Am 14. Januar war der Jugendliche schwer verletzt auf einer Straße in Castrop-Rauxel gefunden worden. Doch für den 17-Jährigen kam jede Hilfe zu spät: er starb kurz darauf trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen. Laut Obduktionsergebnis kam er durch einen Stich mit einem "spitzen Gegenstand" in den Halsbereich ums Leben.
17-Jährige aus Castrop-Rauxel unter Mordverdacht
Beschuldigt wurde schon früh eine 17-Jährige: Angela R.. Erst gab sie an, das Opfer nicht zu kennen. Später dann gab sie zu, dass sie den anderen Jugendlichen kennen würde und sich freiwillig mit ihm getroffen hätte.
In Polizeigewahrsam erzählte sie den Ermittlern, dass sie sich an dem Tattag gegen eine Vergewaltigung gewehrt und das Opfer in Notwehr erstochen habe. Daraufhin wurde sie aus dem Polizeigewahrsam wieder entlassen.
Mittlerweile haben die Ermittlungen aber zu einem anderen Ergebnis geführt. Die Schülerin soll den Jugendlichen durch einen Stich in den Hals heimtückisch ermordet haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft nun mit. Das habe die "umfangreiche Auswertung" des Handys des Mädchens ergeben. Die Tat sei geplant gewesen.
Ein Messer sei inzwischen als mögliche Tatwaffe in Tatortnähe auf einem Spielplatz entdeckt worden, sagte Staatsanwalt Henner Kruse. Es werde noch auf Spuren untersucht.
Öffentliche Fahndung nach der Schülerin
Bereits vor gut zwei Wochen erließ das Amtsgericht Dortmund Haftbefehl gegen die Tatverdächtige. Als die Mordkommission allerdings neun Tage nach der Tat mit einem Haftbefehl an der Adresse der Jugendlichen auftauchte, war sie verschwunden. Nun wird öffentlich nach ihr gefahndet.
Unsere Quellen:
- Öffentlicher Fahndungsaufruf
- Nachrichtenagenturen dpa und AFP
- Bisherige WDR-Berichterstattung
Sendung: WDR.de, Mordverdacht in Castrop-Rauxel: Polizei sucht 17-Jährige, 05.02.2026, 16:31 Uhr