Betrüger besser erkennen kann.
Die Muttergesellschaft Meta, zu der auch Facebook und Instagram gehören, teilte mit, die WhatsApp-Konten hätten in Verbindung mit "kriminellen Betrugszentren" gestanden, die Menschen in der ganzen Welt in den Blick genommen hätten. Dahinter steckten oft Netzwerke, die auch mithilfe von Zwangsarbeitern durch das organisierte Verbrechen betrieben würden.
Meta brachte diese Betrügereien auch mit einer kriminellen Gruppe in Kambodscha in Verbindung. Dagegen sei man gemeinsam mit dem ChatGPT-Anbieter OpenAI vorgegangen. Denn zum Teil seien mit ChatGPTs Künstlicher Intelligenz erstellte Nachrichten eingesetzt worden. Die Betrüger nutzen den Angaben zufolge auch Apps wie TikTok und Telegram.
Betrugsmasche: Whatsapp-User werden zum Teil in Investitionen gedrängt
Meta warnte, dass Menschen oft auf vielen Plattformen gleichzeitig angesprochen würden. So könne eine Betrugsmasche per Kurznachricht oder auf einer Dating-App beginnen und dann zu sozialen Medien und Zahlungsplattformen übergehen.
Meta mit neuen Datenschutzrichtlinien für KI-Training
02:45 Min.. Verfügbar bis 05.06.2027.
Als Beispiele für Betrugsversuche erklärte der Konzern, dass User etwa zu Investitionen in Kryptowährungen verleitet worden seien. Die Betrüger versuchten demnach, Vertrauen in ihr System aufzubauen und mit möglichen Gewinnen zu locken. Dabei gebe es immer ein Warnsignal: Man müsse im Voraus bezahlen, um versprochene Renditen oder Gewinne zu erhalten.
Neue WhatsApp-Funktionen gegen Betrug
Meta kündigte an, neue Funktionen auf WhatsApp einzuführen um Menschen dabei zu helfen, Betrügereien zu erkennen. So soll zum Beispiel angezeigt werden, wenn eine Person, die nicht in den Kontakten eines Nutzers enthalten ist, diesen zu einer Gruppe hinzufügt.
Außerdem prüft Meta Warnhinweise innerhalb von WhatsApp bei Chats mit Personen, die nicht in den eigenen Kontakten gespeichert sind. Und der Konzern rät: Wenn dieser Account behauptet, ein Freund oder Familienmitglied zu sein, sollte man sich vergewissern, ob das auch stimmt – idealerweise über ein anderes Kommunikationsmittel als WhatsApp.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung des Meta-Konzerns
- Nachrichtenagentur AP