Im Video: So wird im Weltraum gegrillt | Kurzvideo

00:28 Min. Verfügbar bis 06.11.2027

Im Video: So wird im Weltraum gegrillt

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Auf der chinesischen Raumstation Tiangong sitzen drei Astronauten fest. Ihr Rückflug wurde wegen Weltraumschrott verschoben. Sie nutzen die Zeit und testen den neuen Heißluft-Grill.

Für diese Woche ist auf der chinesischen Weltraumstation Tiangong ein Schichtwechsel geplant. Drei neue Astronauten sind schon am Samstag angekommen, unter ihnen der jüngste Chinese, der je im Weltraum war. Im Gepäck hatten sie neben vier Mäusen für biologische Experimente auch sechs Chickenwings und drei Rindersteaks.

Aus den Experimenten wird erstmal nichts. Die Mäuse sind für einige Tage in einen speziell belüfteten Käfig eingezogen. Sie sollten eigentlich zusammen mit der alten Crew zurück zur Erde fliegen, um zu schauen, wie die Körper der Tiere auf Schwerelosigkeit reagieren. Doch wegen einer möglichen Kollision mit Weltraumschrott ist der Rückflug auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Grillabend im Weltraum

Die chinesischen Astronauten - auch Taikonauten genannt - haben das Beste aus der Situation gemacht. Die sechs Weltraumfahrer haben einen neuen Heißluft-Grillofen eingeweiht, um frisch zu grillen. Normalerweise gibt es im Weltraum nämlich nur vorportionierte und auf der Erde vorgekochte Mahlzeiten. Jeder Taikonaut hat einen Chickenwing und ein halbes Stück Rindersteak bekommen. Aufgrund der Schwerelosigkeit wurde der Verzehr dabei stellenweise artistisch.

"Es ist wirklich lecker!", meint Taikonaut Chen Dong. Vorher hatte er noch gescherzt, dass der Kameramann den größten Hähnchenflügel bekommen solle. Auch die anderen Crew-Mitglieder sind sichtlich begeistert. Sie bewundern die Farbe der Fleischstücke und einen netten Nebeneffekt scheint es auch zu geben: "Der Duft zieht schon durch die ganze Station."

Weltraumschrott ein größeres Problem

Die drei Taikonauten, die diese Woche eigentlich zur Erde zurückkehren sollten, sind schon rund ein halbes Jahr im Weltraum. Sie haben auf ihrer Mission die Tiangong-Station besser gegen Weltraumschrott geschützt. Der ist nämlich schon länger ein Problem im All.

Alte Satelliten oder Bruchstücke davon können winzig klein sein oder auch mehrere Meter groß. Der Weltraummüll kreist um die Erde und ist so auch eine Gefahr für noch intakte Satelliten und Raumstationen. Die Europäische Weltraumorganisation Esa schätzt, dass insgesamt mehr als eine Million Stücke Müll, die größer als ein Zentimeter sind, um die Erde rasen.

Unsere Quellen:

  • EBU News
  • Deutsche Presseagentur
  • Presseagenturen AFP und Reuters

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