Atomgipfel in Paris | Aktuelle Stunde
04:27 Min.. Verfügbar bis 10.03.2028.
War der Atomausstieg ein Fehler? Warum jetzt über Mini-AKW geredet wird
Stand:
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Atomausstieg als "strategischen Fehler" bezeichnet. Die EU werde in Zukunft wieder mehr in Kernenergie investieren - vor allem Mini-AKW stehen in Fokus. Gibt es bei uns ein Atom-Comeback?
Von Lukian Ahrens
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Das zerstörte Atomkraftwerk in Fukushima
Vor 15 Jahren, am 11. März 2011, ereignete sich im japanischen Fukushima das größte nukleare Unglück seit Tschernobyl. Aufgrund eines Seebebens und des nachfolgenden Tsunamis fiel in mehreren Reaktorblöcken im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi der Strom aus. Es kam zu Kernschmelzen und Wasserstoffexplosionen und erhebliche Mengen radioaktiver Stoffe gelangten in die Atmosphäre.
Noch im selben Jahr beschloss der Deutsche Bundestag den Ausstieg aus der Atomenergie. Im April 2023 wurden die drei letzten deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet. Andere Länder investieren aber weiter in die Atomenergie - vor allem als emissionsarme Alternative zu Gas und Kohle, um die Abhängigkeit von anderen Ländern zu verringern. Es gehe aber auch um nukleare Abschreckung, sagt Journalistin und Energie-Expertin Ann-Kathrin Büüsker dem WDR. "Nukleare militärische Nutzung geht aber immer Hand in Hand mit nuklearer ziviler Nutzung."
Unter anderem das Vereinigte Königreich (UK), Polen, Tschechien und Frankreich setzen weiterhin auf Atomkraft und wollen diese in Zukunft noch ausbauen. Dabei sollen vermehrt so genannte Mini-AKW entstehen.
EU-Kommission will Atomenergie fördern
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beim Kernenergie-Gipfel in Frankreich
Die EU-Kommission unterstützt dieses Vorhaben. Es sei ein "strategischer Fehler" gewesen, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Atom-Gipfel in Frankreich, "einer zuverlässigen, bezahlbaren Quelle für emissionsarmen Strom den Rücken zu kehren." Gerade die aktuelle Krise im Nahen Osten zeige, dass es wichtig sei, nicht von Energieimporten abhängig zu sein.
SMR-Reaktoren sollen bis 2030 einsatzbereit sein
Vor allem in so genannte SMR-Reaktoren (small modular reactors, deutsch: kleine modulare Reaktoren) soll in Zukunft investiert werden. Neben herkömmlichen Kernreaktoren würden sie eine Schlüsselrolle bei einer flexiblen, sicheren und effizienten Energieversorgung spielen. "Wir wollen, dass diese neue Technologie in Europa bis Anfang der 2030er Jahre einsatzbereit ist", sagte von der Leyen.
Dazu sollen auch EU-Vorschriften angeglichen und Investitionen mobilisiert werden. "Heute kann ich verkünden, dass wir Investitionen in innovative Kerntechnologien mit einer Garantie in Höhe von 200 Millionen Euro unterstützen werden", sagte von der Leyen. Ziel sei die Verbesserung der Investitionsbedingungen in der europäischen Kernenergieindustrie.
Wird es in Deutschland damit auch eine Rückkehr der Atom-Industrie geben? Was sind die SMR-Reaktoren und was ist der Vorteil von diesen Mini-AKW? Wie steht es um unsere Versorgungssicherheit? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Ist in Deutschland ein Atom-Comeback geplant?
Zwar gibt es von Seiten der Union immer mal wieder Bestrebungen, den Atomausstieg rückgängig zu machen, laut Bundeskanzler Friedrich Merz werde Deutschland allerdings nicht zur Atomenergie zurückkehren. "Der Beschluss ist irreversibel. Ich bedauere das, aber es ist so", sagte er am Dienstag. Auch Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) schob einer Atom-Rückkehr den Riegel vor. "Deutschland ist zu Recht ausgestiegen aus der Atomkraft. Wir sind beim Ausbau der Erneuerbaren Energien extrem schnell." Auch die Kohleverstromung gehe zurück, so Schneider.
Doch vielen geht der Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht schnell genug. Als großes Industrieland ist NRW besonders auf eine stabile Stromversorgung angewiesen. Und laut IHK Köln könnte die Versorgungssicherheit mit dem Kohleausstieg bis 2030 gefährdet sein. Während Deutschland also an seiner Abkehr von der Atomkraft bleibt, planen Nachbarländer bereits den Bau von SMR-Reaktoren. Im niederländischen Limburg sollen gleich vier Stück von den Mini-AKW gebaut werden - nur wenige Kilometer entfernt von der Grenze zu NRW.
Was sind SMR-Reaktoren?
Eine einheitliche Definition von SMRs gibt es nicht. Die Internationale Atomenergie Agentur (International Atomic Energy Agency - IAEA) beschreibt SMRs als eine Gruppe kleiner Reaktoren mit geringerer Leistung als heutige Atomkraftwerke. Die Mini-AKW haben laut IAEA eine maximale Leistung von 300 Megawatt (MW). Ein herkömmliches Atomkraftwerk kommt demgegenüber häufig auf eine Leistung von mindestens 700, üblicherweise aber auf 1.000 Megawatt.
Was sind SMR-Reaktoren?
Technologisch unterscheiden sich die meisten Mini-AKW, die in Planung sind, nicht von normalen Atomkraftwerken. Sie können somit den Leichtwasserreaktoren zugeordnet werden, wo normales Wasser als Kühlmittel und Moderator genutzt wird. In der Atomenergie bezeichnet man als Moderator einen Stoff, der schnelle Neutronen abbremst und dadurch die Kettenreaktion der Kernspaltung erst ermöglicht und aufrechterhält.
Was ist der Vorteil von Mini-Atomkraftwerken?
In China werden bereits mehrere Mini-AKW gebaut
Bei allen deutschen Atomkraftwerken handelte es sich um Leichtwasserreaktoren. Bei den SMRs gibt es aber auch neuartige Konzeptideen. 2023 ging in China ein Reaktor in den Testbetrieb, der als Hochtemperaturreaktor konzipiert ist. Dabei wird ein gasförmiges Kühlmittel verwendet und Graphit als Moderator eingesetzt. Dadurch wird eine wesentlich höhere Arbeitstemperatur ermöglicht.
Den großen Vorteil von SMR-Reaktoren sieht die Nuklearwirtschaft jedoch nicht in einer neuen Funktionsweise, sondern darin, dass deren Komponenten in einer Fabrik in Serie gefertigt werden können. Sie seien daher einfacher und kostengünstiger zu bauen als große Atomkraftwerke, die jahrelange Bauzeiten benötigen und Milliarden verschlingen. In Frankreich ging 2025 nach 17-jähriger Bauzeit ein neuer Atomreaktor ans Netz. Kostenpunkt: 23,7 Milliarden Euro.
Ist eine Rückkehr zum Atomstrom aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll?
Unter anderem wegen der Kosten hält Hauke Hermann vom Öko-Institut, einem privaten Forschungsinstitut für Umwelt- und Energiepolitik, eine Rückkehr zur Atomenergie in Deutschland daher für nahezu ausgeschlossen. "Die Debatte gibt es ja immer mal wieder. Als realistische Option würde ich das allerdings nicht sehen, weil verschiedene Faktoren dagegensprechen", sagte er am Dienstag dem WDR. Neben den Kosten eben auch die Bauzeit.
Laut Nuklearbranche sollen Mini-AKW ja aber genau diese Probleme lösen. Wegen der geringeren Stromproduktion müssten allerdings auch deutlich mehr SMR-Reaktoren gebaut werden, rechnet das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) vor. "Anstelle von heute circa 400 Reaktoren weltweit mit großer Leistung würde dies also den Bau von mehreren tausend bis zehntausend SMR-Anlagen bedeuten." Relativ betrachtet seien die Baukosten von Mini-AKW höher als bei großen Atomkraftwerken, schreibt das BASE.
Und selbst die deutsche Industrie sieht die SMR-Reaktoren skeptisch. Bereits Anfang März sagte Markus Krebber, Chef von Deutschlands größtem Stromerzeuger RWE, dem Newsletter Energie & Klima des Nachrichtenportals Politico, dass SMR-Reaktoren derzeit keine realistische Alternative seien.
Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender von RWE
"Stand jetzt ist eine Investition für ein privatwirtschaftliches Unternehmen in SMRs nicht darstellbar." Nach derzeitigem Stand gebe es keinen einzigen Zulieferer weltweit, der eine Bauzeit zusagen und zu fest vereinbarten Kosten anbieten würde, erklärte der RWE-Chef. "So ein Investitionsrisiko sind wir als privates Unternehmen nicht bereit, zu übernehmen."
Ähnlich sieht das auch Hauke Hermann. "Die SMRs sind noch in einer sehr frühen Entwicklungsstufe und es wird noch sehr lange dauern, bis die wirklich wettbewerbstauglich Strom produzieren können."
Sind Mini-AKW sicherer als herkömmliche Kraftwerke?
Da bislang nur in Russland und China erste SMR-Reaktoren in Testphasen an den Start gegangen sind, kann das Sicherheitsrisiko noch nicht gänzlich abgeschätzt werden. Laut BASE könnten Mini-AKW gegenüber Atomkraftwerken mit normaler Leistung jedoch tatsächlich sicherer sein, "da sie beispielsweise ein geringeres radioaktives Inventar pro Reaktor aufweisen."
Allerdings brauche es für die gleiche Menge an Strom eine deutlich höhere Anzahl an Reaktoren, "in denen es prinzipiell zu Zwischenfällen kommen könnte", so das BASE.
Braucht es Atomstrom für die Versorgungssicherheit?
Braucht es die Mini-AKW nicht aber für die Versorgungssicherheit, wenn Deutschland auch noch aus der Kohle aussteigt? Laut Hauke Hermann ist diese Angst unbegründet. "Auf der einen Seite gibt es natürlich Instrumente wie den Ausbau Erneuerbarer Energien." Damit habe man bereits den Wegfall der Atomenergie aufgefangen. "Wenn man sich die letzten 15 Jahre anschaut, wurde das sogar überkompensiert."
Auf der anderen Seite würden ja auch neue Gaskraftwerke gebaut werden, die nur wenige Stunden im Jahr betrieben werden sollen. "Und das ist auf jeden Fall passfähiger mit den Erneuerbaren Energien, als Atomkraftwerke die klassischer Weise in der Grundlast betrieben werden."
Unsere Quellen:
- WDR-Interview mit Hauke Hermann, Öko-Institut
- Informationen des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung
- Beitrag der IHK Köln zur Versorgungssicherheit in NRW
- Nachrichtenagenturen dpa und AFP
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 10.03.2026, 18:45 Uhr
32 Kommentare
Kommentar 32: Christian H. schreibt am 12.03.2026, 21:34 Uhr :
Der einzige Fehler ist Frau von der Leyen.
Kommentar 31: Eberhard schreibt am 12.03.2026, 21:02 Uhr :
Was soll man da noch sagen. Schneewittchen aus Brüssel möchte kleine Atomkraftwerke. Man könnte Sie ja auf die Gorch Fock verbannen, da könnte Sie nach den Millionen suchen, die Sie dort vergraben hat. Nun mit den kleinen Atomkraftwerken ist es halt so wie mit den kleinen Atombomben ( die gibt's ja). Einfach mal Nachdenken. ( Geht heutzutage allerdings meist nicht mehr)
Kommentar 30: Gerd Groß schreibt am 12.03.2026, 17:28 Uhr :
Man sollte sich nicht selbst belügen.. Ohne Subventionen läuft hier gar nichts.. Zum Bau von Atomkraften braucht man Facharbeiter und diese wird man nicht mehr finden,weil wir mittlerweile Rente beziehen. Erdwärmekraftwerke laufen hundert Jahre und mehr..und mit der neuen Technik braucht man keine Wasserquellen unten mehr anzapfen.. Man hält die Bürger in Deutschland einfach nur dumm.
Kommentar 29: Oberursel aus Oberursel schreibt am 12.03.2026, 16:44 Uhr :
Die Uschi hat sich verzockt. Wir verzichten auf günstiges russisches Gas und lassen uns von der Ukraine die Pipeline sprengen. Jetzt kaufen wir das teure vielfach umweltschädlichere LNG-Gas in Amerika. Jetzt geht unsere Industrie wegen der hohen Energiepreise den Bach runter. Nur Rheinmetall freut sich noch. Mit einer Atommacht sollten wir sowieso keinen Krieg beginnen. Und alles nur, weil das von Obama als Regionalmacht bezeichnete Russland nicht mit der NATO Osterweiterung einverstanden war und sich bedroht gefühlt hat. Für die Schwarzmeerflotte in Sewastopol lief der Pachtvertrag aus. Zu den geänderten Bedingungen hat Russland die Krim zurück gewollt. Die Krim wurde schließlich zum 300jährigen Bestehen einem Brudervolk geschenkt und zwar von einem russischen Präsidenten der gebürtiger Ukrainer war und seinen eigenen Wahlkampf in der damals zur UDSSR zugehörigen Ukraine positiv gestalten wollte. Noch Fragen? Jetzt entdeckt die Uschi die Atomkraft unserer Energie-Monopolisten wieder.
Kommentar 28: Brigitta S. schreibt am 12.03.2026, 16:42 Uhr :
Bezahlbare, saubere, sichere Energie, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit, so hatte die deutsche Politik gesprochen schon während dem UKR-Krieg. Dann kam der Israel/ Irankrieg. Wie kann man da sicher sein bei dem Ziel, bis 2045 klimaneutral zu sein? Geplant wurde von der Politik, dass die klimafreundliche Energie für Bürger besser, bequemer und vor allem günstiger werde, davon ist zwei Jahre danach hart was zu spüren bei der Energiekrise. AKW abzuschalten war ein Fehler, super die Erkenntnis von Frau v. d. Leyen im Nachherein. Ich finde, ihre Pläne was in Zukunft sicher sein soll, dass kann die Politik bald vergessen. Eine gute Zukunft kann man sich wünschen, aber die Sicherheit steht nicht auf festen Boden. Kriege kennen keinen Klimaschutz, da wird dem Klimaplan ganz schön dagegen gefunkt. Wie kommt jetzt Deutschland weiter? Auf Sparflamme setzen und leben mit noch höheren Preisen? Verlangt nicht so hohe Steuern und spart woanders unwichtige Pläne ein.
Kommentar 27: Richter_irgendwo schreibt am 12.03.2026, 14:05 Uhr :
was wirklich interessant wäre, ist die Tatsache wie viel "strahlender Abfall" durch die vielen kleineren SMReaktoren entsteht, im Gegensatz zu einem "großen Reaktor"? In allen anderen Lebensbereichen ist es so, dass eine effiziente Großanlage deutlich weniger unnütze Nebenprodukte erzeugt als viele kleine Anlagen. Zusätzlich bleibt nach wie vor unbeantwortet wohin mit dem "strahlenden Müll", die Wohnorte und Wahlkreise der politischen Befürworter solcher Anlagen jedenfalls scheiden bereits jetzt aus!
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 12.03.2026, 19:59 Uhr :
Ob strahlender Müll oder Müll von früher verbuddelt oder wo anders abgestellt, abgelegt wird, er lebt bis in alle Ewigkeit. Es ist schon vorgekommen, dass Touristen vom Norden meinten, der Schuttberg nahe dem Fußballstadion in München wären schon die Voralpen. Kleine Reaktoren erzeugen auch Abfall für später, falls die nächsten Generationen sie nicht mehr wollen. Keiner will Müll vorm Haus haben. Es macht auch alles was heute militärischer Fortschritt genannt wird, viel Müll. Weitere Gefahren lauern da, wo der Mensch mit einer Art von Wahnsinn Politik macht, die erleben wir jetzt.
Kommentar 26: Erwerbsminderungsrentner schreibt am 12.03.2026, 10:52 Uhr :
Ich stelle fest, wenn ich Strom spare, und das muss ich, wird trotzdem der Grundpreis immer höher. Ich hoffe, dass es bald finanzierbare Speicher für Ökostrom gibt und Privatverbraucher sich komplett von Energieversorgern entkoppeln können. Die Kosten für Mini-AKW sollen dann die Konzerne aufbringen. Mein alter PC tut es noch und läuft mit Linux. Mit dem Bau des Microsoft Rechenzentrums ( Stromverbrauch immens) in Bergheim, machen wir uns weiter abhängig von USA, wie beim Kampfjet F35. Wir wissen doch noch nicht, wie sich die Welt entwickelt.
Kommentar 25: The.O schreibt am 12.03.2026, 10:01 Uhr :
Sonne und Wind schicken keine Rechnung, nein, daß macht der Stromlieferant. Und ganz risikofrei sind Windkraftanlagen auch nicht wenn ich bedenke, daß in den meisten Anlagen das umweltschädliche Gas SF 6 verbaut wurde. Es ist 23500 mal schädlicher als CO2 und hält sich in der Atmosphäre 3200 Jahre. Außerdem wären sie im Kriegsfall sehr leicht zu zerstören.
Kommentar 24: Andre Schäfer schreibt am 12.03.2026, 09:38 Uhr :
Hach ja, Fukushima. Tschernobyl wurde durch einen kritischen Konstruktionsfehler des Reaktors selbst zerstört. In Fukushima hingegen, war es die Zerstörung der gesamten Reaktor-Peripherie durch einen Jahrtausend-Tsunami. Das ist schon ein gewisser Unterschied. Gut, ein AKW auf Meeresspiegelhöhe, in unmittelbarer Nachbarschaft zur vulkano-seismisch aktivsten Region der Erde, dem pazifischen Feuerring, an die Küste zu bauen, war nicht gerade Japans cleverste Idee. Aber zumindest diesen Fehler zu wiederholen, lässt sich für Deutschland vollständig ausschließen. Und den Tschernobyl-Fehler so wiederholen, lässt sich mit der CANDU-Konstruktions weitestgehend ausschließen. Trotzdem: Ohne sicheres Endlager, sind AKW so ziemlich die dämlichste Idee der Politik. Wobei: Man könnte den ganzen radioaktiven Müll ja im Keller des EU-Parlaments einlagern. Da sind ohnehin schon alle verstrahlt.
Antwort von Christian H. , geschrieben am 12.03.2026, 21:37 Uhr :
Vielen Dank für diesen schönen Kommentar 😂🙏
Kommentar 23: Alexander Fiedler schreibt am 12.03.2026, 05:50 Uhr :
Das Endlagerproblem wurde gelöst, radioaktiver Abfall wird dadurch zum Rohstoff. Man kann ihn jetzt solange weiterwerwerten bis er nur noch 800 Jahre strahlt. Das haben die Gegner nur nicht mitbekommen, weil die kognitive Dissonanz verhindert, dass sie es begreifen. Es wird sich aber früher oder später auch in Deutschland rumsprechen, und dann wird die AfD wohl daraus Kapital schlagen, dass die Gutmenschen es wieder mal nicht schaffen aus ihrem Teufelskreis der Selbstverarsche auszubrechen. Man müsste ja nur mal bei Merz investigativ nachfragen warum es so unmöglich ist den Aufstieg ad hoc rückgängig zu machen, den er ja selber bedauert. Schon würde das ganze Kartenhaus in such zusammen brechen. Aber wenn jetzt alle Nachbarländer direkt hinter der Grenze neue MiniAKWs bauen fallen für uns auch ein Paar Krümel ab, und die Enegiesicherheit steigt dadurch enorm.
Antwort von Andre Schäfer , geschrieben am 12.03.2026, 10:01 Uhr :
Das EBR-Konzept kam nie über Experimental hinaus und der EBR-I ging in eine partielle Kernschmelze. Das CRBRP war 11 Jahre lang ein Milliarden-Grab und wurde aufgegeben. MSRs existieren bislang nur zwei in Betrieb und beide nur als Forschungsreaktoren. Und der BWRX-3000 (SMR) existiert bislang auch nur auf dem Papier. Also von GELÖST kann da mal rein gar keine Rede sein. Theoretisch möglich, ja. Technisch ausgereift umgesetzt, Jahrzehnte davon entfernt!
Kommentar 22: Nein Danke schreibt am 11.03.2026, 19:25 Uhr :
Die Politiker:innen, die heute für Kernenergie oder gar fossile Energiequellen sind, haben nicht begriffen, dass Atomkraftwerke Belastungen mit sich bringen, für die wir keine Lagerungsmöglichkeiten in Europa haben. Wer möchte schon ein Atommüll-Endlager vor der Haustür haben? So nebenbei ist radioaktiver Müll ein Langzeit-Thema für Jahrtausende. Selbst fossile Energiequellen sind endlich und umweltschädlich. -- Es gibt erneuerbare Energiequellen wie Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie und sicher noch weitere Möglichkeiten.- Wenn unsere Politiker:innen mehr den Forschenden und den Wissenschaftler:innen zuhören würden, um sie zu verstehen und nicht parteipolitischen Ideologien folgen, wären wir in unserem Land und in Europa schon viel weiter. -- Es sind Visionen und Mut gefragt, statt an Althergebrachtem zu kleben. Doch welche Politiker trauen sich das heute? Ich bleibe dabei: - Atomkraft nein Danke - und erinnere an Tschernobyl und Fukushima und die Folgen
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 11.03.2026, 23:29 Uhr :
@Nein Danke ......Alles schön und fast gut, was im Kommentar steht. Trotzdem was wäre so schlimm gewesen, wenn die AKW noch ein paar Jahre länger gelaufen wären? Es wurde schneller abgebaut, verboten als die neuen Energiequellen sicher waren zur allgemeinen Versorgung. So nebenbei hätte Deutschland sie schon noch benötigt. Der Ampelkoalition konnte es nicht schnell genug gehen. Das Klima stand im Vordergrund und die Hausbesitzer standen auf unsicheren Beinen. Was die Windräder, die Wasserkraft betrifft, da kann es auf Dauer keine sichere Energie - Garantie geben, auch nicht die Experten. Kriege, Terroristen, können diese offen gelegten Anlagen zerstören. Die Sonnen -Energie ist eine der sichersten. Frau v. d. Leyen sagt jetzt über AKW, wir haben einen Fehler gemacht. Bekommt man das Gefühl nicht dabei, die EU Brüssel ist nur symbolisch politisch vorhanden?