Mehr Befugnisse für Apotheken? | WDR aktuell

02:21 Min. Verfügbar bis 27.02.2028

Apotheke statt Arzt? Was bedeutet das für Menschen in NRW?

Stand:

Apotheke statt Arzt? Der Bundestag hat heute beraten, ob Apotheken mehr impfen und verschreiben dürfen – gerade auch für Menschen auf dem Land. Was sagen die, die es betrifft dazu?

In der Dorf-Apotheke in Goch-Pfalzdorf stehen die Kunden Schlange. Sie sind froh, dass es hier noch eine Apotheke gibt. Der Hausarzt nebenan hat schon vor knapp zwei Jahren dicht gemacht. Wenn Apotheker mehr Aufgaben vom Arzt übernehmen dürften, würde das den Menschen hier Zeit und Fahrerei sparen. Das, was heute in Berlin in einer ersten Lesung im Bundestag beraten worden ist, finden viele Kunden in der Apotheke deshalb gut.

Apotheke statt Arzt? "Wir müssen ja sowieso für alles fahren" – das sagen Patienten

Das sagen Menschen in der Apotheke und beim Arzt dazu.

Kundin in der Apotheke in Goch-Pfalzdorf

"Wir müssen ja jetzt sowieso für alles immer nach Goch fahren. Da finde ich das hier vor Ort auch nicht schlecht", sagt diese Frau in einer Apotheke in Goch-Pfalzdorf.

"Wir müssen ja jetzt sowieso für alles immer nach Goch fahren. Da finde ich das hier vor Ort auch nicht schlecht", sagt diese Frau in einer Apotheke in Goch-Pfalzdorf.

"Das fände ich eigentlich gut. Dann werden die Ärzte ein bisschen entlastet und man kann das ein bisschen entzerren", sagt diese Apothekenkundin.

Dieser Apothekenkunde sagt: "Das finde ich vollkommen in Ordnung, weil die Apotheken haben es immer schwerer."

Eine Patientin in einer Hausarztpraxis Geldern-Kapellen sagt, selbst, wenn sie länger warten müssen - die Apotheke sei für sie keine Alternative zu ihrem Arzt. "Mein Hausarzt ist der Ansprechpartner."

"Bei Medikamenten bin ich noch ein bisschen zwiegespalten. Bei manchen wäre ich, glaube ich, doch froh, vorher mit dem Arzt noch mal gesprochen zu haben und da das sichere Feedback zu haben", sagt diese Hausarztpraxis-Patientin.

Das Gesetz, um das es geht, nennt sich "Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz". Es soll vor allem in strukturschwachen Regionen die Versorgung verbessern. Wie etwa hier in Goch im Kreis Kleve.

Ein rotes Apothekenschild an einer Hausfassade

Apotheke statt Arzt?

Denn Hausarztmangel und Apothekensterben trifft den ländlichen Raum besonders hart. Allein 2025 haben laut Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, ABDA, bundesweit etwa 440 Apotheken geschlossen, am Jahresende waren nur noch 16.601 übrig.

Noch 3.510 Apotheken in NRW

In ganz NRW gibt es derzeit 3.510 Apotheken – davon 1.897 im Bereich Nordrhein und 1.613 in Westfalen-Lippe. In beiden Kammerbezirken sank die Zahl 2025 jeweils um 43.

Seit 2013: fast jede fünfte Apotheke in Deutschland dichtgemacht

Nach Angaben der ABDA hat seit 2013 insgesamt fast jede fünfte Apotheke in Deutschland dichtgemacht. Das trifft so etwa auch auf den Bereich der Kammer Nordrhein zu. Dort waren es Ende 2015 noch 2.312 Apotheken – ein Rückgang von etwa 18 Prozent in zehn Jahren. Westfalen-Lippe macht einen 20-Jahres-Vergleich: Zwischen Anfang 2006 und 2026 ging die Zahl der Apotheken demnach sogar um 28 Prozent zurück – damit schloss mehr als jede vierte Apotheke in diesem Bereich.

Ein wesentlicher Grund, so die Apothekerverbände: Die Vergütung stagniert, die Kosten nicht. Das gesetzlich festgelegte Honorar je abgegebener Packung wurde zuletzt 2013 angepasst - seitdem seien die Betriebskosten laut ABDA um etwa 65 Prozent gestiegen.

Die Apothekerschaft macht deshalb in diesen Tagen Druck: Eine bundesweite Online-Petition fordert die Bundesregierung auf, eine im Koalitionsvertrag angekündigte Honorarerhöhung endlich umzusetzen. Und für den 23. März hat die ABDA einen bundesweiten Protesttag ausgerufen – mit Schließungen und zentralen Kundgebungen - auch in Düsseldorf.

Die Apotheke vom Vater übernommen

Ein Mann in blauem Pullover mit Bille

Bastian Schlotmann

Während andere dicht machen, hat Bastian Schlotmann die Apotheke in Goch-Pfalzdorf von seinem Vater übernommen. Er will nicht nur Medikamente verkaufen, er kann sich zum Beispiel auch vorstellen zu impfen.

Bereits jetzt könne sein Team schon gegen Corona und Grippe impfen. "Dafür sind wir geschult." Mit einem neuen Gesetz sollen jetzt möglicherweise zum Beispiel auch Totimpfstoffe als Apotheken-Impfung freigegeben werden. "Da wären wir bereit, das auch mitzuimpfen." Totimpfstoff verwendet man man zum Beispiel gegen Hepatitis, Tollwut oder Polio.

Verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept

Laut Gesetzentwurf der Bundesregierung sollen Apotheker aber auch verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept abgeben dürfen – etwa für chronisch Kranke oder bei leichten Erkrankungen. Als Beispiel nennt Apotheker Schlotmann aber auch antibiotische Augensalben. Für problematisch hält er das nicht. So eine Bindehautentzündung sei "schon ziemlich offensichtlich".

Die Idee hinter dem Gesetzentwurf: Kompetenzen verlagern, Apotheken stärken und gleichzeitig Hausärzte entlasten. Doch nicht alle sind davon überzeugt. Das zeigt ein Besuch in einer Hausarztpraxis in Geldern-Kapellen. Hier gibt es eine Apotheke und einen Hausarzt.

"Mein Hausarzt ist mein Ansprechpartner"

Bei unserem Besuch ist es verhältnismäßig leer. Doch meistens ist das Wartezimmer voll, sagen sie hier. Doch selbst wenn sie länger warten müssen – die Apotheke sei für sie keine Alternative zu ihrem Arzt, sagt eine Patientin im Wartezimmer: "Mein Hausarzt ist mein Ansprechpartner." Eine andere Frau sagt:

"Bei Medikamenten bin ich zwiegespalten. Da bin ich froh, vorher mit meinem Arzt zu sprechen und ein sicheres Feedback zu haben." Patientin beim Hausarzt in Geldern-Kapellen
Ein Mann im Arztkittel

Allgemeinmediziner Dr. Matthias Oerding

Im Kreis Kleve gäbe es einen absoluten Mangel an Hausärzten, sagt Hausarzt Matthias Oerding. Doch die Pläne der Bundesregierung würden Ärzte und ihre Praxen nicht wirklich entlasten.

Was ist, wenn beim Impfen eine allergische Reaktion, ein anaphylaktischer Schock auftritt?

Corona- und Grippeimpfungen könnten die Apotheker seiner Meinung nach gerne übernehmen – bei den anderen Plänen hingegen ist er skeptisch. "Bei Einzel- oder Reiseimpfungen geht es um die Frage, ist der Apotheker in der Lage, seltene Impfkomplikationen bis hin zum anaphylaktischen Schock zu behandeln. Und die Verschreibung von Medikamenten – die sehe ich eher in Händen der Ärzte", sagt Oerding. Für allergische Impfreaktionen hat der Apotheker in Goch-Pfalzdorf aber zumindest ein Notfallmedikament in seinem Impfraum.

"Alle sollen sich jetzt mal zusammenraufen"

Kompetenzen haben wollen alle – aber abgeben will sie offenbar keiner. David Matusiewicz, Ökonom und Professor für Gesundheitsmanagement in Essen, hält wenig von diesem Streit. In NRW werde bereits mehr als die Hälfte der etwa 11.000 Arztpraxen von Menschen über 55 Jahre geleitet – der Ärztemangel komme also so oder so. Und mittwochnachmittags und samstags habe die Apotheke auf, wenn die Arztpraxis längst geschlossen sei.

"Es geht um ein Und. Wir brauchen beide Versorgungsstrukturen, um überhaupt noch einen Zugang zu gewähren." David Matusiewicz, Gesundheitsökonom

Matusiewicz sagt, er sehe die Apotheke dabei als "Primärversorger in der Zukunft – als erste Anlaufstelle." Sein Appell: "Die, die im Gesundheitssystem mitspielen, sollen sich jetzt mal zusammenraufen."

Gesetzentwurf zu Apotheken "geht in die richtige Richtung"

WDR 5 Morgenecho - Interview 27.02.2026 06:12 Min. Verfügbar bis 27.02.2027 WDR 5


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Vom Bundestag in den Ausschuss

Nach der heutigen ersten Beratung im Bundestag geht das Gesetz in den zuständigen Ausschuss.

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporterin in Apotheke in der Goch-Pfalzdorf
  • WDR Reporterin in der Hausarztpraxis in Geldern-Kapellen
  • Anfrage bei der Apothekerkammer Westfalen-Lippe
  • Pressemitteilung der Apothekerkammer Nordrhein: Weiterer Rückgang im Jahr 2025: Nordrhein zählt nur noch 1.897 Apotheken (14.01.2026)
  • WDR-5-Morgenecho-Interview mit David Matusiewicz, Ökonom und Professor für Gesundheitsmanagement in Essen
  • Pressemitteilung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: Apotheken beschließen bundesweite Proteste (25.02.2026)
  • Pressemitteilung Apothekerkammer Nordrhein: Apothekensterben stoppen - Koalitionsvertrag jetzt umsetzen (27.02.2026)
  • Erste Lesung im Bundestag: Gesundheit -Stärkung öffentlicher Apotheken im ländlichen Raum (27.02.2026)
  • Pressemitteilung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe: Rückgang der Apothekenzahlen in Westfalen-Lippe - Minus 28 Prozent in 20 Jahren (05.01.2026)
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR 5 Morgenecho, Gesetzentwurf zu Apotheken "geht in die richtige Richtung", 27.02.2026, 8 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, Planung: Bundesregierung will mehr Kompetenzen für Apotheken, 26.02.2026, 18.45 Uhr

Kommentare zum Thema

14 Kommentare

  • 14 Franziska 1 28.02.2026, 20:53 Uhr

    Die Politik weiß doch,dass es in 10/15 Jahren noch mehr ältere Menschen werden, die jetzt 50 Jahre alt sind. Das lässt sich nicht aufhalten. Wie will der Rahmen im Gesundheits -Wesen noch sicher stehen, wenn angenommen wird die Apotheke könnte den Ersatzmann/Frau für den Hausarzt machen? Zu viel med. Personal fehlt, dass Problem wird nun zweitrangig gesehen? Viele junge Menschen sieht man schon in der Apotheke neben den Senioren stehen. Stecken da schon die Werbungen der Apotheken dahinter? Viele junge Menschen sind erschöpft, die häufiger unter Depressionen leiden? Dazu schweigen lieber die Politik- Geister? Bei Senioren werden Depressionen meistens "altersbedingt" genannt ohne weitere Behandlung. Diese Reihenfolge ist richtig: "Bei Beschwerden am Körper die nicht aufhören zuerst zum Arzt gehen". Medikamente gibt dazu die Apotheke". Die Apotheke wurde lange als moderner Lebensmittelladen gesehen, jetzt soll sie zum Mittelpunkt der Gesundheits- Behandlung auch noch gemacht werden?

  • 13 Brigitta S. 28.02.2026, 18:00 Uhr

    Hausarztmangel und Apothekensterben, da passt nichts mehr zusammen was an die Oberfläche nun kommt. Gibt es jetzt einen Konkurrenzkampf zwischen Hausarzt und Apotheke? Wer soll das Dilemma noch sicher regeln, die Patienten? Wenn kein Personal ausreichend vorhanden ist, dann können die Kranken nur die Nachteile erhalten. Da geht es um das Versagen beim Gesundheitssystem, wenn die Politik das Problem nicht schnell genug in die Hand nimmt.

    Antworten (1)
    • Flo 28.02.2026, 21:59 Uhr

      Die Politik ist nicht die Lösung des Problems, sondern der Verursacher! Viel Glück den gesunden- und gute Besserung den kranken Menschen.

  • 12 Silke Müller 28.02.2026, 17:58 Uhr

    Könnten ja auch, wie ein großes Postunternehmen, Impfstationen draußen im Regen aufstellen, dient gleichzeitig der Abhärtung, ist zudem extrem Kundenfreundlich.

    Antworten (1)
    • Flo 28.02.2026, 22:01 Uhr

      Wieso? Gibt doch dm und Rossmann, die verkaufen doch im Geschäft, soweit ich weiß.🫣

  • 11 Ramona Lobe 28.02.2026, 14:54 Uhr

    Ich bin seit 26 Jahren Apothekerin und weiß was ich kann und was ich nicht kann. ICH bin der Arzneimittelfachmann (aka -frau), nicht der Arzt. Der Arzt diagnostiziert und legt die Behandlung grundsätzlich fest, das will (und kann) ich gar nicht. Aber wenn es um "Risiken und Nebenwirkungen" geht, fragen Sie bitte wirklich in Ihrer Apotheke, da werden Sie geholfen! Impfen etc gehe ich vollkommen mit, dass der Pieks nicht das Problem ist, sondern evtl Sofortreaktionen, sowohl was das Handling als auch die Haftung angeht; brauch ich zu meinem Lebensglück definitiv nicht. Aber wir in der Apotheke SIND oft die erste, niederschwellige und kompetente Anlaufstelle in Gesundheitsfragen, ganz einfach, weil man bei uns ohne Termin eine Ersteinschätzung bekommt, die eben auch korrekterweise zum Arzt verweist, wenn Selbstmedikation möglicherweise nicht ausreicht. Das leistet Dr google ganz sicher nicht!

  • 10 Maximilian 28.02.2026, 14:26 Uhr

    Viele Apotheken verkaufen zweifelhafte Nahrungsergänzungmittel, die im Drogeriemarkt deutlich günstiger sind. Sind die Betriebskosten einer Apotheke hoch, sind oft überzogene Mieten schuld. Eine Apotheke im Eigentum ist meist eine Goldgrube. Ich kaufe keine zuckerhaltigen Hustenbonbons, weil diese zahnschädigend sind. Ich kaufe keine Hustenbonbons mit Süßstoff, weil diese abführend wirken u.den Darm schädigen können. Und der Rabenhorst Multivitaminsaft hat vom Magazin Ökotest ein "ungenügend" bekommen. Die Dosis der Vitamine war viel zu hoch im Saft. Heute hat meine Apotheke geschlossen, weil die Inhaberschaft wohlständig ist und nicht mehr jedes Geschäft mitnehmen muss.

  • 9 Werner Sommer 28.02.2026, 13:09 Uhr

    Im Land der Smartphone Glotzer wird das sicher bald auch von der KI erledigt ! Schöne neue Welt.

  • 8 Maria 28.02.2026, 11:15 Uhr

    Super, gibt es an der Tanke, könnten ja auch Impfen und Medikamente ausgeben, Handlesen, Geistheilern...würde das Gesundheitssystem enorm entlasten, „wir schaffen das grenzenlos“ Was das für die Menschen bedeutet wurde ja noch nie gefragt, da ist ja eine Brandmauer !

    Antworten (1)
    • Maximilian 28.02.2026, 14:14 Uhr

      Die Corona-Testbuden sollten uns Warnung genug sein. Dubiose Leute haben das Gesundheitssystem abgzockt. Impfen darf generell nicht zum Geschäftsmodell werden.

  • 7 Sandra Schubert 28.02.2026, 10:39 Uhr

    Vorschlag, kann doch auch die Tankstelle mit erledigen, neben Paket Ausgabe, Impfecke !- Einkaufen geht ja auch !

  • 6 Gert 28.02.2026, 07:42 Uhr

    Die Apotheken haben es ja soooo schwer... Na, da weine ich ja gleich. Wie war das noch mit den Coronamasken zu völlig uberhöhten Preisen? War da nicht auch noch was mit Abrechnungsbetrug mit geschenkten Medikamenten? Wenn ich daran denke, dass es jemandem wirtschaftlich schlecht geht, fallen mir die Apotheken als letztes ein. Die sorgen schon für ihren Reibach.

    Antworten (1)
    • Ramona Lobe 28.02.2026, 14:30 Uhr

      Nope. Gesund gestoßen an den Masken haben sich in erster Linie Herr Spahn und Konsorten. Die Apotheken haben sich in der Zeit den A... aufgerissen, um Masken irgendwoher zu ergattern, oft zu horrenden Einkaufspreisen, um dann zwei Wochen später diese dann teilweise unter EK los zu werden, weil der Preis um 80 % gefallen ist. Wir haben Spätschichten gefahren, um Desinfektionsmittel herzustellen und innerhalb einer Woche in der Weihnachtszeit die staatlich verordnete Maskenausgabe etc unter heftigsten Bedingungen zu stemmen, um als Dank dafür den zwangsweisen Kassenabschlag erhöht zu bekommen. Dass es auch bei uns schwarze Schafe gibt, stelle ich gar nicht in Abrede; die gibt es überall. Aber ich kenne KEINEN Beruf, in dem zu Honorierung von 2003 gearbeitet wird; bei uns ist genau das der Fall!

  • 5 Franziska 1 27.02.2026, 23:18 Uhr

    Wer garantiert die Patientensicherheit bei der Apotheke? Die ist bei der Apotheke nicht ärztlich gegeben. Wenn sie zum Bsp. einen Bluthochdruck feststellt wohin geht der Weg zur Medikation? Selbst in die Medikamenten-Schublade langen oder zum Arzt schicken? Ich vertraue den Apothekern schon das sie ihren Beruf gewissenhaft nehmen, aber med. Arbeit vom Arzt übernehmen, dass dürfte was anderes sein. Gesundheitsstärkung im ländlichen Raum bei der Apotheke weil Arztpersonal fehlt? Für Neben-wirkungen ist der Arzt zuständig. Trotz Beratung von der Apotheke kann es zu Probleme kommen, nicht jeder Patient ist gleich. Mir stellen sich die Haare zu Berge wenn ich mir vorstelle, ich müsste evtl.einen Termin bei der Apotheke "auch noch einholen. Was müssen die Bürger am Land noch alles über sich ergehen lassen an Änderungen? Zeitenwende bedeutet, alles wird mit neuer Reform auf den Kopf gestellt? Wie ein Maulwurf gräbt die Politik sich durchs Deutschland. Sichere Böden sollte man nicht umgraben.

    Antworten (3)
    • Ramona Lobe 28.02.2026, 14:33 Uhr

      Der Arzt ist Fachmann für Erkrankungen aka Diagnosen und Behandlung. Der Fachmann für Arzneimittel in Sachen Wirkung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen ist der Apotheker! Wir sind so viel mehr als "Schubladenzieher", bitte informieren Sie sich gerne über unseren Beruf.

    • Paul S. 28.02.2026, 16:27 Uhr

      Ramona, Der Fachmann für Arzneimittel in Sachen Wirkung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen ist der Apotheker schreiben Sie? Die Apotheke gibt Auskunft über Wechselwirkungen, wie der Arzt auch. Für die Wirkung und Nebenwirkungen ist der Arzt anzusprechen. Der Apotheker ist nicht der Arzt der die Auswirkungen der Medikamente behandelt. Warum verdrehen Sie die Kompetenz und Tatsache von Arzt und Apotheker?

    • Flo 28.02.2026, 22:34 Uhr

      @ Paul S.: sie ist „angepinkelt“, weil Apothekerin. Ist wie bei Beamten und Lehrern, die kommen immer alle aus dem Sack, wenn auf selbigen eingeprügelt wird. Für mich ein ausgesprochen lohnendes Charakterstudium. Da spielen die Skandale um gefälschte Krebsmedikamente etc. keine Rolle mehr, vielleicht bereits vergessen, waren aber such die ersten Ansprechpartner. Gier frisst Hirn, ist überall so, leider.

  • 4 Flo 27.02.2026, 22:32 Uhr

    Der Apotheker verschreibt bzw. verkauft verschreibungspflichtige Medikamente mit den Worten: wenn es Probleme gibt, gehen Sie zum Arzt oder in ein Krankenhaus… Das kann und wird keine Lösung sein, sondern im Fall von Problemen eine nie dagewesene Klagewelle nach sich ziehen. Wer ist der Leidtragende? Der Patient, der Apotheker oder ein Arzt? Es ist schwierig genug, wir brauchen nicht mehr, sondern weniger Probleme. Ein Apotheker kann tolle Sachen machen, die ein Arzt nicht kann (warum auch), aber ein Arzt kann und darf zu Recht vieles, was ein Apotheker nicht/ kann und darf. Ich bin darüber froh und in einem Alter, wo ich anstatt der Müslischale morgens (und abends) eine Medikamentenschale bereit stehen habe. Da brauche ich niemanden, der die Rezeptur zusätzlich verändert, weil er darf, aber weil er auch kann? Nö, laß‘ mal. Außerdem würde meiner Meinung nach die Zahl auch der „Landärzte“ weiter sinken. Man diese mit Geld eher anlocken… das wäre gut und das Geld nicht „verpulvert“.

  • 3 Franziska 1 27.02.2026, 20:46 Uhr

    Eine Apotheke ist für mich kein Arzt-Ersatz. Sie kann einiges vom Arzt zwar übernehmen, aber irgendwo ist Schluss. Warum sollen die Patienten am Land einen anderen med. Umgang bekommen als Patienten in der Stadt? Wegen Spritzen benötigen Apotheker eine Schulung, wenn plötzlich eine Allergie auftritt, hat der Apotheker ein Medikament schon im Haus ohne Arztanweisung? Nein danke! Der Apotheker soll Apotheker bleiben, ein Arzt ist ein Arzt! Ich will mich von Arzt rBbehandelt sehen und nicht von der Apotheke. Die Apotheke als erste Anlaufstation bei Gesundheitsprobleme? Ich dachte, dass sollte der Hausarzt sein, nach den letzten Meldungen. Wenn ich gesundheitliche Probleme habe, dann gehe ich zuerst zum Arzt. Ein evtl. Medikament liegt auf der Gesundheitskarte, dass hole ich mir von der Apotheke. Die Apotheke als alles Helfer, wo soll das hinführen? Fragen sie den Arzt oder die Apotheke! Bei Probleme gehe ich zum Arzt. Auch ich brauche ein Arzt -Feedback, erbringt das die Apotheke?

  • 2 Elvira 27.02.2026, 20:21 Uhr

    In spanien ist es gang und gebe .mir hat es bisher immer geholfen .es nerft wenn ei apotheker sagt : verschreibungspflichtig !!!!!

    Antworten (1)
    • Flo 27.02.2026, 21:51 Uhr

      Mag sein, daß es nervt, macht aber durchaus Sinn, und wer kann wissen, wer in der Apotheke hinterm Tresen steht?

  • 1 jaja 27.02.2026, 19:25 Uhr

    Und wieder ein Vorschlag zur Mängelverwaltung ... wie wäre es mal mit einem Vorschlag, wie es besser wird mit der Versorgung?

    Antworten (2)
    • Flo 27.02.2026, 21:52 Uhr

      Machen Sie einen oder mehrere, ich sehe nämlich nix…

    • Wilma 27.02.2026, 22:46 Uhr

      Mängelverwaltung würde ich persönlich als Jammern auf allerhöchstem Niveau bezeichnen.

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