Erster Regierungstag: Merz umarmt Europa

Aktuelle Stunde 07.05.2025 43:24 Min. UT Verfügbar bis 07.05.2027 WDR Von Alexa Schulz

"Perfekter Fehlstart": Was Kanzler Merz nach der Wahl nun tun sollte

Stand:

Wie beschädigt ist Friedrich Merz nach der verpatzten Kanzlerwahl? Geht das Querschießen in der Koalition nun weiter? Und was wäre, wenn der Bundeskanzler offen gewählt würde? Fragen an zwei Politik-Experten.

Friedrich Merz (CDU) ist als Bundeskanzler nur zweite Wahl - beziehungsweise: Er hat am Dienstag zwei Wahlgänge benötigt, um die absolute Mehrheit im Bundestag zu erhalten. Im ersten Wahlgang verfehlte er mit 310 Stimmen die nötige Mehrheit, die bei 316 lag. Im zweiten konnte er dann 325 Ja-Stimmen verzeichnen. Am Ende stellten sich die Beteiligten recht zerknirscht den Kameras: "Es ist nicht schön", sagte Merz im ZDF und sprach von einem "Makel zu Beginn der Amtszeit dieser Regierung". Auch Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) sieht die Koalition beschädigt: "Das war heute kein guter Tag, um Vertrauen zu gewinnen", sagte er bei RTL.

Aber wer aus der Regierungskoalition hat gegen Merz gestimmt - und warum? Diese drängende Frage wollen die Beteiligten ruhen lassen. Man wolle "keine Motivforschung betreiben", sagte Merz im ARD-"Brennpunkt". Und auch Klingbeil betonte, man wolle nicht über die Abweichler spekulieren. Entscheidend sei, dass nun ein Kanzler und eine Regierung gewählt sei.

Merz muss Vertrauen schaffen und neuen Ton finden

Ein unschöner Stotterstart, der mal passieren kann, aber nun machen wir uns an die Arbeit - unter diesem Motto versucht die Bundesregierung, die Geschehnisse vom Dienstag abzutun.

Der Düsseldorfer Politologe Stefan Marschall hält das für einen Fehler. "Der Tag von gestern muss noch aufgearbeitet werden - in einiger Hinsicht", sagte er im ARD-"Morgenmagazin". Er bemängelt, dass die schwarz-rote Koalition offenbar nicht auf eine solche Situation vorbereitet war. Dabei sei im Vorfeld "vieles falsch gemacht worden", sagte er im Hinblick auf die Abstimmung der CDU mit der AfD beim Migrationsgesetz. Zudem habe Merz im Wahlkampf "sehr heftige Angriffe" auf die SPD geführt. Merz müsse lernen, besser zu kommunizieren. "Jetzt muss man versuchen, einen neuen Ton zu finden", so Marschall.

Autor Johannes Hillje

Politikberater Hillje: Merz ist "Kanzler mit Misstrauensvorschuss".

Der Politikberater Johannes Hillje, der unter anderem schon für SPD, FDP und Grüne tätig war, sieht einen "perfekten Fehlstart" für die neue Regierung. Merz sei jetzt ein "Kanzler mit Misstrauensvorschuss", sagte er dem WDR. Die Koalition sehe das Geschehen am Dienstag als "heilsamen Schock" mit der Hoffnung, dass dieser jetzt zu mehr Disziplin führe. "Aber die entsteht nicht von selbst. Hier braucht es Vertrauensarbeit - von Merz, aber auch von Lars Klingbeil. Denn auch in der SPD sind ja einige durchaus frustriert", sagte Hillje: "Vertrauen braucht Verständigung und auch Vermittlung."

Abweichler werden in beiden Lagern vermutet

Merz müsse laut Hillje nun auf seine Kritiker zugehen. Auch wenn man nicht genau feststellen könne, wo die Abweichler mehrheitlich zu lokalisieren seien - in der Unionsfraktion oder in der SPD-Fraktion. "Ich vermute: in beiden." Auch Politologe Marschall schätzt, dass im Dunkeln bleiben wird, wer Merz im ersten Wahlgang die Gefolgschaft verweigert hat. Er kann sich vorstellen, "dass es vielleicht Menschen waren, die sich rächen wollten, weil sie personell nicht berücksichtigt wurden. Oder sie sind mit bestimmten Inhalten nicht einverstanden. Es gab ja auch aus den eigenen Reihen viel Kritik am Koalitionsvertrag." Ein gewisses Unbehagen, was diese Koalition angeht, sei in beiden Fraktionen vorhanden, so Marschall.

Saskia Esken, Friedrich Merz und Lars Klingbeil unterhalten sich

Wer hat mit Nein gestimmt? Merz und Klingbeil wollen keine "Motivsuche".

Ob die Abweichler auch in Zukunft so schnell mit ihren Nein-Stimmen zur Hand sind, bleibt abzuwarten. Sehr wahrscheinlich scheint es allerdings nicht, wenn man die Geschäftsordnung des Bundestags betrachtet. Denn eine geheime Wahl ist dort eine große Ausnahme, die allermeisten Abstimmungen finden transparent statt. Im Nachhinein ist in der Regel einsehbar, wer wie abgestimmt hat, etwa auf dem Transparenzportal www.abgeordnetenwatch.de. "Da wird man sehen, wie sich die Abgeordneten verhalten. Ab jetzt muss man also Farbe bekennen", so Marschall.

Einen offiziellen Fraktionszwang gibt es zwar nicht, die Abgeordneten sind laut Bundestag "frei und nur ihrem Gewissen verantwortlich". Dennoch wird in den Fraktionen erwartet, dass die Mitglieder einheitlich abstimmen. Und wer zu oft aus der Reihe tanzt, riskiert beispielsweise, bei der nächsten Wahl von der Partei nicht mehr berücksichtigt zu werden.

Politologe Marschall: Kanzlerwahl nicht mehr geheim abhalten

Wahl-O-Mat Forscher Prof. Dr. Stefan Marschall

Politologe Marschall: Kanzlerwahl nicht mehr geheim abhalten.

Ein Vorschlag, dieses Problem anzugehen, wäre, die Kanzlerwahl nicht mehr geheim durchzuführen. "Ich würde es für einen guten Ansatz halten, dass die Abgeordneten in dieser wichtigen Frage auch öffentlich Farbe bekennen", sagte Marschall: "Die meisten anderen Abstimmungen sind transparent und man sieht, wer wie abgestimmt hat. Auch bei der Vertrauensfrage sieht man, wer für oder gegen den Kanzler gestimmt hat. Warum also nicht hier?"

Koalition sollte konkretes Projekt definieren

Nicht nur auf die Kolleginnen und Kollegen im Bundestag müsse Merz besser eingehen, sondern auch auf die Bevölkerung insgesamt, findet Hillje: "Die Koalition muss genauer klarmachen, was sie eigentlich will." Es gehe darum, ein "Zielbild" zu zeichnen und ein konkretes Projekt zu definieren, wohin sie das Land in den nächsten Jahren steuern wolle. "Wenn dieses Projekt attraktiv und glaubwürdig ist, dann kann das Vertrauen und Hoffnung produzieren", so Hillje.

Um den Misstrauensvorschuss abzubauen, müsse man ins Handeln kommen - und dieses Handeln dann auch beschreiben. Da passe im Moment nicht so richtig viel zusammen: Merz habe eine Wirtschaftswende versprochen, bringe dann aber am Tag seines Amtsantritts erst einmal die Börse in Turbulenzen.

Als vielversprechendes Thema, bei dem sich die Regierung schnell profilieren könnte, hat Hillje die Infrastruktur ausgemacht. Die Menschen erlebten jeden Tag, wie kaputt die Infrastruktur bei Straßen, Brücken, Bahnen, Kitas oder Schulen sei. Jetzt sei durch das milliardenschwere Sondervermögen eine Menge Geld vorhanden, um das Land schnell und spürbar positiv zu verändern: "Das ist doch etwas sehr Konkretes und Handfestes, worunter sich die Menschen etwas vorstellen können", sagte er dem WDR.

Unsere Quellen:

  • Nachrichtenagenturen dpa, AP
  • ZDF-Interview mit Friedrich Merz
  • Interview mit Lars Klingbeil im RTL-"Nachtjournal"
  • ARD-Interviews mit Friedrich Merz und Lars Klingbeil
  • ARD-Interview mit Stefan Marschall
  • Interview mit Johannes Hillje im WDR 5 Morgenecho
  • Glossar des Deutschen Bundestags

Kommentare zum Thema

20 Kommentare

  • 20 Paul S. 08.05.2025, 17:04 Uhr

    Eine Kanzlerwahl war schon immer geheim. Neue Vorschläge zur Kanzlerwahl, zu was führt es? Hetze haben wir schon genug in Deutschland. Wer Talksendungen sich anhört, der stellt fest, dass selbst Moderatoren/innen bei Fragen übertrieben nerven, sie wollen unbedingt von Politikergäste wissen, wer die Abweichler bei Merzwahlgang waren. Die Politiker wollen sich an den Spekulationen darüber nicht beteiligen. Weder SPD- Martin Schulz noch Julia Klöckner in der Talksendung. Stur wird zum dritten Mal nach den Abweichlern beim Talk gefragt. Eine sachliche Antwort sollte respektiert werden, auch wenn es den Journalisten nicht gefällt. Politiker -Gäste waren genervt, auch ich und meine Familie, die dafür keine gute Note geben. Wir TV- Zuschauer wollen einen sachlichen Talk von neuen Politik- Gesichtern über ihre Pläne und Ansicht erfahren und keinen Medien- Jahrmarktrummel hören, was nur Hetze über andere Politiker hervorruft.

    Antworten (1)
    • Arianne 08.05.2025, 17:52 Uhr

      Leider ist es so, dass man nicht nur unter Chaoten, die keinen Anstand haben und Unheil provozieren, sondern auch unter manchen Moderatoren Menschen findet, die nicht wissen, was sich gehört und was nicht. Ich will nicht gemein sein und sicher nicht beleidigend, aber, seit dem Vorfall mit Herrn Merz schwirrt mir ein Spruch im Kopf: Die Flöhe und die Wanzen gehören auch zum Ganzen. Bitte um Entschuldigung, wenn sich jemand betroffen fühlt. Der Spruch stammt nicht von mir. C. Heller Vitouch wollte damit sagen, auch das Gegenteil gehört zum Ganzen.🤭

  • 19 Arianne 08.05.2025, 15:39 Uhr

    Es tut gut, sachliche Kommentare zu lesen. Klar ist es erlaubt völlig anderer Meinung zu sein, aber die sollte man nicht auf eine aggressive und beleidigende Art vorbringen. Halten sich die Kritiker, die so vorgehen, für Hellseher, da Sie dem neuen Kanzler Untergang prophezeien und ihn übel beschimpfen? Herr Merz hat viele schwerwiegende Probleme zu lösen und er steht ganz am Anfang. Über ihn zu Lästern ist in meinen Augen gemein. Man sollte abwarten, wie sich alles entwickelt, bevor man streng urteilt und dem Kanzler die Daumen drücken, damit er die Änderungen schafft - im Namen des Volkes. Dass die Änderungen nötig sind, das kann doch keiner leugnen. Seit langem liest man z. B. fast täglich über schwere Verbrechen, Morde, Vergewaltigungen .... Keine Frau, die allein nachts nach Hause geht, kann sich heutzutage sicher fühlen. Und was wurde mit der letzten Regierung dagegen unternommen? Null Komma nix. Nur leere Worte. Es kann nicht schlechter werden, eigentlich nur besser.

    Antworten (4)
    • KGAL 08.05.2025, 18:55 Uhr

      @Arianne, "bevor man streng urteilt und dem Kanzler die Daumen drücken", Die Daumen drücken? Bei den ganzen Kritikern zeigt der Daumen 👎👎👎 leider nach unten. Leider sind Respekt, Anstand, Rücksichtnahme und Toleranz nicht gerade Tugenden die nicht mehr so groß geschrieben werden. Die Gesellschaft hat sich verändert,vielen fehlt der Halt,oder die Orientierung, auch sind Neid und Missgunst zwei Eigenschaften die heute oft vorkommen. Das Wahlergebnis wird auch kritisiert, dabei wird aber nicht berücksichtigt, das der BT von 735 auf 630 Abgeordnete geschrumpft ist. Die A....hatte 2021, 12,6%, 2025,22,6%, das drückt doch aus, das auch eine andere Person auch nicht 395 Stimmen (2021 Scholz)erreichen könnte. Es muss nicht schlechter werden, es sollte besser werden,damit die Unruhe zurück geht und die Menschen die Politik und die Welt wieder positiver sehen.

    • Franziska 1 08.05.2025, 20:17 Uhr

      @Richtig Ariane, es kann nur besser werden, von ganz unten nach oben. @KGAL, generell hat sich die Welt, auch unsere im Land verändert. Menschen gehen den Weg der Hetze-Spaltung, wobei ihnen das Internet noch dabei helfen darf. Das Internet brachte den Fluch für die Gesellschaft, der Segen liegt über die Wirtschaft, sie hat dabei die meisten Vorteile bekommen. Mitmenschen sollte man so behandeln, was man für sich selbst einfordert. Die Gedanken der Menschen stehen Kopf, bei der ungerechten Regelwut aus der Vergangenheit von der Politik Merz wird sich Vertrauen erarbeiten ",müssen". Das vorab gepackte Misstrauen zu ihm im Land, auch von mancher Partei sehe ich unwürdig, weil Missgunst in eigenen Reihen kein guter Begleiter ist.

    • KGAL 08.05.2025, 22:28 Uhr

      Franziska 1, das Internet ist nicht der Fluch, er hat Nutzen gebracht, hat aber auch schlechte oder kriminelle Seiten. Vielleicht sollte,wie bei derKanzlerwahl alles transparent sein, jeder Blogger,User kann sich nicht hinter einen syononym verstecken. Da sonst Hetze, Fake news und Diffamierungen Vorschub geleistet wird. Aber es kommt immer auf jedes Individium selbst an, was es schreibt oder postet, das Internet ist dafür nicht schuldig bringt dies nur ins Netz.

    • Brigitta S. 09.05.2025, 11:10 Uhr

      KGAL, Ihr Hinweis passt auch. „Aber es kommt immer auf jedes Individium selbst an, was es schreibt oder postet, das Internet ist dafür nicht schuldig bringt dies nur ins Netz“. Ende. Es zeigt sich jedoch immer mehr im Netz, dass bei Foren eine Registrierung verlangt wird. Ich finde es gut, wegen Hetze- Kommentare die dabei erfasst werden können. Bei vielen Plattformen schon hat jeder offen die Verantwortung selbst über seine Aussagen. Wenn Gästebücher noch anonym angeboten werden, dann hätte die Zensur der Sender die Pflicht sie zu löschen. Leider rutscht da trotz KI noch einiges durch. Ja, das Internet hat Nutzen gebracht, Menschen aber auch eine Sucht gebracht. Das Handy wurde zum hautnahen Partner im Leben, ein Gerät das viele Menschen nicht mehr alleine gehen lässt. Digitale Vorteile und Nachteile lassen sich schlecht abwiegen.

  • 18 KGAL 08.05.2025, 14:46 Uhr

    Der Abgesang auf Scholz, Habeck und die Ampel, halt natürlich ohne FDP, ist die Glorifizierung eines Dreierbündnisses was nach 3½ Jahren gescheitert war,jetzt aber von einigen Usern wehleidig vermisst wird, dabei wird aber nicht erkannt, das der Bürger das Gezanke, Streiten und die gegnseitigen Schuldzuweisungen satt hatte. Jetzt ist eine neue Regierung am Zuge und die SPD mit 16,4% Wählerstimmen, hat bei den Verhandlungen wirklich nicht schlecht abgeschnitten, bitte mit Optimismus nach vorne schauen, gestern ist vorbei, die Zukunft sollte uns wichtiger sein.

  • 17 KGAL 08.05.2025, 14:31 Uhr

    @Brigitta S. Ja, was für ein Gejammer über Merz und die CDU. Heute die Tageszeitung, nur Zweifel und Gejammer, hauchdünne Mehrheit, schafft Merz das usw. Gestern heute-Journal das ähnliche Geschwafel, man meint, die haben die Auflösung der Ampel noch nicht überwunden und wünschen lieber den Niedergang dieser Koalition, als erst einmal regieren zu lassen. Timon Dzienus von den Grünen ist mit 28 Jahren ja schon alt. In der Mitgliederbefragung bei der SPD hatten auch 14 jährige Parteimitglieder Stimmrecht, aber mit 18 Jahren darf erst bei BT-Wahlen wählen.Die ganzen Nörgler,Zweifeler, Kritiker und Besserwisser, werden, wenn schon nach dem 2. Tag das runter Reden nicht aufhört, bei nochmaligen vorgezogenen Wahlen ihr blaues Wunder erleben, wenn nicht allen klar wird,es ist nur noch 1. Minute vor Zwölf und danach gibt es nur einen Gewinner,wer? Es soll dann keiner kommen und jammern, das konnte doch keiner ahnen.

  • 16 Franziska 1 08.05.2025, 14:01 Uhr

    Brigitta S. gut gemacht! Ich setze dazu: Unvernunft, Ungeduld tut selten gut. Man merkt es beim Politiker Th. Dzienus der gegen Merz gestimmt hat, öffentlich er sagt: „ er hätte es auch noch ein drittes Mal getan" Zitat Presse. War es nötig sich zu beschweren, das der Koalitionsvertrag die Jugend nicht deutlich bedient? Probleme gibt es genug in Deutschland. Auch die Jugend muss abwarten bis sie dran ist für ihre Wünsche. Vergleichbar mit einer Riesenschlange vor der Kasse beim Discounter, da können Kunden auch nicht alle gleichzeitig bedient werden. Die neue Regierung hat den Fahrplan (Politik-Protokoll), was als erstes ein Kanzler tun muss. Vorstellungsgespräche sind angesagt bei anderen Ländern, während der Arbeitskreis das Arbeiten beginnt. Die Jugend scheint es nicht wahrhaben zu wollen, dass ein Koalitionsvertrag nur einen pauschalen Plan- Umriss beinhaltet was zu tun ist für das Land. Sich selbst wichtiger zu nehmen, verdrängt andere Probleme im Land, dass sie gelöst werden.

  • 15 Brigitta S. 08.05.2025, 11:57 Uhr

    Was für ein Gejammer über Merz. „Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel“. Zitat von Helmut Schmidt. Diese Weisheit die in unsere Zeit genau passt vom X- Kanzler, da würde ich mir ihn als Kanzler zurückwünschen. Die Kritiken über die neue Regierung läuft sich heiß, es wird behauptet sie wäre zerbrechlich? Ja, wenn Kritikstörer am Werk sind, nur weil ihr Wahlwille nicht erfüllt wurde, dann gibt es Kritik-Trittbrettfahrer die mit ins Bienenhaus stechen, obwohl die Politik- Bienen mit der Arbeit erst richtig beginnen. Optimismus wo bleibt er in Deutschland? Wie kann eine Regierung stabil werden im Land, wenn sie schon ab den 1. Tag auseinandergenommen wird? Merz ist beim 2. Wahlgang gewählt worden, man sollte ihn besser unterstützen. Der jüngste Timon Dzienus Bundestagsabgeordnete tat es nicht, weil angeblich die CDU/ SPD Koalition für junge Menschen überhaupt nichts zu bieten hat? Ob er sich da nicht irrt dabei, auch Senioren müssen verzichten. „Überhaupt“!

    Antworten (1)
    • KGAL 08.05.2025, 16:56 Uhr

      @Brigitta S. Ja, was für ein Gejammer über Merz und die CDU. Heute die Tageszeitung, nur Zweifel und Gejammer, hauchdünne Mehrheit, schafft Merz das usw. Gestern heute-Journal das ähnliche Geschwafel, man meint, die haben die Auflösung der Ampel noch nicht überwunden und wünschen lieber den Niedergang dieser Koalition, als erst einmal regieren zu lassen. Timon Dzienus von den Grünen ist mit 28 Jahren ja schon alt. In der Mitgliederbefragung bei der SPD hatten auch 14 jährige Parteimitglieder Stimmrecht, aber mit 18 Jahren darf erst bei BT-Wahlen wählen.Die ganzen Nörgler,Zweifeler, Kritiker und Besserwisser, werden, wenn schon nach dem 2. Tag das runter Reden nicht aufhört, bei nochmaligen vorgezogenen Wahlen ihr blaues Wunder erleben, wenn nicht allen klar wird,es ist nur noch 1. Minute vor Zwölf und danach gibt es nur einen Gewinner,wer? Es soll dann keiner kommen und jammern, das konnte doch keiner ahnen.

  • 14 Franziska 1 07.05.2025, 23:14 Uhr

    Respekt vor Merz und Klingbeil, wie sie das Geschehen bei der Kanzlerwahl bewertet haben. Ich würde anraten, lasst doch erstmal Gras darüber wachsen, es geht schließlich um Deutschland und nicht um die Wahlpanne, wo Misstrauen geschürt über Merz. Wir haben über drei Jahre hinter uns, wo Dauerstreit in der Ampel vorhanden war, heftige hitzige Reden im Bundestag stattfanden. Die Sprache der Politiker beim Wahlkampf war der angenehm zu nehmen in der Gesellschaft? Sie bekam einiges zu hören, er wurde immer härter. Ja, Merz hat eine Wirtschaftwende versprochen, was wurde nicht alles von der Ampel gesagt? Was blieb übrig von ihren Versprechen? Die Ampel muss weg, hieß es bis zur Vertrauensfrage. Muss sich alles auf diese Weise wiederholen, indem man Merz schon ab den 1. Tag als Kanzler versucht ihn fertig zu machen? Gebt ihn Zeit, er kann nicht hexen das Deutschland in allen Bereichen der ICE sofort mit Wohlstand fährt. Ständig vorab Kritik bringt Vertrauen?

  • 13 Digitaler Sklave 07.05.2025, 22:03 Uhr

    Das ganze zeigt wie zerbrechlich die Koalition ist, ein schwieriges Thema und die Zwangsbeziehung ist dahin, oder wieder ein fauler Kompromiss, der die Löcher stopft.

  • 12 Egon Franke 07.05.2025, 20:30 Uhr

    Die persönlichen Umfragewerte von Herrn Merz sind grottenschlecht. So betrachtet hat er bei der geheimen Kanzlerwahl, die auch geheim bleiben sollte (so wie es die Grundgesetz-Väter nach den Erfahrungen der Kanzlerernennungen in der Weimarer Republik festgeschrieben haben) noch ein schmeichelhaftes Ergebnis erzielt. Ich fürchte, wir haben jetzt den schlechtesten Kanzler seit Kiesinger. Wer religiös, möge für dieses Land beten. Uns anderen bleibt nur die Hoffnung, dass jede Amtszeit mal endet. Bei Merz ist das hoffentlich möglichst bald der Fall.

    Antworten (1)
    • Digitaler Sklave 07.05.2025, 22:07 Uhr

      Man weiß nicht wie es Heute gut war, bis der Morgen an die Tür klopft.

  • 11 KGAL 07.05.2025, 20:16 Uhr

    Herr Stefan Marschall schreibt:Merz muss Vertrauen schaffen und neuen Ton finden. Am Ton kommt es auf die Sache oder die Situation an, da könnte Herr Merz vielleicht eine andere Tonlage suchen. Aber mit dem Vertrauen ist das so eine andere Sache,warum soll nur Merz Vertrauen schaffen? Kann er auch den Parlamentariern aus der Koalition trauen, wenn schon bei der Kanzlerwahl, von 328 Wahlstimmen nur 310 im ersten Wahlgang für ihn gestimmt haben. Mit der Gewissenfrage ist das auch so, da wird sich bei manchen Abstimmungen auf das Gewissen berufen, bei anderen spricht man vom Fraktionszwang bei Abstimmungen, deshalb sollte die Gewissensfrage nicht als Monstranz vor sich getragen werden,wird oft als Alibi benutzt. Einseitige Vorhaltungen von Herrn Marschall gegen Merz, sind nicht förderlich, denn falsch gemacht wurde vieles von den Parteien der demokratischen Mitte, also nach vorne schauen und das Land nach vorne bringen.

  • 10 Franziska 1 07.05.2025, 19:50 Uhr

    Ich kann den Politologe Herrn Marschall nicht zustimmen, der sagt: Kanzlerwahl nicht mehr geheim abhalten. Scholz stellte seine Vertrauensfrage schon als Kanzler. Seine Arbeit im Amt kannte jeder, war bekannt. Wie kann man beide Wahlen miteinander vergleichen? Politiker die gegen SPD- Scholz waren, da hörte jeder ihre Ablehnungsreden schon beim Wahlkampf. Die Kanzlerwahl sollte geheim bleiben, weil eine Voreingenommenheit über designierte Kanzler nicht gerechtfertigt wären. Persönlicher Konkurrenz- Kampf sichtlich, wäre für jeden diskriminierend bei der Kanzlerwahl. Da könnte man gleich auch von den Wähler im Volk verlangen, ihren Namen usw. anzugeben beim Stimmzettel. Was gestern fast zur Staatskrise führte, will man eine Wahl nackt machen? Kein guter Gedanke um Politiker zu schützen, weil damit Hetze und Vorwürfe folgen könnten, innerhalb der jeweiligen eigenen Partei und außerhalb. Welche Presse würde sich da zurückhalten. Neue Ideen sind nicht immer vorteilhaft von Experten.

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