Hitze, Roaming, Karten-Chaos? So bleibt dein Smartphone im Urlaub cool!
01:02 Min.. Verfügbar bis 09.07.2027. Von Jörg Schieb, Jörg Schieb.
Hitze, Roaming, Karten-Chaos? So wird das Smartphone urlaubsfit
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Für die meisten ist das Smartphone auch in den Ferien ständiger Begleiter. WDR-Digitalexperte Jörg Schieb gibt Tipps, wie das Handy im Urlaub vor Hitze geschützt und optimal genutzt werden kann.
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Zu den Kommentaren [4]Endlich Ferien! Während Familien in ganz NRW die Koffer packen und die Vorfreude steigt, sollte auch das Smartphone urlaubsfit gemacht werden. Denn gerade im Urlaub kann das treue Handy schnell zum Problemfall werden: Die kostspieligen Hightech-Geräte sind empfindlicher, als viele annehmen.
Vorbereitung ist da wichtig. Das Smartphone ist für viele unverzichtbarer Reisebegleiter – als Kamera für Urlaubsfotos, Navigator in fremden Städten, Übersetzer bei Sprachbarrieren und natürlich auch als wichtigstes Kommunikationsmittel.
Hitze-Alarm: Wenn das Smartphone überhitzt
Die größte Gefahr für Smartphones (und auch Tablets) im Sommerurlaub ist die Hitze. Das Smartphone ist wie wir: Es mag Wärme, aber keine extreme Hitze. Bereits ab 35 Grad kann es kritisch werden für das teure Hightech-Gerät.
Wenn ein Handy überhitzt, gibt es einen Warnhinweis
Nicht nur der Akku kann Schaden nehmen, unter ungünstigen Umständen ist selbst eine Beschädigung des Displays möglich. Deshalb sollte man direkte Sonneneinstrahlung auf jeden Fall vermeiden.
Besonders am Strand oder Pool legen verantwortungsbewusste Handybesitzer das Gerät bevorzugt, zumindest aber regelmäßig in den Schatten. Ein überhitztes Gerät kann nicht nur Schäden davontragen, sondern schaltet sich auch automatisch ab – ausgerechnet dann, wenn man es vielleicht am dringendsten braucht.
Die wichtigsten Hitze-Tipps:
- Handy niemals in der prallen Sonne liegen lassen
- Wenn möglich: Immer im Schatten aufbewahren
- Bei extremer Hitze die Schutzhülle abnehmen – sie staut zusätzlich Wärme und verstärkt das Problem
- Niemals im Auto lassen, wenn es in der Sonne parkt – dort können schnell 60 Grad und mehr entstehen
- Wenn das Gerät eine Hitzewarnung gibt, sollte man die unbedingt ernst nehmen und für Abkühlung sorgen.
Navigation ohne Netz: Offline-Karten als Lebensretter
Google Maps erlaubt das Herunterladen von Kartenmaterial für Offline-Nutzung
Smartphones helfen auch bei der Orientierung, sowohl im Auto, als auch in der fremden Stadt. Wer sich gerne auf Navi-Apps verlässt, sollte vorsorgen. Google Maps und andere Anbieter ermöglichen es, Karten offline zu speichern – dann kann die App auf die Karten und viele weitere Informationen zugreifen, ohne dass eine Onlineverbindung nötig ist. Das sollte allerdings vor Urlaubsantritt vorbereitet werden: Einfach das Urlaubsgebiet vorher im heimischen WLAN herunterladen. Diese Offline-Karten sind echte Lebensretter: Sie funktionieren ohne Mobilverbindung und sparen gleichzeitig Datenvolumen und Akku.
Doch nicht nur Navi-Apps, auch andere Apps sollten vor der Reise auf eine mögliche Offline-Funktionen überprüft werden. Reiseführer-Apps, Währungsrechner oder Übersetzer bieten oft die Möglichkeit, Inhalte herunterzuladen – dasselbe gilt für eBooks und Hörbücher. Wer sie schon zu Hause lädt, spart unterwegs Datenvolumen.
Roaming-Schock vermeiden: Kostenfallen elegant umschiffen
Vorsicht vor Roamingkosten im Nicht-EU-Ausland
Apropos Datenvolumen: Auch wenn in der EU die extrem hohen Roaming-Gebühren abgeschafft sind – oft setzen die Mobilfunkanbieter im Ausland engere Grenzen beim Download-Volumen. Außerhalb Europas wird's zudem schnell kostspielig. Bereits ein Wochenendtrip in die Schweiz kann zur Kostenfalle werden. Oft reicht es dabei schon, sich im Grenzgebiet aufzuhalten.
Geld sparen beim Roaming:
- Datenroaming sicherheitshalber komplett abschalten und nur WLAN nutzen
- Lokale SIM-Karte besorgen oder eSIM aktivieren
- Hochwertige Handys unterstützen eSIM – diese kann bequem online aktiviert werden
- Mailbox vor der Reise deaktivieren – für die Weiterleitung ins Ausland nehmen manche Anbieter extra Geld
Die eSIM-Technologie macht es besonders einfach: Statt vor Ort eine physische SIM-Karte zu kaufen, kann der Tarif bereits von zu Hause aus online gebucht und aktiviert werden. Selbst unterwegs ist das noch möglich. Vor allem höherwertige Smartphones bieten diese Möglichkeit, neben der eigenen fest installierten SIM eine weitere eSIM zu nutzen. Ideal für den Urlaub.
Diebstahlschutz: Sicherheit geht vor
Wichtig als Diebstahlschutz: PIN-Sperre und biometrische Sperre einrichten
Auch das ist leider Realität: In einigen Gebieten ist das Smartphone besonders diebstahlgefährdet, sowohl in Großstädten wie London, als auch am Strand. Deshalb sollte der Schutz vor der Reise überprüft und ggf. aufgerüstet werden:
- Den Sperrcode aktivieren und biometrische Entsperrung nutzen (damit das Gerät bei Diebstahl nicht genutzt werden kann)
- Gerätefinder (Find My iPhone/Find My Device) aktivieren
- Wichtige Daten sichern und Backup erstellen
- Telefonnummern ausdrucken oder separat notieren
Die wichtigsten Telefonnummern ausdrucken oder irgendwo notieren – klingt altmodisch, kann aber im Notfall entscheidend sein. Besonders die Notrufnummer der Sperrhotline für Karten und die Botschaftsrufnummer sollten griffbereit sein. Ebenso die wichtigsten Rufnummern von Familie und Freunden.
Feinde jedes Handys: Hitze, Wasser und Sand
Gerade im Urlaub wird das Smartphone intensiv genutzt. Um den Akku zu schonen:
- Helligkeit reduzieren
- Nicht benötigte Apps schließen
- Flugmodus in Gebieten mit schlechtem Empfang aktivieren
- Powerbank einpacken
- Energiesparmodus bei Bedarf nutzen
Neben Hitze lauern am Strand weitere Risiken: Sand kann in Anschlüsse gelangen und Schäden verursachen. Wassertropfen auf dem Display können zu Fehleingaben führen. Deshalb: Smartphone in wasserdichter Hülle transportieren und regelmäßig von Sand befreien. Auch Salzwasser in der Luft kann Elektronik angreifen – abends das Gerät mit trockenem Tuch abwischen.
Vorbereitung ist alles
Mit der richtigen Vorbereitung wird das Smartphone zum perfekten Reisebegleiter – stressfrei, sicher und ready für jedes Abenteuer. Die wenigen Minuten Aufwand vor der Reise können viel Ärger und Kosten sparen. So steht einem entspannten Urlaub mit dem digitalen Begleiter nichts mehr im Wege.
Unsere Quellen:
- Herstellerangaben (Samsung, Apple, Huawei)
4 Kommentare
Kommentar 4: Andre Schäfer schreibt am 12.07.2025, 09:06 Uhr :
Navigieren kann ich mit gedruckten Karten, für Fotos habe ich eine ausgewachsene Kamera und mit dem Handy will ich im Ausland allenfalls telefonieren. Entsprechend habe ich für Wandern, Strand und Co nen altes Nokia. Das kannste ne Stunde in kochendes Wasser werfen oder ne Woche am Strand vergraben, das macht dem nix aus. Ein voller Akku hält locker zwei Wochen. Und klauen will das kein Mensch. Im Gegenteil, die meisten gucken einen eher mitleidig an, wenn man den Knochen aus der Tasche holt. Allerdings bin ich auch grundsätzlich ein Mensch, der keine Selfies von sich braucht und dem Social Media komplett am Arsch vorbeigeht.
Kommentar 3: Sabine schreibt am 11.07.2025, 11:51 Uhr :
Das gilt übrigens auch für Smartwatches... mein Mann trug sie natürlich auch am Strand u ich sag noch, lass die Uhr zu Hause... aber nein... hat damit seine teure AppleWatch geschrottet...
Kommentar 2: Franziska 1 schreibt am 10.07.2025, 23:17 Uhr :
Der Hinweis gehört vorsichtshalber noch dazu für Urlauber die ein Land gewählt haben wo es viele Affen, Schimpansen gibt im Hotel mit dichten Palmengarten. Affen klauen alles was nicht versteckt in der Tasche ist, sogar Handys. Beim fotografieren lenkt ein Affe ab, der andere kommt von hinten und reißt es aus der Hand. Nicht alle Handys werden wieder gefunden im Hotel. Außerhalb heißt es, auf Nimmerwiedersehen. Affen sind sogar so lernbar geworden, die öffnen Reißverschlüsse. Nein, es ist kein Märchen, that is the true. Füttere deshalb nie Affen im Hotel. Nice holiday!
Kommentar 1: HeinzB schreibt am 10.07.2025, 12:29 Uhr :
auf Fähren (z.B. von Genua nach Sardinien) oder bei Kreuzfahrten können indirekt über Bord-WLAN/Repeater teure Satellitengebühren fällig werden.