Touristen müssen bald Eintritt für Kölner Dom bezahlen
01:29 Min.. Verfügbar bis 05.03.2028.
Kölner Dom verlangt Eintritt: Touristen müssen bald zahlen
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Der Kölner Dom kostet ab Juli Eintritt. Das gab Dompropst Guido Assmann bekannt.
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Zu den Kommentaren [87]Das Domkapitel plant konkret eine touristische Besichtigungsgebühr. Ab Juli müssen Besucher des Kölner Doms außerhalb der Gottesdienstzeiten Eintritt für den Zugang zum Dom zahlen. Wie hoch die Eintrittspreise sein werden, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Besucherzahlen durch die Gebühren sinken werden. Das Domkapitel will möglichst zeitnah über die Höhe des Eintrittspreises informieren.
Kölner Dom Eintrittspreise: Höhe steht noch nicht fest
Hintergrund der Einführung sind gestiegene Kosten für die Erhaltung des Doms. Dazu kommen gestiegene Personalkosten für die insgesamt rund 170 Mitarbeitenden am Dom.
Erste Maßnahmen im vergangenen Jahr, wie die Erhöhung des Preises für die Turmbesteigung und die Domschatzkammer hatten offenbar nicht genug Geld eingebracht. Auch die Öffnungszeiten des Hauptportals wurden angepasst, um Personal zu sparen.
Rücklagen des Domkapitels sind aufgebraucht
Pressekonferenz zu Eintrittspreisen
Das Erzbistum Köln hat durch stetig sinkende Gläubigenzahlen immer weniger Geld zur Verfügung. Der Kölner Dom wird mit 4,2 Millionen Euro pro Jahr durch den Zentralen Dombauverein erhalten. Dazu kommen die Zuwendungen des Erzbistums Köln mit 4,7 Millionen Euro jährlich, Zuschüsse des Landes NRW und Spenden.
Vor allem die Coronazeit habe das Domkapitel vor eine große Herausforderung gestellt, sagte Dompropst Guido Assmann am Donnerstag. Die Rücklagen zur Finanzierung des Betriebs am Kölner Dom seien auch durch die Pandemie aufgebraucht worden.
Kehrtwende in der Ausrichtung des Domkapitels
Zum Wochenbeginn hatten sich die Verantwortlichen des Kölner Domkapitels zu einer zweitätigen Klausurtagung getroffen und über die Finanzlage der Kathedrale gesprochen. Dabei ging es um die Frage, wie das Domkapitel die Pflege, den Schutz und den laufenden Betrieb des Domes in Zukunft sicherstellen möchte.
Bislang hatte das Domkapitel Eintrittspreise strikt abgelehnt. Der Dom solle als Gotteshaus grundsätzlich für jedermann offenbleiben. In anderen Weltkirchen, wie in Berlin oder Mailand, ist ein Eintrittspreis bereits üblich.
"Wenn das zur Restauration und Erhaltung des Kölner Doms fließt, ist das eine gute Idee", sagte ein Passant in der Kölner Innenstadt dem WDR.
"Es muss im Rahmen bleiben, finde ich. Das heißt, man sollte keine Familien damit ausnehmen. Und vor allem auch Schüler und Studenten sollten das Ganze vergünstigt bekommen", so ein anderer Passant.
Verständnis in Aachen
Die Kuppel des Aachener Doms
Die Pläne seines Kölner Amtskollegen kann der Aachener Dompropst Rolf-Peter Cremer gut verstehen. Es sei eine enorme finanzielle Herausforderung, einen Dom zu unterhalten, sagte Cremer auf WDR-Anfrage. Und da müsse man schauen, wo das das Geld herkommt. In Aachen gebe es ähnliche Pläne aber nicht. Der Dom - das erste Unesco Welterbe in Deutschland - wird jährlich von rund 1,3 Millionen Menschen besucht - und das auch weiter ohne Eintritt.
Unsere Quellen:
- Domkapitel Köln
- Pressekonferenz mit Dompropst Guido Assmann
- Nachrichtenagentur KNA
- Gespräch mit dem Aachener Dompropst Rolf-Peter Cremer
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Köln, 05.03.2026, 19:30 Uhr
87 Kommentare
Kommentar 87: Tassilo schreibt am 07.03.2026, 20:07 Uhr :
Wie unverkäuflich ist eigentlich der Colonius? Dieser könnte dann als Minarett die neue religiöse Kraft in Köln werden. Der Dom ist dann nur noch Museum mit Eintritt.
Kommentar 86: Petra Fischbäck schreibt am 07.03.2026, 18:40 Uhr :
NICHT cool! Ich will den Dom ja nicht besichtigen. Ich will auch keinen ganzen Gottesdienst besuchen, sondern nur eine Kerze anzünden. In London (St. Paul's) geht das zum Glück noch kostenlos, abgesehen vom Preis für die Kerze (empfohlen sind 70 Pence).
Kommentar 85: Snake86 schreibt am 07.03.2026, 18:06 Uhr :
Tja. Die Kirche bettelt schon länger darum. Das ist der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Soeben den Termin gemacht um auszutreten.
Kommentar 84: Maximilian schreibt am 07.03.2026, 18:00 Uhr :
Der Dom muss erfahrbar bleiben, auch ohne Eintritt und Liturgie. Der Dom braucht aber ein Sicherheitskonzept, denn die Terrorgefahr scheint mir nicht gebannt.
Kommentar 83: Düsseldorfer schreibt am 07.03.2026, 15:56 Uhr :
Sorry…schlecht gezapftes Glas Kölsch….
Antwort von Rumpelstilz , geschrieben am 07.03.2026, 17:21 Uhr :
Dann trink lieber richtiges Bier
Antwort von Vera Aloe Spüli , geschrieben am 07.03.2026, 17:25 Uhr :
Sorry, Sie trinken Nudelwasser!
Kommentar 82: Düsseldorfer schreibt am 07.03.2026, 14:29 Uhr :
Ich zahle gerne Eintrittsgeld für den Erhalt des Kölner Doms als 3€ für ein schlecht schmeckendes Glas Kölsch am Hauptbahnhof gegenüber.
Kommentar 81: Schwester Gloria Maria schreibt am 07.03.2026, 13:46 Uhr :
Verheissungsglaube Aber der Herr wird die Geldschneider davonfegen. Er tat es einmal, er kann es noch einmal! Sodann glaubt ein jeder Kölner, dass der Martin Luther ihr gesandter Apostel war von Gottes Gnaden. Nehmt mich, es wiederum zu glauben! Schwester Gloria Maria Bremen, 5. 3. 2026
Kommentar 80: Sternsinger schreibt am 07.03.2026, 13:36 Uhr :
Am Textanfang steht doch "... AUßERHALB der Gottesdienstzeiten...". Sehe da jetzt kein besonders großes Problem.
Kommentar 79: Wüstenfähe schreibt am 07.03.2026, 13:35 Uhr :
Ich bin der Ansicht, dass die Stadt Köln den Dom in seiner Wertigkeit für die Stadt allgemein unterschätzt. Die Geschäftsleute und Gastronomen ebenfalls. Teilt man die veranschlagten Unterhaltskosten des Domes durch die Anzahl der Besucher, kostet der Dom nur den Gegenwert von 2 Opferlichtern pro Eintritt. Das müsste doch zu stemmen sein. Oder bin ich hier das Milchmädchen? Wenn, dann kauf ich mir im Umfeld des Domes eine Schwarzwälder-Kuckucksuhr aus Plastik.
Kommentar 78: A.Trinklein schreibt am 07.03.2026, 12:39 Uhr :
Warum genau unterstützt der reichste Verein der Welt, die Kirche, hier nicht finanziell?
Kommentar 77: Marina Schweikert schreibt am 07.03.2026, 11:52 Uhr :
Wem ein kleiner Eintrittspreis für dieses phantastische Bauwerk zuviel ist, sollte sich überlegen wie der Erhalt finanziert werden kann. Nur meckern ist nicht hilfreich.