Karsten Wildberger, Minister für Digitales und Staatsmodernisierung

Deutschland wird digital - besser spät als nie! | MEINUNG

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Deutschland ist digitaler Flickenteppich: Viele lokale Projekte ohne einheitliche Strategie und Vorankommen. Mit dem neuen Digitalministerium wird das endlich besser, sagt unsere Kolumnistin. Muss ja!

Von Caro Wißing

Vor einigen Tagen habe ich mir die weltbeste Smart-City angeschaut. Es war wirklich beeindruckend wie digital, wie vernetzt, wie innovativ die da aufgestellt sind. Wo ich war? Nein, nicht Singapur, auch nicht Stuttgart. Ich war in Etteln. Ein 1.750 Seelen Dorf in Ostwestfalen. Den Titel hat Etteln kürzlich von einem internationalen Ingenieursverband verliehen bekommen.

Die Bewohner sind über eine eigene Dorf-App miteinander vernetzt. Braucht jemand eine Mitfahrgelegenheit in die nächste Stadt, ploppt das Gesuch in der App auf. Es gibt Rubriken für Veranstaltungen, Kleinanzeigen, Stellenausschreibungen. Überall in Etteln stehen Sensoren. Die messen das Verkehrsaufkommen oder auch die Regenmengen. Der Ort hat damit eine Überflutungssimulation erstellt und herausgefunden: Ein geplantes Baugebiet wäre bei starkem Regen gefährdet. Etteln gibt das Baugebiet deswegen jetzt auf.

Und selbst der Altkleidercontainer hat einen Füllstandsensor, damit niemand mit vollen Taschen vor einem Container steht, in den nichts mehr reinpasst. Ich würde mir sowas für Altglas-Container wünschen. Kommt bald, sagt mir Ettelns Ortsvorsteher.

Ein Dorf zeigt wie digitaler Alltag aussehen kann

Die Menschen in Etteln haben die Dorf-Digitalisierung in Eigeninitiative angestoßen, sie haben immer wieder neue Ideen und packen vieles selbst an. Jeder Haushalt hat einen Glasfaseranschluss, weil die Dorfgemeinschaft teils in Eigenarbeit die Gräben für die Verlegung ausgehoben hat. Im Fall eines Feuers in Etteln wird der Feuerwehr eine Drohne vorausgeschickt, die schonmal die Lage abklärt. Und das Rechenzentrum, das all die Daten aus Etteln verarbeitet, befindet sich im Innenraum eines großen Windrads, das auch gleich den Strom dafür liefert. Geht doch! Etteln macht in vielen Punkten vor, wie ich mir einen digitalen und smarten Alltag in der heutigen Zeit überall wünschen würde.

Etteln – "Smartest City" in the world?

17:27 Min. Verfügbar bis 14.05.2027


Etteln ist definitiv ein Leuchtturm, aber auch nicht allein. In vielen Kommunen in Deutschland sind mir kluge Vorreiter begegnet, die im Kleinen schon digitale Lösungen umsetzen, einfach mal machen. Die Coronazeit hat da auch in der Verwaltung wie ein Booster gewirkt und Digitalisierung beschleunigt. Die Stadt Düren hat zum Beispiel einen Ausweisautomaten eingeführt. Unabhängig von den Öffnungszeiten des Bürgerbüros können fertige Ausweisdokumente mit Fingerabdruck aus Schließfächern abgeholt werden - wie bei einer Packstation. Wir haben definitiv digitales Potential in Deutschland.

Jede Kommune kocht ihr eigenes digitales Süppchen

Wer aber irgendwo in Deutschland eine Eheschließung anmelden will, kann zwar auf das Online-Verwaltungsportal des Bundes gehen. Das aber führt dann oft wieder zur Webseite der eigenen Kommune und die Bezahlung der Anmeldegebühr muss dann teils persönlich vor Ort bei der jeweiligen Stadtkasse passieren. Zieht eine steuerpflichtige Person in ein anderes Bundesland werden die Steuerakten ausgedruckt, in einem dicken Umschlag ans neue Finanzamt verschickt und dort dann händisch in die neue Akte eingetippt, weil die Finanzamtssysteme der Länder nicht kompatibel sind. Irrsinn!

Jeder von uns könnte weitere Beispiele nennen. Daran zeigt sich, was der große Knackpunkt in Sachen Digitalisierung in Deutschland ist. Viele kleine digitale Projekte, die im Großen aber nicht zusammenpassen. Jede Kommune macht ihr eigenes Ding, jedes Bundesland reguliert für sich und dann kommt auch noch der Bund um die Ecke mit eigenen Ideen und Vorgaben. Kein Wunder, dass Deutschland im europäischen Vergleich nur auf Platz 21 bei digitalen Verwaltungsangeboten landet - weltweit sind wir noch weiter abgeschlagen.

Aber jetzt geht endlich was voran! Das meine ich nicht ironisch. Ich habe da wirklich Hoffnung. Denn mit der neuen Bundesregierung gibt es erstmals ein Digitalministerium. Keine Zweigstelle beim Kanzleramt, kein Nebengebiet im Verkehrsministerium. Nein, ein ganz eigenes Ministerium für Digitales. Und das hat sogar Kompetenzen aus anderen Ressorts übertragen bekommen. Bürokratieabbau war vorher zum Beispiel beim Justizministerium angesiedelt. Aber es ist ja total sinnvoll, das direkt mit Digitalisierung zusammenzudenken.

Experten, Bundesländer, Verbände: Digitalisierung wird jetzt vorankommen

Das Digitalministerium bekommt auch weitreichende finanzielle Entscheidungsgewalt. Es hat nicht nur ein eigenes Budget für Digitalisierungsvorhaben. Zukünftig werden auch andere Ministerien vorher anklopfen und sich Ausgaben absegnen lassen müssen, wenn sie IT-Projekte in der Bundesverwaltung umsetzen wollen. So soll verhindert werden, dass am Ende doch wieder jedes Ressort allein digital rumwurschtelt.

Der neue Minister, Karsten Wildberger, war vorher kein Berufspolitiker. Er hat als Topmanager einen Elektronikhandelskonzern geleitet. Heißt: Er bringt Praxiserfahrung mit - und hoffentlich auch ein frisches Mindset, das weit weg ist von der Haltung: "Das haben wir bisher immer so gemacht."

Portrait des Digital-Ministers Karsten Wildberger

Deutschlands erster Digital-Minister Karsten Wildberger

Mit dem Optimismus, dass damit die Digitalwende kommt, bin ich nicht allein. Auch unabhängige und kritische Organisationen wie Netzpolitik.org oder Experten aus der Technologiebranche gehen davon aus, dass jetzt wirklich was vorangeht. Der Digitalverband Bitkom sagt: "Deutschland kann sich in den nächsten vier Jahren sehr stark weiterentwickeln."

Und selbst die Verantwortlichen in den Bundesländern, die sonst so auf den Föderalismus und eigenständige Entscheidungen pochen, sind froh über die neue Stelle beim Bund. "Endlich," hieß es sogar diese Woche bei der Digitalministerkonferenz der Länder "werden jetzt Zuständigkeiten und Prozesse gebündelt."

Digital-Wonderland in Sichtweite

Ist ja auch bitter nötig. Digitale Infrastruktur, digitale Verwaltung - das sind nicht nur Nice-to-haves im Alltag, sondern Standortfaktoren, die für heimische und internationale Unternehmen bedeutend sind. Will Deutschland in puncto Wirtschaft wieder auf einen grünen Zweig kommen und dafür sorgen, dass nicht immer mehr Firmen und Arbeitsplätze abwandern, dann ist Digitalisierung ein Schlüsselfaktor. Künstliche Intelligenz in Verwaltung und Wirtschaft kommt als nächste Herausforderung noch hinzu. Wir werden vielleicht nicht Vorreiter werden, aber verpassen zumindest nicht den Anschluss an andere Länder.

Ich stell mir vor, dass wir in ein paar Jahren so funktionieren wie Malta, Frankreich, Lettland oder Luxemburg : 5G-Netz in jedem Winkel des Landes, Glasfaser an jeder Laterne. Behördenanträge stelle ich mit wenigen Klicks auf einem bundesweit einheitlichen Portal - von der KfZ-Zulassung bis zur Unternehmensgründung. Welche Stelle welche Zuständigkeit hat, ist dann nicht mehr mein Problem. Daten werden ausgetauscht zwischen Behörden, weil sie mit den gleichen Softwareprogrammen und Eingabeschnittstellen arbeiten. Und da das Personal auch nicht mehr mit Ausdrucken und Einscannen beschäftigt ist, werden Kapazitäten frei - alles geht viel schneller. Wäre das nicht herrlich?

Welche digitalen Lösungen gibt's bei euch in der Region und funktionieren die auch? Erzählt uns davon! In den Kommentaren auf WDR.de oder auf Social Media.

Kommentare zum Thema

71 Kommentare

  • 71 Franziska 1 22.05.2025, 23:06 Uhr

    Falls einer meint, mit Glasfaser bricht der Kontakt zum Internet nicht ab, der täuscht sich. Anfällig gegen Abbrüche beim Netz werden nur geringer, aber vorkommen tun sie. Mit Glasfaser kann die Webseite schneller aufgerufen werden,vielleicht werden sie auch vielseitiger, für Videos besser, aber die Probleme was das Internet betrifft, bleiben bestimmt die dieselben. Die APPs werden nicht weniger werden, besonders die für Gesundheit stehen. Ich bin überzeugt, keine KI kann mit APP einen Technik- Genfehler aufdecken der Probleme macht. Noch tragen wir kein Labor am Handgelenk. Wir werden mit Glasfaser genauso weiter nörgeln, uns beschweren wegen Datenklau im Netz und über die Kälte die von der KI ausgeht von Menschen geschaffen.

  • 70 KGAL 22.05.2025, 17:18 Uhr

    @Maximilian, lieber Maximilian, sie schreiben vielleicht etwas geschliffener wie ich, aber trotzdem gefällt mir ihre gönnerhafte Art nicht, auch wenn sie kommentieren, Nehme ich ihnen das nicht ab, sie geben immer RE-Antworten wollen das letzte Wort und die Oberhand behalten, daraum glaube ich ihnen auch ihre Gutmensch Aussage nicht (Indirekt).

  • 69 KGAL 22.05.2025, 17:02 Uhr

    @WARNING /DANGER/WARNING ! Haß und Hetze gegen Israel geht bereits heute im Staatsfunk weiter >> Auch wenn Israel zur deutschen Staatsräson gehört, sind wir für die Schoa verantwortlich,was aber nicht heißt, das die ÖRR Sender nicht Israel und besonders die Regierung von Netanjahu für den Krieg im Gaza-Streifen kritisieren dürfen, es geht um die Zivilbevölkerung und um das humanitäre Überleben der Menschen dort. Haß und Hetze sind keine guten Ratgeber und helfen den Menschen dort nicht.

  • 68 Maximilian 22.05.2025, 12:17 Uhr

    Viel Spaß euch allen bei der gekauften WM 2026 mit Magenta-TV und den teuren Sublizenzen. Viel Spaß mit 5G ohne ZTE u. Huawei. Viel Spaß bei social Media, in Online-Sprechstunden u. Online-Shops. Gestern wurde ich als Betthupferl von meinem TV ermahnt: "Die Grünen, jetzt streamen im ZDF". Kein einziger gesellschaftlicher Bereich läuft derzeit in Deutschland zufriedenstellend. Ist das nicht herrlich?

  • 67 WDR abschaffen,es reicht 22.05.2025, 09:49 Uhr

    In der rotgrünen Kaderschmiede WDR darf jeder Klippschuldoofi verblöden, sogar der ESC-Bubi JJ darf über Israel hetzen , wenn es der WDR-Mission nützt. Teuerabzockstaats funk ist so ungefähr das Letzte !

    Antworten (10)
    • Brigitta S. 22.05.2025, 11:26 Uhr

      @WDR abschaffen, es reicht, Ihre Ansicht? So einen Kommentar zu setzen, was wollen Sie damit erreichen? Warum lesen, schauen, hören sie WDR, wenn es Ihnen reicht? Schweigen ist manchmal besser als über jeden die Art- Kritik-Sprache anzuwenden. Eine Kritik nehmen bestimmt auch die Medien intern an, wenn sie sachlich bleibt ohne Hetze- Ton.

    • WARNING /DANGER/WARNING ! 22.05.2025, 12:03 Uhr

      Haß und Hetze gegen Israel geht bereits heute im Staatsfunk weiter ; heute abend haben die opportunen Kids von "Monitor" ohne eigene Meinung mit ihrem Vorturner "Onkel" Georg ihren großen Auftritt , für den sie 3 Wochen lang geübt haben.

    • Anonym 22.05.2025, 13:42 Uhr

      @Brigita S: Irgendwas muß ja gucken , um seine zwangsgezahlte GEZ "abzufeiern " und das ARD-Testbild gibts leider auch nicht mehr .

    • KGAL 22.05.2025, 16:43 Uhr

      @WARNING /DANGER/WARNING ! Ihren abwertenden Post über die ÖRR Sender mit Staatsfunk,wo sie von Haß und Hetze schreiben, wären sie bei einem realen Staatsfunk vielleicht schon auf dem Radarschirm der Geheimpolizei.Mir gefällt auch nicht alles bei den ÖRR, aber sich so gehen zu lassen,geht garnicht, auch wenn die Post Pseudonym sind, man hat doch Anstand und Würde!

    • Maximilian 22.05.2025, 16:54 Uhr

      Erst jetzt liegt es im Interesse von Anne Will einzuräumen, dass sie dem Rundfunkauftrag mit ihrer eigenen Sendung nicht entsprochen hat. Als unausgewogen beschreibt sie ihre namensgleiche Talkshow. Jetzt promoted sie ihren eigenen Podcast. Dadurch wird Vertrauen beim Zuschauer zerstört. Parlazzo hin oder her.

    • Franziska 1 22.05.2025, 19:41 Uhr

      @Maximilian, "Politik mit Anne Will"? Ich sehe ihren Podcast wie eine Zentrifuge, wo alte politische Ansicht - Kamellen ewig weiter geschleudert werden. Wenn einer/eine sagt, er sucht sich ein neues Gewand als Journalist, dann hat es doch wieder den gleichen Schnitt beim Outfit. Nur das Logo ist anders, ohne Bild.

    • @KGAL 22.05.2025, 20:38 Uhr

      Wer wird denn gleich wie Du an die Decke springen ?Rüste erst mal ab : Für den sog. Rundfunkbeitrag muß der arme , mit der Taschenlampe nachts Pfandflaschen suchende Opa immerhin ca. 100 Pfandflaschen eingesammelt haben und die Wunderwaffe der Obrigkeit , die angebliche Wirtschaftsweise V. Grimm ,tourt auch noch im Auftrag von Wirtschaftslobbies durch D und fordert völlig realitätsblind noch weiteren Kahlschlag bei Alterspflegezuschuß und schon bestehenden Almosenrenten, die schon nur höchst in Höhe Bürgergeld liegen, so daß Opa beklaut wird, denn er und sein Ex-Arbeitgeber haben in ca. 40 Jahren wesentlich mehr eingezahlt, als er als Rente zurückerhält. An dem in D bestehenden Subventionssumpf ,den bereits Ex- Finanzminister Eichel heftig kritisiert hatte, der damals in Höhe 160 Mrd Euro lag, aktuell wohl in Höhe 450 Mrd. Euro p.A. mit Michelkohle p.A. bedient wird , hat die Gutste dagegen Nichts zu kritisieren. Das sieht nicht gut aus für Opa und die klauende Oma.

    • @@KGAL 22.05.2025, 21:58 Uhr

      Der Bundeszuschuß zur sozialen Pflegeversicherung ist sogar für die Jahre 2024-2027 kmplett gestrichen worden: Das ist als Verstoß gegen die Sozialklausel von Art. 20 III zu werten: Absicherung im Alter, bei Arbeitslosigkeit sind sog. große Lebensrisiken, die alle Staatsmitglieder betreffen, gegen die der Einzelne sich aber nicht hinreichend schützen kann und die daher beim Staat in voller Höhe abgesichert sein müssen. Was die Wirtschafts(un)weise V. Grimm aktuell mal wieder lautstark fordert und auch der Staat bereits j aus seinen Einkünften in Gestalt öffentl. Abgaben als Kernpflicht staatl. Daseinsvorsorge nicht mehr erbringt , ist also GG-widrig zu beurteilen oder anders ausgedrückt , als "Banane" (wie in einer Bananenrepublik ) . V. Grimm erzählt aktuell also mal wieder Märchen . Das kann sie auch relativ unwidersprochen machen, denn Rentner haben in der Verbändedemokratie so gut wie keine keine Lobby., auch weil weil sie nicht fordernd auf die Straße. gehen.

    • KGAL 22.05.2025, 22:28 Uhr

      @KGAL 22.05.2025, 20:38 Uhr ,> Bitte, bleiben sie ruhig, beim Rundfunkbeitrag gibt es eine Lösung:Wenn einer Sozialleistungen, wie Bürgergeld (ehemals Arbeitslosengeld II bzw. ALG II), Asylbewerberleistungen, Sozialhilfe oder BAföG bekommst, kannsich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Auch Menschen, die wegen des Ukrainekriegs in Deutschland Schutz suchen, müssen in der Regel keinen Rundfunkbeitrag zahlen. somit braucht man dafür keinen Flaschen mehr sammelnDie gesetzliche Rente wird hauptsächlich nach der Höhe der gezahlten Beiträge und der Anzahl der Versicherungsjahre berechnet, folglich wer mehr einzahlt, bekommt auch eine höhere Rente. Das was der von ihnen angebene Rentner i. 40 J. eingez. hat, liegt nicht i.den 40J. auf einem Konto und er bekommt es dann ausgezahlt, sie sollten wirklich mal abrüsten.

    • @KGAL 22.05.2025, 22:53 Uhr

      Quatsch : Wer als unselbständig Beschäftigter durchgängig ohne Pause vollschichtig 38 Jahre zum Durchschnittsloh gearbeitet hat, wird am Lebensabend beklaut mit dem sog. Existenzminimum abgespeist, also so viel. was z.B. ein junger Ukrainer vom 1. Tag in D auch erhält. Beamte erhalten dagegen eine Pension , die mehr als doppelt so hoch ist, wie die Rente bei gleicher Arbeit im öffentl. Dienst als Angesteller. . Erzähl hier bloß keine Märchen am laufenden Band ; Reden ist Silber und Schweigen ist Gold . Das gilt ganz besonders für Dich !

  • 66 M 21.05.2025, 20:55 Uhr

    Digitlisierung = Abbau von Serviceleistung - Risiken werden dem Endverbraucher übertragen

  • 65 Franziska 1 21.05.2025, 20:15 Uhr

    Vom Etteln aus, sind wir bei Nebenwirkungen der digitalen Benutzung gelandet. Das ist wichtig, als nur zusagen, wir sind Glasfaser verkabelt. Die Tür ins Internet ist keine GO-IN " Freiheit, nicht ganz ohne Bedenken, wenn Kriminalität weiter Schule machen wird. Ich will nicht verstehen, warum es so schwierig ist, die Verantwortlichen beim Internet in die Schranken zu weisen, ihre Fake-Webseite nicht zensieren kann. Den kleinen Mann/Frau wird Strafe angedroht, weil sie vor lauter Frust persönlich beleidigen? Wobei ich diese Art der Leute nicht entschuldige. Die Erfassung von echter Kriminalität im Netz ist schwerer? Jedes Land macht seine eigenen Gesetze beim Internet? Wie schon oft gesagt, denn Fluch beim Internet lässt man den privaten Menschen servieren. Den Segen dabei kassiert, schützt Politik, den Markt, ebenso die Medien die sich die Hände nicht nehmen lassen, laut Gesetz. Sie lassen sich nicht waschen, aber anderen die persönliche Wäsche waschen, dass funktioniert.

  • 64 DJ2JB 21.05.2025, 18:20 Uhr

    Vor dem Digitalisieren müssen zuerst alle Prozesse überprüft und angepasst werden. Ansonsten gibt es Digitalisierungsmüll !

  • 63 Brigitta S. 21.05.2025, 17:58 Uhr

    Die Verbraucherschutzminister/innen wollen die Bundesregierung auffordern, die Vermittlungsdienste effektiver zu regulieren. Zitat Presse. Da bin ich gespannt, wie sie denen auf die Finger schauen können. Von der wirtschaftlichen Seite aus gesehen, welche sichere Haftungsübernahme bekommt der Markt aufgelegt? Für die Internetbenutzer, wie schnell könnte abgeschaltet werden, Dinge seriös regeln, wenn vermutlich weiter neue Fake- Shops sich anbieten im Internet? Die Welt von Deutschland aus bis rund um die Erde, da kennen Kriminelle keine Regeln. Ob das Online-Shoppen sicherer wird mit blauem Haken bei der Shop- Webseite? Es gibt Onlinekäufer die sehen Warnungen kaum mehr, weil es mit farbigen Haken und Buttons es geradezu wimmelt im Internet.

  • 62 Analoger 21.05.2025, 16:55 Uhr

    ZDF, heute 22:45 bis 23:15 Uhr, Job-Scamming. Für Kriminelle ist Digitalisierung herrlich. Beim WDR gibt es Infos über Erkennen von Fake-Shops.

    Antworten (2)
    • Maximilian 21.05.2025, 21:38 Uhr

      Die Sendung "Markt" heute 20:15 war sehr informativ und passend zum Thema. Danke für den Tipp. Der Glasfaser-Bericht war witzig. Genau so ist es. Mit den zahlreichen Anbietern, die mehrfach die Straße aufreißen habe ich auch so meine Erfahrung gesammelt. Bei uns hing schon mal Schokolade vom Glasfaseranbieter an der Türklinke und wir hatten irrtümlich auf die Aufmerksamkeit eines netten Nachbarn gehofft. Die Bund-ID, die auch in der Sendung besprochen wurde, steckt noch in den Kinderschuhen. Lieber fahre ich dreimal zum Amt, wenn mir dadurch die Einrichtung erspart bleibt.---Die letzte Doku "Die Spur" war mir zum Thema "Stresstest Verteidigung" zu unausgewogen. Die Verteidungsmöglichkeiten Europas wurden aufgezeigt. Das wahre Risiko für Europa wurde aber unterschätzt.

    • Maximilian 22.05.2025, 00:01 Uhr

      @analog. Die Sendung zum Job Scamming habe ich mir auch gerade angeschaut. Mich macht fassungslos wie leichtfertig heutzutage Kredite online vergeben werden. Und was sind das für seltsame Jobs? Webseiten für Firmen optimieren, dessen Pforte man nie betreten hat oder Telefonservices auf Qualität überprüfen. Sehr nachdenklich macht mich diese Welt. Mein Vater hat mir erzählt, dass damals Aufträge auf einem Bierdeckel vereinbart wurden. Der Preis? - blieb zunächst unbekannt. Wir werden uns schon einig, alles klar Willi, alles Hubert. Keiner hätte gewagt den anderen über den Tisch zu ziehen.

  • 61 Maximilian 21.05.2025, 15:22 Uhr

    Meine Vorfahren stammen aus dem Hochland des heutigen Äthiopiens. Seitdem hat meine Verwandtschaft jeden Quadratmeter dieser Welt okkupiert. Ausgenommen sind nur Bir Tawil und Marie-Bird-Land, denn dort hätte man nur auf Sand oder Wasser gebaut. Jetzt sollen wir alle zu gläsernen Avataren werden. Diese Entwicklung geht mir zu schnell. Deswegen freue ich mich, wenn auch die Dinge mal so bleiben wie sie sind. Wenn die Schusteraale vom Opa, auf den Papa, auf den Sohn oder Tochter übergeht. Das mag rückständig klingen, aber Asbest zu verbauen war auch mal fortschrittlich.

    Antworten (1)
    • WDR verdooft ! 22.05.2025, 03:56 Uhr

      zockt uns ab, verarmt, lügt ,schlimmer als die Polizei erlaubt !

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