Digitale Gewalt: Das steht im neuen Gesetz
Aktuelle Stunde . 17.04.2026. 33:12 Min.. Verfügbar bis 17.04.2028. WDR. Von Astrid Houben.
Fall Fernandes: Was tun bei Deepfakes und falschen Nacktfotos im Netz?
Stand:
Die Schauspielerin Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen und unbekannten Personen digitale Gewalt vor und hat Anzeige erstattet. Es geht um sogenannten Identitätsdiebstahl, Deepfakes und gefälschte Nacktbilder. Deutschland hinkt in dem Bereich rechtlich hinterher. Bundesjustizministerin Hubig (SPD) hat jetzt einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der Menschen besser schützen soll.
Dialogbox
Zu den Kommentaren [89]Eine im März veröffentlichte Recherche des "Spiegel" zu digitaler Gewalt hat ein enormes öffentliches Echo ausgelöst. Der Hintergrund: Die Moderatorin Collien Fernandes wirft in dem Bericht ihrem Ex-Mann Christian Ulmen unter anderem vor, Identitätsdiebstahl begangen und von Fake-Profilen pornografische Bilder verschickt zu haben, die ihr sehr ähnlich sehen. Ulmen soll ihr gegenüber die Taten gestanden haben. Auch auf Instagram nennt Fernandes seinen Namen. Inzwischen hat sie in Spanien Anzeige erstattet, wie die Behörden in Palma de Mallorca mitteilten.
Überprüfen lassen sich die Anschuldigungen bisher nicht, für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Wir haben beide Seiten angefragt. Das Management von Fernandes verweist auf ihr Statement auf Instagram. Der Anwalt von Ulmen teilte mit, die "Spiegel"-Berichterstattung sei aus mehreren Gründen rechtswidrig.
Collien Fernandes beim Kölner Treff
Schon bevor der "Spiegel" berichtete, hatte sich Fernandes immer wieder in Medien zu Missbrauch von Deepfakes geäußert - unter anderem auch im Januar in einem Interview bei WDR 5 und vergangene Woche in der WDR-Sendung "Kölner Treff".
In den "Tagesthemen" forderte Fernandes, Betroffene von digitaler Gewalt besser zu schützen. Sie sagte, Deutschland sei ein "absolutes Täterparadies". Wie geht man in einem Fall von digitaler Gewalt als betroffene Person vor? Was ist strafbar? Wo schützt unser Gesetz und wo nicht? Hier sind Fragen und Antworten.
Was ist digitale Gewalt?
Es gibt keine feste Definition von digitaler Gewalt. Darunter fallen viele Formen: Beispielsweise Belästigung, Bedrohung oder Diskriminierung über das Internet, etwa durch Cyberstalking, Deepfakes, das unerlaubte Verbreiten intimer Bilder, heimliche Überwachung oder Hasskommentare.
Das erklärt Sophie Hartmann, eine Düsseldorfer Rechtsanwältin im Netz. Sie und ihre Kanzlei sind auf Medienrecht spezialisiert. Digitale Gewalt sei ein Sammelbegriff für Online-Handlungen, die das öffentliche Ansehen, das seelische Wohlbefinden und die physische und psychische Sicherheit einer Person angreifen.
"Viele Fälle digitaler Gewalt betreffen die Privatsphäre oder die sexuelle Selbstbestimmung." Rechtsanwältin Sophie Hartmann
Damit könnten nicht nur massive Verletzungen des Persönlichkeitsrechts, sondern auch emotionale Belastungen verbunden sein.
Was sind Deepfake-Videos?
Deepfake-Videos sind KI-generierte Aufnahmen, die echte Personen täuschend echt zeigen, mitunter auch in sexuellen Handlungen – obwohl diese nie stattgefunden haben. Die technische Einstiegshürde zur Erstellung von Deepfakes ist laut Landeskriminalamt NRW erheblich gesunken. Mittels frei verfügbarer Anwendungen sei es heute möglich, in wenigen Minuten und ohne finanziellem Aufwand täuschend echtes Material zu erstellen. Besondere technische Kenntnisse seien dafür nicht erforderlich.
Wie häufig sind Fälle von digitaler Gewalt und wer ist betroffen?
Nach Informationen des Landeskriminalamts NRW geht es bei pornografischen Deepfakes und der Erstellung gefälschter Profile in Sozialen Medien inzwischen nicht mehr um Einzelfälle. Eine Befragung, die 2024 in Deutschland durchgeführt wurde, ergab, dass neun Prozent der Befragten entweder selbst Opfer pornografischer Deepfakes geworden waren oder eine betroffene Person kannten.
Laut LKA belegen aktuelle Auswertungen, dass 99 Prozent der im Internet kursierenden Deepfake-Videos Frauen betreffen. Es sei eine "strukturelle Form digitalisierter geschlechtsspezifischer Gewalt, die das öffentliche Auftreten von Frauen nachweislich zurückdrängt".
Wie finde ich raus, wer der Täter ist?
Strafverfolgung im Netz ist schwierig, weil viele Täter anonym agieren. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will mit einem neuem Gesetz das Strafrecht verschärfen. Daten, die der Strafverfolgung dienen, sollen eine Zeit lang gespeichert werden können. Mit ihrem Gesetzentwurf habe sie eine dreimonatige IP-Adressenspeicherung auf den Weg gebracht, die nach Übergriffen künftig helfen solle, innerhalb kürzester Zeit zu agieren.
Die Düsseldorfer Rechtsanwältin Hartmann erklärt außerdem: Auch, wenn jemand anonym agiere, gebe es Möglichkeiten, um herauszufinden, wer hinter anonymen Accounts steckt. Man könne zum Beispiel eine Auskunft beim Plattformbetreiber beantragen oder eine Strafanzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft stellen.
Was sieht Hubigs Gesetzesentwurf vor?
Der von Stefanie Hubig vorgestellte Gesetzesentwurf soll gleich mehrere Formen digitaler Gewalt abdecken. Darunter Bedrohungen (Hatespeech), die unerlaubte Veröffentlichung personenbezogener Daten (Doxing), die Anbahnung von sexuellem Kontakt gegenüber Minderjährigen (Cybergrooming), das unerwünschte Zusenden von Pornografie, aber auch Cybermobbing, Cyberstalking und die Erstellung von Deepfakes in jeglicher Form.
Die dreimonatige Speicherung von IP-Adressen soll helfen, Gewalt gegen Frauen im Netz effizienter zu bekämpfen. Es gibt aber auch Kritik – Datenschützer und Grünen-Politiker befürchten, dass sich dadurch eine Hintertür öffne, die Grundrechte untergrabe. Hubig weist die Kritik an der IP-Adressenspeicherung zurück und beteuert, dass die Sicherheitsbehörden die IP-Adressen dringend bräuchten, da die Täter überwiegend anonym agieren.
Noch ist der Gesetzesentwurf nicht spruchreif. Ende April wird über das Gesetzesvorhaben zur IP-Adressenspeicherung im Kabinett beraten. Der gesamte Gesetzesentwurf gegen digitale Gewalt wird noch weiter ausgearbeitet, bevor der Bundestag endgültig darüber entscheidet.
Was kann ich tun, wenn ich von digitaler Gewalt betroffen bin?
Die Seite "Hilfe-Info für Betroffene von Straftaten" des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz erklärt die Schritte bei Straftaten im digitalen Raum:
- Melden: Wenn strafbare Inhalte über ein soziales Netzwerk verbreitet wurden, solltet ihr das dem Anbieter melden. Große Plattformen ab zwei Millionen Nutzern wie Facebook, TikTok, Instagram und Co sind nach dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz verpflichtet, dafür einen Meldeweg bereitzuhalten. Wenn ihr beim Ausfüllen des NetzDG-Meldeformulars Unterstützung braucht, könnt ihr euch an Organisationen wie HateAid wenden oder auf der Seite "Netzmelden" schauen.
- Schaltet die Polizei ein. Bei einigen Straftaten hängt die Verfolgung und damit auch die Bestrafung der Täterin oder des Täters davon ab, dass ihr einen Strafantrag stellt. In einigen Fällen müsst ihr innerhalb von drei Monaten einen Strafantrag stellen. Eine Strafanzeige könnt ihr persönlich, telefonisch, schriftlich per Post, per Mail und online stellen - und auch anonym.
- Sichert Beweismaterial wie E-Mails oder Screenshots vom Computer- oder Smartphone-Display. Auch vollständige URLs zu Kommentaren, Posts, Profilen oder Blogbeiträgen in sozialen Medien sollten gespeichert werden.
- Angehörige, Freundinnen, Freunde und Bekannte können helfen, indem sie strafbare Inhalte melden und so zur schnellen Löschung beitragen – oder öffentlich falsche Posts kommentieren und richtigstellen.
- Holt euch Hilfe! Freunde, Familie oder eine Beratungsstelle können euch helfen, wenn ihr Angst habt, Beistand braucht oder Beratung. Spezielle Anlaufstellen für Betroffene von Hass und Gewalt im Netz sind zum Beispiel HateAid und respect! oder Beratungsstellen in der Nähe.
Warum sagen viele: In Spanien werden Frauen besser geschützt?
Collien Fernandes hatte Ende 2025 in Spanien Anzeige gegen Christian Ulmen erstattet, wo das Paar zuletzt gelebt hatte. Die Vorwürfe umfassen laut "Spiegel" unter anderem Identitätsmissbrauch, Beleidigung, Bedrohung und körperliche Gewalt innerhalb der Beziehung.
In den "Tagesthemen" sagte Fernandes, sie habe sich sehr bewusst entschieden, in Spanien zu klagen, "weil in Spanien die Rechte von Frauen deutlich besser sind als in Deutschland". Das betreffe nicht nur die digitale Gewalt, sondern auch die häusliche Gewalt. Das Landeskriminalamt NRW bestätigt die Einschätzung von Fernandes. "Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland hinsichtlich des strafrechtlichen Schutzes vor pornografischen Deepfakes eine rückständige Position ein", so die Behörde.
Während Deutschland noch an einem neuen Gesetz arbeitet, ist Spanien schon viel weiter. Dort gibt es spezialisierte Gerichte zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen - die sogenannten "Juzgados de Violencia Sobre la Mujer". Seit 2025 umfasst der Schutz auch digitale Gewalt - darunter fallen Cyberstalking und das unerlaubte Verbreiten intimer Bilder.
Unsere Quellen:
- Instagrampost von Collien Fernandes zur Spiegelrecherche (19.03.2026)
- WDR-Anfrage bei Anwalt von Christian Ulmen
- Erklärungen der Rechtsanwältin Sophie Hartmann, Expertin für Medienrecht in der Düsseldorfer Kanzlei Prigge Recht: Gewalt im Netz: Das sind Ihre Rechte!
- Hilfe-Info: Was tun bei Hass und Gewalt im Netz
- Hilfe-Info: Anonyme Strafanzeige
- Hilfe-Info: Strafanzeige erstatten
- Gender-Based Violence in Spain: What Legal Protection Exists in 2025?
- Mitteilung des spanischen Justizministeriums: Spanien baut seine spezialisierten Gerichte für Gewalt gegen Frauen aus (29.09.2025)
- Spiegel-Bericht: "Strafanzeige gegen Christian Ulmen: 'Du hast mich virtuell vergewaltigt'"
- Nachrichtenagenturen dpa, epd und afp
- Bundesjustizministerin Stefanie Hubig gegenüber der ARD
- Antwort des Landeskriminalamts NRW auf WDR-Anfrage
Sendung; WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 20.03.2026, 18.45 Uhr
Sendung; WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 17.04.2026, 18.45 Uhr
Hinweis der Redaktion, 26.03.2026, 20 Uhr:
In einer früheren Version des Textes hieß es fälschlicherweise, laut einem Spiegel-Bericht habe Collien Fernandes ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vorgeworfen, für Deepfakes von ihr und deren Verbreitung verantwortlich zu sein. Tatsächlich wirft sie ihm aber laut Spiegel unter anderem Identitätsdiebstahl und die Verbreitung von pornografischen Bildern vor, die ihr sehr ähnlich sehen. Wir haben das entsprechend geändert.
89 Kommentare
Kommentar 89: 18.04.2026, 10:35 Uhr :
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Kommentar 88: Leser schreibt am 18.04.2026, 05:44 Uhr :
Achtung, es geht im Fall Fernandes gerade nicht um Deep fakes. Bitte die Einleitung dahingehend korrigieren.
Antwort von WDR.de , geschrieben am 18.04.2026, 08:36 Uhr :
Hallo Leser! Danke für den Hinweis. Sie haben recht, im Fall Fernandes spielen Deepfakes keine Rolle. Sie sind jedoch Teil der Diskussion. Diese wollen wir im Artikel abbilden. Viele Grüße aus der Redaktion!
Kommentar 87: George Orwell schreibt am 18.04.2026, 00:49 Uhr :
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Kommentar 86: Paul S. schreibt am 24.03.2026, 14:33 Uhr :
Es war zu erwarten, dass sich nun andere Promis - Frauen anhängen, sie öffnen jetzt Gewalt und Anklage- Türen für die Presse was vor XXX Jahren sie erlebten. Warum erst jetzt? Da lag auch der große Scham- Fehler bei ihnen. Zum Komplott gegen alle Männer darf es nicht werden, nicht alle sind Täter. Manche Kommentare die gelesen werden in der Presse, die sprechen von, die Männer". Es gibt nicht "die Männer", es gibt Täter unter den Männern.
Kommentar 85: 24.03.2026, 12:50 Uhr :
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Kommentar 84: 24.03.2026, 12:23 Uhr :
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Kommentar 83: Brigitta S. schreibt am 24.03.2026, 11:38 Uhr :
Meine Ansicht generell über das Thema, Gewalt gegen Frauen. Für eine dauerhafte, glückliche Ehe gibt es vorab keinen Garantieschein. Es gibt keine Vorbereitungsschule für eine Ehe. Jeder muss sich selbst gute Noten schaffen in einer Partnerschaft. Wenn häusliche, psychische Gewalt sich zeigt, dann besser auseinander gehen, als sich weiter quälen zulassen.
Kommentar 82: Uwe Plettschun schreibt am 24.03.2026, 09:58 Uhr :
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Kommentar 81: 24.03.2026, 08:55 Uhr :
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Kommentar 80: Maximilian schreibt am 23.03.2026, 21:41 Uhr :
Das Filmchen "Fritze Merz, der letzte Mofarocker" hat mich erstaunt u. amüsiert. Das Filmchen zeigt doch auf, welche Möglichkeiten KI bietet. Gleichzeitig macht mich skeptisch, dass Bilder generell an Glaubwürdigkeit verlieren. Das ist erst der Anfang. Mein Kopf wurde auch schon auf einer mir überreichten Karte zum Namenstag auf den gestählten Rumpf von Schwarzenegger geschnitten. Habe mich sehr über das trainingslose Amüsement gefreut. Aber in Zukunft werden andere Herausforderungen an uns herangetragen, dann, wenn die fiktive mit der analogen Welt verschmilzt. Nicht nur Scham- und Ehrverletzung, auch Krisen und Kriege könnten ausgelöst werden. Nicht zu unterschätzen ist die Gefahr, dass Datenträger auch wieder analog Verbreitung finden könnten und sich damit der Strafverfolgung entziehen.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 23.03.2026, 22:57 Uhr :
Die KI kann leider noch nicht alles. Bei Kommentare zum Bsp. kann es verletzende Satire und Sarkasmus nicht sicher erkennen. Was oft vergessen wird im Digital- Zeitalter, dass Hass und Hetze persönlich von Mund zu Mund, von Gesicht zu Gesicht ohne Zeugen es weiterhin geben und somit straffrei bleiben wird. Diese Gefahr wird immer noch unterschätzt, weil sie mit körperlicher Gewalt ausgeführt werden kann. Dagegen kann selbst die Politik nichts ändern.
Kommentar 79: Anonym schreibt am 23.03.2026, 18:17 Uhr :
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Kommentar 78: Typisch dt Journalie ! schreibt am 23.03.2026, 17:53 Uhr :
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Kommentar 77: UkiUk schreibt am 23.03.2026, 17:44 Uhr :
Ich bin ehrlich gesagt ziemlich erschrocken über die hier formulierten Kommentare – sowohl von Frauen als auch von Männern. Frau Fernandes macht auf einen Missstand aufmerksam, der bereits 2024 im Zusammenhang mit Lola Weippert und Marielle Höppner thematisiert wurde. Damals ist nichts passiert. Offenbar muss es immer erst eskalieren, bevor reagiert wird. Sie hat ihre Tochter nicht in diese Situation gebracht – dafür ist allein Herr Ulmen verantwortlich. Im Gegenteil: Sie lebt ihrer Tochter vor, dass man sich wehren muss. Die ganze Promi-Diskussion und das Gerede über einen „Rosenkrieg“ gehen hier völlig am Thema vorbei. Die beiden sind längst geschieden, und es gab einen Ehevertrag. Selbst als prominente Person konnte sie mit einer eigenen Dokumentation kaum etwas bewegen. Erst jetzt, wo viele schockiert sind (zumindest ein Großteil), entsteht überhaupt Aufmerksamkeit – während andere das offenbar immer noch relativieren oder als „Woke-Thema“ abtun.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 23.03.2026, 19:48 Uhr :
@UkiUk,leider muss ich Ihnen widersprechen. Ihre Ansicht: Erst jetzt, wo viele schockiert sind entsteht überhaupt Aufmerksamkeit, dürfte nicht ganz stimmen. Das Entsetzen was sich im Internet tut, dazu bedurfte es nicht Fernandes, nicht jeder kannte sie als Schauspielerin. Nicht alle schauen Traumschiff im TV.
Antwort von Maximilian , geschrieben am 23.03.2026, 21:10 Uhr :
Wir wissen doch noch nicht für welche Bilder Ulmen verantwortlich gemacht werden soll. Was könnte den Mann veranlasst haben, so zu handeln. So tolle Schauspieler sind beide nicht, dass diese sich hätten Liebe vorspielen können und gleichzeitig real in gegenseitiger Abneigung zueinander verbunden waren.
Antwort von , geschrieben am 24.03.2026, 01:23 Uhr :
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Antwort von Elke , geschrieben am 24.03.2026, 11:20 Uhr :
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Kommentar 76: Vera Aloe Spüli schreibt am 23.03.2026, 15:42 Uhr :
In der Debatte geht es nicht um den Schritt von Fernandes. Fernandes instrumentalisiert die Medien im Rosenkrieg und wird umgekehrt instrumentalisiert für angestrebten Gesetzesveränderungen. Es gilt ohnehin das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Es besteht Absicht die Vorratsdatenspeicherung u. evtl. die Klarnamenpflicht durchzusetzen. Die Bundesregierung will anonymisierte Kritik vermeiden. Die Zensur könnte aber schädlich für die Demokratie sein. Die Kartellparteien mit neuerdings den Linken, plus vorgelagerte NGOs, plus ÖRR, haben Machtinteressen und bilden ein Konglomerat. Eine Demokratie entwickelt sich aber durch Oppositionsarbeit. Die AfD ist Resultat der Merkel-CDU. Alternative Medien resultieren daraus, dass der ÖRR das öffentliche Meinungsbild nicht vollständig abbildet. Jetzt wird wieder die Bevölkerung aufgehetzt, wie bei correctiv und Saunaboot Fotostory. Schmuddelbilder finde ich doof und nichtssagend.
Antwort von Brigitta S. , geschrieben am 23.03.2026, 16:45 Uhr :
@Vera Aloe Spüli, Sie bemerken, „Die Bundesregierung will anonymisierte Kritik vermeiden. Die Zensur könnte aber schädlich für die Demokratie sein“. Zitat. Das gibt einem schwer zu denken. Anonym über Menschen richten zu dürfen, ist in meinen Augen ein demokratischer Missbrauch. Wer nichts zu verbergen hat, hat mit dem wirklichen Namen beim Registrieren nichts zu befürchten. Viele Foren haben die Registrierung, mich würde es nicht stören. Wenn ein Kommentar gegen die Netiquette geht und gelöscht wird zum Bsp. wegen Hass und Hetze, dann geht es nicht gegen die Demokratie, sondern bedeutet Schutz für andere Menschen die persönlich verletzt werden.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 23.03.2026, 19:34 Uhr :
@Brigitta, ich wäre ebenfalls fürs registrieren, wobei Unterschiede vorhanden sind. Es gibt sie mit den echten Namen, E-Mailadresse und Passwort bei Foren. Ich konnte feststellen, dass für die Region Berlin bei Foren ein Benutzername und dazu nur die E-Mailadresse verlangt wird mehr nicht, um einen Kommentar schreiben zu können. Von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Warum, dass ist die große Frage, nicht einheitlich in Deutschland? Schutz bedarf es überall im Land.
Antwort von Vera Aloe Spüli , geschrieben am 23.03.2026, 22:56 Uhr :
@Brigitta.Meinung ist doch wichtiger als Identität. Oder? Viele Menschen müssen mittlerweile Repressionen im Umfeld befürchten, wenn sie die eigene legitime Meinung zu erkennen geben. Deswegen bin ich gegen Klarnamenpflicht. Bei entsprechender Reichweite gibt es ja schon die Impressumspflicht.
Antwort von John Doe (anonym) , geschrieben am 24.03.2026, 01:25 Uhr :
@Brigitta, @Franziska, „dem Volk aufs Maul schauen“ geht nur anonym. Sonst lernt man nichts und entfernt sich immer weiter vom Volk; siehe AfD Erfolg in RP. Foren mit Registrierung sind wertlos da gefiltert. Sendungen mit gefilterten Foren steigern sich in ihre Filterblase und werden ebenfalls wertlos; Beispiel Miosga nach Will. „Schutz“ vor Meinungsfreiheit ist verfassungswidrig. Natürlich „verletzt“ es Menschen, wenn ihre Lebenslügen in Frage gestellt werden, wenn Glaube im Scherbenhaufen zerbricht. @Franziska, seit RBB (Rundfunk Berlin Brandenburg) seine Foren überarbeitet hat wurde das zeitgleich zur Filterblase, hab ich als Lesezeichen im Browser gelöscht da sinnlos. Und nur „nur die E-Mailadresse“ ist bereits viel zu viel. Nur einmal bei Corona die Email an einer Stelle verraten und schon wurde ich zugemüllt mit Spam, Phishing und Sextortion (ohne Grundlage). Wir brauchen mehr Schutz der Privatsphäre und Schutz vor selbsternannten Beschützern. Das sehe ich im Grunde wie @Spüli.
Antwort von Brigitta S. , geschrieben am 24.03.2026, 11:31 Uhr :
@Vera Aloe Spüli, Ihre Ansicht: Meinung ist doch wichtiger als Identität. Oder? Viele Menschen müssen mittlerweile Repressionen im Umfeld befürchten, wenn sie die eigene legitime Meinung zu erkennen geben. Zitat. Tausendfach und mehr gibt es den gleichen Namen im Netz. Die E- Mailadresse wird nicht öffentlich gemacht, den Benutzernamen kann man wählen, den echten Namen kennt nur der Sender. @ John Doe (anonym) Ich bin der Meinung, wer sein virtuelles Gesicht anonym maskieren will ohne was befürchten zu müssen, der liegt zwischen Hass und Hetz-Kommentaren, anderer User.
Antwort von Paul S. , geschrieben am 24.03.2026, 12:52 Uhr :
@John Doe (anonym) Spams aus den Weg zugehen ist generell nicht möglich. Wer oft Online Einkäufe macht, der importiert Spam selbst. Regelmäßig Spam löschen ohne zu öffnen ist der sicherste Weg.
Antwort von George Orwell , geschrieben am 18.04.2026, 00:58 Uhr :
@Spüli, Zustimmung, wieder wird eine Sau durchs Dorf getrieben und in Wahrheit geht es um ganz andere Geschichten auf ganz anderen Ebenen, Zensur und Überwachung. @Brigitta S. „Anonym über Menschen richten zu dürfen“ nennt man freie und geheime Wahl (Art.38GG). Mit „wirklichen Namen beim Registrieren nichts zu befürchten“ ist wirklich extrem naiv. Wechsel von freier Kritik zur Registrierung lässt Qualität und Meinungsvielfalt sofort abstürzen, bis jetzt bei jeder Sendung die ich trotzdem bezahlen muss. Und „Hass und Hetze“ hat jede Aussagewert verloren, ist Leerhülse geworden. @Franziska, meine Email verrate ich nicht und seit RBB das verlangt ist die Qualität abgestürzt, als Lesezeichen im Browser gelöscht aber über Länderfinanzausgleich geht trotzdem Steuergeld nach Berlin, wenn auch nicht aus NRW. @John Doe (anonym), Zustimmung! @Brigitta nach John Doe, Name und Daten kennen alle die Sicherheitslücken kennen. @Paul S, wer nicht online kauft hat weniger Spam oder Betrüger am Hacken.
Kommentar 75: Normalo schreibt am 23.03.2026, 15:28 Uhr :
Das ist wohl eher ein Promi-Problem. Vom Normalo sind nicht ausreichend geeignete Vorlagen zugänglich. Wir sind ja alle anständig aber rein informativ kann man unter Celebrity-Porn suchen. Das meiste sind Comix, mehr oder weniger witzig. Dann kommen echte alte Filme und Fotos, man „war jung und brauchte das Geld“ und möchte später nicht mehr daran erinnert werden. Aber was hier groß thematisiert wird spielt abgesehen von ein paar schlechten Fotomontagen bis jetzt keine Rolle für die große Mehrheit. Identitäts-Klau ist schon eher Problem für viele, aber meist mehr in betrügerischer Absicht. Sollten da ein paar Lücken im Persönlichkeitsrecht sein spricht dennoch nichts dagegen die zu stopfen. Aber nicht überziehen, eher abrüsten als aufrüsten. In Australien hat Katy Perry zurecht einen Prozess gegen die Designerin Katie Perry verloren. Katie Perry heißt wirklich so, die Sängerin Katy Perry heißt eigentlich Katheryn Hudson. Stoppen der Abmahn-Anwälte wäre wichtiger für die Allgemeinheit.
Kommentar 74: Frau Schmitt schreibt am 23.03.2026, 15:13 Uhr :
Schon allein wie viele Kommentare hier gesperrt werden müssten, weil sie gegen die Nettiquette verstießen , ist doch schon eine Aussage darüber wie in diesem Land mit dem Thema umgegangen wird . Ich finde es auch schwierig der Tochter gegenüber das Ganze öffentlich zu diskutieren . Andererseits , wissen wir ob und wie darüber zuhause gesprochen wurde ? Kann man es nicht auch verstehen angesichts des Ohnmachtsgefühls , das es ja auch lang genug gegeben haben muss , als der Täter noch nicht bekannt war ? Es ist immer leicht von außen zu urteilen . Wie wir selbst reagieren würden , ist meistens anders
Kommentar 73: Paul S, schreibt am 23.03.2026, 14:23 Uhr :
Dieser Fall ist eine Art von Rosenkrieg, nach Scheidungen bei Promis oft üblich. Nur das Thema weshalb, ist ein anderes. Wenn Beweise vorliegen, dann erst wird verurteilt und nicht früher.
Antwort von , geschrieben am 24.03.2026, 02:15 Uhr :
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Antwort von George Orwell , geschrieben am 18.04.2026, 01:10 Uhr :
Das sehe ich auch als Rosenkrieg an. Es mag vielleicht wirklich ein paar Gesetzeslücken geben aber dies Story als Aufhänger ist die schlechteste Idee.
Kommentar 72: Vera Aloe Spüli schreibt am 23.03.2026, 13:26 Uhr :
Richten Sie Beisenherz aus, dass ich seinen Kölner Treff für Trash halte. Eine subtil linkspopulistische Show mit Geschäftsinteressen derer, die dort auftreten. Abschalten! Alles leider nur inszeniert. Mit meiner Meinung bin ich nicht alleine.
Antwort von Normalo , geschrieben am 23.03.2026, 15:34 Uhr :
Das sehe ich mir auch nicht an. Auch bin ich mir nicht sicher ob das künstlich in Medien hochgekocht wurde oder ob jemand die Medien für Stimmungmache missbraucht - oder beides.
Antwort von Anonym , geschrieben am 23.03.2026, 19:01 Uhr :
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Antwort von , geschrieben am 24.03.2026, 02:00 Uhr :
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Antwort von , geschrieben am 24.03.2026, 08:13 Uhr :
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Kommentar 71: Baba schreibt am 23.03.2026, 12:21 Uhr :
Es ist erschreckend zu sehen, wie sehr sich der Diskurs hier direkt verändert. Der WDR nutzt natürlich Frau Fernandes als Clickbait und das funktioniert offensichtlich sehr gut, aber lenkt auch leider vom Thema des Artikels ab. Gefühlt haben 90% der Verfasser der Kommentare den Artikel nicht gelesen bzw. beziehen sich nicht auf dem Inhalt. "Es geht um sogenannte Deepfakes und gefälschte Nacktbilder. Deutschland hinkt in dem Bereich rechtlich hinterher." Darum geht es! Wenn Sie das wirklich interessiert, reden Sie doch bitte mit Betroffenen, lesen Sie weitere ausführlichere Artikel/Studien zu dem Thema und teilen dann Ihre Erkenntnisse. Aber hören Sie bitte auf, das Thema einzig auf den Fall Fernandes/Ulmen zu beschränken, ob er oder sie nun schuldig ist oder nicht. Das ist etwas, was Sie persönlich, wie schon häufig angemerkt, auch völlig egal sein kann. Die rechtliche Situation zu digitaler Gewalt in Deutschland ist miserabel und das ist das Thema, das auch viele Menschen betrifft.
Kommentar 70: Brigitta S. schreibt am 23.03.2026, 11:52 Uhr :
Viele Menschen, nicht nur C. Fernandes warten auf eine durchgreifende Gesetzesgrundlage, die den Verletzungs- Spuk im Internet kräftig das Ende macht. Strafanzeigen bei Deepfakes, gefälschte Nacktbilder, Verleumdungen, Bloßstellungen, sie änderten nichts. Die für Menschen unwürdige Freiheit, darf keinen Missbrauch -Platz mehr haben. Ex - Kanzlerin sagte: Deutschland ist noch Neuland beim Internet. Ahnte da niemand, dass DE im kriminellen Internet- Land landen wird. Hirnlos werden Tools von Anwender missbraucht um viele Menschen und sogar die eigene Familie schaden kann. In der digitalen Welt wird Software, Apps, Computerprogramme angeboten, womit Prozesse vereinfacht, automatisiert die Qualität der Arbeit durch die KI verbessern sollte. Es wurde eine katastrophale Welt geschaffen, weil die Missbrauch- Tür offen gelassen wurde für jeden Benutzer. Sorry, wer ist nun verantwortlich darüber, die Täter die Möglichkeit ausnutzen oder der Gesetzesgeber der zu lange abgewartet hat?
Kommentar 69: 23.03.2026, 09:44 Uhr :
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