Gemütlicher Treffpunkt: Das Comeback der Bibliotheken
Aktuelle Stunde . 24.10.2025. 20:43 Min.. UT. Verfügbar bis 24.10.2027. WDR.
Von Buch bis Bohrmaschine: Wie Bibliotheken bei der Bildung helfen
Stand:
Ausstellungen, Lesepartys oder Filmvorführungen: In Deutschlands Büchereien geht viel mehr über die Bühne als lediglich Lesestoff ausleihen. Sie sind zu Helfer bei der Medienerziehung und zu Jugendtreffs geworden. Darauf macht heute auch der jährlich stattfindende Tag der Bibliotheken aufmerksam.
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Zu den Kommentaren [5]Eintauchen in die Welt der Bücher – das gelingt zum Beispiel in öffentlichen Bibliotheken. Doch längst sind Büchereien mehr als nur Räume, in denen man sich Lesestoff in gedruckter Form ausleiht. Sie stellen digitale Medien wie etwa E-Books, E-Audios, Streaming-Dienste und Filme ebenso bereit wie Spielkonsolen, Computer und 3D-Drucker. Und nicht nur das.
"Die öffentlichen Bibliotheken sind mit ihren vielfältigen Angeboten Orte der Begegnung und des Austauschs“, sagt der Medienpädagoge und Bildungsforscher Prof. Friedrich Schönweiss gegenüber dem WDR. Schönweiss ist emeritierter Professor für "Neue Technologien im Bildungs- und Sozialwesen/Medienpädagogik“ an der Universität Münster.
Viele Aktionen in NRW zum "Tag der Bibliotheken"
Auch heute, am Tag der Bibliotheken, bieten viele in NRW besondere Aktionen an. In Velbert zum Beispiel lädt die dortige Bücherei Jugendliche ab zwölf Jahre dazu ein, Konsolenspiele zu testen und Spiele entweder mit einer schriftlichen Rezension oder durch eine kreative Ausgestaltung zu bewerten. In der Stadtbibliothek Siegburg, die sich "Bibliothek des Jahres 2025" in der Kategorie "kleine Kommunen und Regionen" nennen darf, können Interessierte am Freitag einen Blick hinter die Kulissen werfen.
Jede fünfte der bundesweit rund 9.100 Bibliotheken sind in NRW
Und NRW ist das Land der Bibliotheken. Zumindest statistisch gesehen: Über 1.700 Bibliotheken waren im Jahr 2023 laut einer freiwilligen Erhebung der Deutschen Bibliotheksstatistik in NRW angesiedelt. Somit befand sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes fast jede fünfte der bundesweit rund 9.100 Bibliotheken in NRW. Über 22,3 Millionen Mal haben die Einwohnerinnen und Einwohner Nordrhein-Westfalens im Jahr 2023 eine öffentliche Bibliothek aufgesucht; das waren rein rechnerisch im Jahr 1,2 Besuche pro Einwohner/-in.
Öffentliche Bibliotheken als der dritte Ort
Heike Pflugner
"Für viele ist die öffentliche Bibliothek heutzutage der dritte Ort - zwischen Arbeitsplatz oder Schule und dem Wohnzimmer zu Hause", sagt Heike Pflugner, Vorsitzende im Verband der Bibliotheken des Landes NRW gegenüber dem WDR. Es gibt beispielsweise Ausstellungen, Lesepartys, Autorengespräche oder Filmvorführungen. Viele öffentliche Bibliotheken bieten auch Kurse und Workshops zu unterschiedlichen Themen, beispielsweise "Wie erkenne ich Fake-News" oder "Wie wehre ich mich gegen Cybermobbing" - aber auch zu Themen wie Programmieren. Nicht zuletzt für Kinder und Jugendliche, aber auch für Senioren sind öffentliche Bibliotheken ideal, um mit Gleichgesinnten zusammenzukommen. "Für Kinder gibt es etwa Vorlesestunden und Bilderbuchkinos", sagt Pflugner. Ihr zufolge sind öffentliche Bibliotheken wichtige Orte für die frühe Sprach- und Leseförderung.
Bildungsforscher: Bibliotheken als Zentren für Sprache und Kultur
Friedrich Schönweiss
Bildungsforscher Schönweiss ermuntert die Bibliotheken dazu, sich verstärkt als Zentren für Sprache, Kultur, schriftlich fixiertes Wissen und den gemeinsamen Austausch darüber ins Spiel zu bringen: "Damit dieses für unsere Gesellschaft so wichtige Engagement der Bibliotheken nicht ins Leere läuft, muss man jedoch die Verfasstheit von Kindern und Jugendlichen berücksichtigen", so Schönweiss. Immer mehr Kindern fehlten die Voraussetzungen, um dieses wertvolle Angebot der Bibliotheken überhaupt nutzen zu können. Auch weil in vielen Familien Bücher eine untergeordnete Rolle spielten. "Kinder und Jugendliche systematisch an Sprache und Schrift heranzuführen zu können, ist ein neues, spannendes Tätigkeitsfeld für Bibliotheken", so Schönweiss.
Haben Bibliotheken bald auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet?
Mancherorts sind öffentliche Bibliotheken auch eine Art Jugendtreff. "Viele Jugendliche verabreden sich zum gemeinsamen Lernen in der Bibliothek", sagt Pflugner. In einigen Bibliotheken gibt es auch Räume, in denen sich Jugendliche treffen, entspannen und spielen können. Für Senioren werden häufig spezielle Medien wie Großdruckbücher und Hörbücher oder Medienkisten für Demenzkranke angeboten. "Insgesamt hat die Medien-Ausleihe in öffentlichen Bibliotheken aber nur noch einen Anteil von 60 Prozent", sagt Pflugner. Dort ist es übrigens auch oft möglich, Dinge wie einen Aktenvernichter oder eine Bohrmaschine auszuleihen - sofern man einen gültigen Bibliotheksausweis hat.
Bislang sind Bibliotheken nur wochentags geöffnet. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will sich dafür einsetzen, dass öffentliche Bibliotheken künftig auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet haben. Dies sei ein "wichtiger Schritt, um möglichst vielen Menschen einen erweiterten Zugang zu Bildung und Information zu ermöglichen, unabhängig von Arbeitszeiten und Lebensrealitäten“, so Weimer zum Tag der Bibliotheken. Dieser Tag ist jährlich am 24. Oktober und macht seit 1995 auf die Bedeutung von Bibliotheken als Orte der Bildung, Information und Begegnung aufmerksam.
Unsere Quellen:
- Statistisches Landesamt NRW zu Tag der Bibliotheken
- Münsteraner Medienpädagoge und Bildungsforscher Prof. Friedrich Schönweiss gegenüber dem WDR
- Heike Pflugner, Vorsitzende Öffentliche Bibliotheken im Verband der Bibliotheken des Landes NRW gegenüber dem WDR
- Nachrichtenagentur epd
Über dieses Thema berichten wir im WDR am 23. Oktober 2025 auch im Fernsehen: Aktuelle Stunde, 18.45 Uhr.
5 Kommentare
Kommentar 5: Franziska 1 schreibt am 25.10.2025, 19:23 Uhr :
Weder auf Bildung noch Interesse an Bibliotheken zeigt hier das Forum bei diesen Thema. Die Zeit sich mit einen Buch gemütlich auf die Couch zu setzen, scheinen immer weniger Menschen in Anspruch zu nehmen. Da bekommt das Ohr mehr Kontakt für Hörbücher u. a., als wenn jeder eine Lese - Schwäche hätte? Eine fremde Vorlese -Stimme würde mich irritieren beim zuhören, darum bleib ich lieber bei Bücher die meine eigene Fantasie stimulieren -ohne Stromverbrauch für die Akkus. Besonders alte Bücher von der Bibliothek fördert das Wissen und bekleidet einem mit Bildung.
Kommentar 4: Edwina schreibt am 25.10.2025, 13:47 Uhr :
Ich versuche mal einen sinnvollen Kommentar zu schreiben und nicht so einen Quatsch. Bibliotheken haben absolut ihre Daseinsberechtigung. Sie dienen der Bildung und der Begegnung von Gleichgesinnten. Man kann in Ruhe sich einer Lektüre widmen ohne Störungen von außen. Dort finden auch oft Veranstaltungen statt. Auch Schüler und Studenten können dort in Ruhe lernen. Senioren können auch dort andere Menschen kennenlernen oder ihnen begegnen und fühlen sich nicht mehr so allein.
Kommentar 3: Ich schreibt am 24.10.2025, 23:55 Uhr :
Manches Mitglied der von Ihnen so zahlreich benannten Gruppen ist immerhin schon einmal der Interpunktion mächtig. Lesen hat dabei enorm geholfen😉
Kommentar 2: Franziska 1 schreibt am 24.10.2025, 23:12 Uhr :
Bro..das ist Grazy! Wie sich öffentliche Bibliotheken entwickeln, die nicht nur Bücher ausleihen sondern auch Bohrmaschinen und Aktenvernichter, wie ein Handwerkerladen. Da steckt System dahinter was man erahnen, aber nicht jeden erfreuen wird. Als ich oft noch saß in einer Bibliothek, da war Ruhe zum konzentrieren angesagt und zur stillen Begegnung gedacht. Diese Ruhe in Bibliotheken, scheint nun endgültig vorbei zu sein. Wenn so ein großes Angebot im Haus gemacht wird, sparen sich die Kommunen die Jugendhäuser zum Treffen. Die Tradition von Bibliotheken aus der Vergangenheit wird "satirisch gesehen" von Aktenvernichter stückchenweise archiviert.
Kommentar 1: Anonym schreibt am 24.10.2025, 13:32 Uhr :
Wenn die Erodierung der Volksbildung durch Grüne ,Genossen, Linke Merkelianer, importiert , mittels work life balance bislang so rasant weiter geht, wie bislang , wie in den letzten 10 Jahren ,braucht man bald keine Bibliotheken mehr ; die grüne TV-laber talk-show würde das wie folgend formulieren : Der Herr hat gegeben und der Herr hats auch genommen; ich freu mich drauf. D wird sich verändern ! Amen ! Sicherlich so oder so ähnlich in den nächsten 1000 Talk -Shows
Antwort von Anonym , geschrieben am 24.10.2025, 15:50 Uhr :
Oben gemeint ist TV-Talk-Show-Queen KGE ! Hoffentlich sagt sie bald mal wieder was, um zu wissen, wo es mit uns hingehen soll !
Antwort von Klaus , geschrieben am 24.10.2025, 17:27 Uhr :
Was ist los mit euch? gibt es hier auch einen Kommentar zum Thema oder immer nur irgendein stumpfer Mist über grüne? Was hat das bitte mit Grünen zu tun? Woher dieser Hass? Welche grüne Laber-Talk-Show? Unreflektierter Mist, hauptsache anonym. Super.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 24.10.2025, 22:35 Uhr :
Wow, wie, Sie alles politisch verallgemeinern in Kommentaren im Forum. Ich habe dabei fast vergessen, dass ich für meine Bildung die Unterstützung von einer Bibliothek holte und nicht von Talkshows.
Antwort von Anonym , geschrieben am 25.10.2025, 08:49 Uhr :
Das ist hier Alles nur rechtmäßige Notwehr gem. § 32 StGB ./. doppeltgewummste Volkstotalverdoofung , work life balance ohne work durch das rotrotgrüne Imperium ,zu Lasten der hart wie ein Pferd ackernden Bundesschäfchen,ihrer Dressur zu Kulis für die ganze Welt, seit vielen Jahren,bevor sie von TV-Talk-Show-Laberqueen KGE in zig Tausenden TV-Labershows ins Koma gelabert und von TV-Talkshow-king Karl Lauterbachs Der Joint ist Dein Freund total bekifft ,von Klingbeils Auspressung, wie eine Zitrone , ausgemergelt, ausgepowert tot in die Grube fallen und dann von der abgespeisten Almosenrente,von sonntags geöffneten Bibliotheken dann auch nichts mehr haben.
Antwort von Brigitta S, , geschrieben am 25.10.2025, 12:53 Uhr :
@Anonym, Sorry, es ist so! Sie verlieren sich in ein Labyrinth, was nicht der Sache hier dient. Kann man sich Mal darauf freuen, dass Kommentare nicht mehr so durcheinander gewürfelt werden?
Antwort von Anonym , geschrieben am 26.10.2025, 03:02 Uhr :
In D verstehen dank den grünen Hipstern ,Merkelianern ,Sozis,Linke ca. 50 % nur noch Bahnhof,Bürgergeld ,Haste mal nen Euro ? Es ist sensationell, wie sie das ganze Land im Rekordtemo verdooft haben. Da braucht man keine Bibliotheken mehr . Da braucht man bestenfalls Bahnhof !