Vorsicht! Draußen kann es glatt sein | Video

00:18 Min. Verfügbar bis 24.01.2028

Glatteis in NRW sorgt für Blechschäden

Stand:

Auch am Samstag war es in NRW wieder gefährlich glatt. Für weite Teile von OWL galt bis zum frühen Abend eine Unwetterwarnung. Es gab aber kaum größere Probleme.

Die Unwetterwarnung vom Deutschen Wetterdienst galt für den Großteil von OWL bis 18 Uhr. Betroffen waren der Kreis Gütersloh, Kreis Herford, Kreis Lippe, Kreis Minden-Lübbecke und die Stadt Bielefeld.

Einige kleinere Unfälle

In anderen Teilen von NRW war es vor allem am Morgen glatt. Im Kreis Soest kam es zu mehreren Unfällen. Autos sind vor Mauern und in den Graben gefahren oder touchierten Leitplanken. Es blieb aber bei Blechschäden.

Im Münsterland und im Kreis Gütersloh wurden zwei Menschen bei Unfällen leicht verletzt. Andernorts gab es auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen aber offenbar kaum größere Probleme. Die Leitstellen der Autobahn-Polizei meldeten auf WDR-Anfragen am Morgen praktisch keine besonderen Vorkommnisse.

Eisglatte Straßen am Freitag: Drei Tote bei Unfälle auf der A44

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag gab es dutzende Glätte-Unfälle. Besonders schlimm war es auf der A44. Auf eisglatter Fahrbahn gab es Freitagnacht zwischen Marsberg und Lichtenau im Kreis Paderborn laut Autobahnpolizei eine Serie von schweren Unfällen.

Bei einem der Unfälle stießen zwei Lkw zusammen, einer davon geriet in Vollbrand. Ein Lkw-Fahrer starb, der Fahrer des anderen Lkw kam ins Krankenhaus. Auf der Strecke in Richtung Kassel gab es einen weiteren Unfall mit zwei Toten. Darüber hinaus gab es weitere elf Verletzte.

Zahlreiche Menschen standen knapp zwölf Stunden in der Vollsperrung des Streckenabschnitts zwischen Wünnenberg-Haaren und Diemelstadt. Helfer betreuten die Menschen verteilten Getränke und Snacks. "Die kommen regelmäßig vorbei", erzählte ein Lkw-Fahrer. "Die fragen, wie es uns geht, haben dann mal ein Würstchen dabei, eben gab's Nudeln - das hilft schon sehr." Die A44 in Richtung Kassel war bis in den späten Nachmittag voll gesperrt. 

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Plötzliche Glätte überraschte die Fahrer

Der Lkw-Fahrer Burkhardt Sommerfeldt war in der Nacht auf der A44 unterwegs. Bei WDR 4 schilderte er die Situation vor Ort: "Es fing an zu regnen, zwei, drei Minuten später war alles glatt. Dann sind die Lkws und Autos getanzt wie auf einer Eisfläche. Da kann man nicht bremsen. Dann schiebt der Sattelaufleger die Zugmaschine quer, und dann ist das Ganze nicht mehr prickelnd. Ich musste dann anhalten und dann kam ich selber nicht mehr weg. Der Lkw rutschte zwei, drei Meter nach hinten. Ich habe schon gedacht, ich treffe den, der hinter mir war, aber ich habe Glück gehabt."

Spiegelglatte Straßen auch in weiteren Teilen von NRW

Im Münsterland gab es aufgrund der Glätte bis zu 70 Unfälle. Allein im Kreis Steinfurt hat es über 60 Unfälle gegeben. Dabei wurden vier Menschen leicht verletzt - ansonsten blieb es bei Blechschäden. 

Ein Streufahrzeug rutschte zudem in Rheine entlang der Bahnstrecke in die Böschung und drohte, auf die Gleise zu rutschen. Die Bahnstrecke zwischen Rheine und Salzbergen wurde zeitweise gesperrt, bis der Streuwagen geborgen werden konnte.

Unsere Quellen:

  • Polizei Paderborn
  • Polizei Steinfurt
  • Eindrücke von WDR-Reportern vor Ort
  • WDR-Wetterredaktion
  • WDR-Verkehrsstudio
  • DWD
  • dpa
  • Meldung von WDR-Radio-Hörern

Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 23.01.2026, 18:45 Uhr
Sendung: WDR.de Vorsicht! Draußen kann es glatt sein, 24.01.2026, 11:00 Uhr

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