Kunst für die Ohren: Hörstücke, Perfomances, Soundscapes, Collagen WDR 3 Studio Akustische Kunst

Kunst für die Ohren! Hörstücke, Collagen, Performances, Soundscapes.

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Erinnerungen an Klaus Schöning - Mr. Ars Acustica

Erinnerungen an Klaus Schöning - Mr. Ars Acustica WDR 3 Studio Akustische Kunst 17.01.2026 51:35 Min. Verfügbar bis 09.01.2028 WDR 3 Von Bitzenhofer/Kistner/Schulz

Am 6. Januar ist Prof. Klaus Schöning, der ehemalige WDR-Hörspieldramaturg, Gründer und langjähriger Leiter des "Studio Akustische Kunst" des WDR kurz vor seinem 90. Geburtstag gestorben.

Benedikt Bitzenhofer, Sieglinde Kistner, Carsten Schulz – XL Ein Hörspielstudium 1963 – 2001 (51m 28s) +++ Martin Rumori, Dirk Specht – Martine’s Dream (1m 49s)


Schöning war ein international bewunderter, vielfach preisgekrönter Pionier der Radiokunst, ohne den es viele bahnbrechende Hörspiele und Kompositionen nicht gegeben hätte. Er lockte viele prominente Avantgarde-Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Bereichen in die WDR-Studios. Er arbeitete er mit John Cage, Bill Fontana, Pierre Henry, Mauricio Kagel, Alison Knowles, Ferdinand Kriwet, Friederike Mayröcker, R. Murray Schafer, Gerhard Rühm u.v.a. und prägte Begriffe wie „Ars Acustica“ oder „Ars Intermedia“. Das Studio Akustische Kunst erinnert an Klaus Schöning mit einer Meta-Collage zu seiner vielfältigen Radiotätigkeit 2001 produziert von seinem damaligen Team mit Benedikt Bitzenofer, Sieglinde Kistner und Carsten Schulz.

XL Ein Hörspielstudium 1963 – 2001 | 51:28
Benedikt Bitzenhofer, Sieglinde Kistner, Carsten Schulz

Martine’s Dream | 1:49
Martin Rumori, Dirk Specht

WDR 3 Studio Akustische Kunst
Alle zwei Wochen Samstags ab 23:03 Uhr
Kunst für die Ohren! Hörstücke, Performances, Soundscapes.
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Blaues Rauschen 2025: Jana Irmert mit "Ashes"

Blaues Rauschen 2025: Jana Irmert mit "Ashes" WDR 3 Studio Akustische Kunst 02.11.2025 57:06 Min. Verfügbar bis 08.11.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Field Recordings von Felsgestein, ein "auf Sand gebautes" Kontaktmikrofon, eine Induktivspule, die elektromagnetische Felder hörbar macht. Dazu jede Menge hardware-Effektgeräte. Jana Irmert legt frei.

Jana Irmert - Ashes (23m 00s) +++ Jana Irmert - Portals (16m 05s) +++ Kookoon - Movement II (9m 02s)


„Ich hatte damals das Buch"The Sixth Extinction: An Unnatural History“ der amerikanischen Journalistin Elizabeth Kolbert gelesen, die beschreibt, dass das, was von der Menschheit übrig bleibt, eine Schicht im Gestein sein wird, die so dünn ist wie ein Zigarettenpapier. Und das hat mich nicht losgelassen.“

Ashes | 23:00
Jana Irmert

Portals | 16:05
Jana Irmert

Movement II | 9:02
Kookoon

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’Napoli oscura’ von Michael Riessler

’Napoli oscura’ von Michael Riessler WDR 3 Studio Akustische Kunst 25.10.2025 01:00:59 Std. Verfügbar bis 25.10.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

In atmosphärisch aufgeladenen Klangszenen führen Vokalistin Lucilla Galeazzi und Komponist Michael Riessler neapolitanisches Liedgut aus dem Schlagschatten von "O sole mio" ins Rampenlicht.

Michael Riesler, Lucilla Galeazzi – Napoli oscura – (52m 2s) +++ Jana Irmert - Ashes (4m 58s)


Einen Tag nachdem der Komponist Luciano Berio seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte macht Michael Riessler mit „Napoli oscura“ einen ähnlichen Move wie Berio 1964 mit seinen „folk songs“: Lieder, die für Menschen in und um Neapel eine ganz andere Bedeutung haben als das berühmt berüchtigte „o sole mio“, werden in ein uneigentliches Klanggefüge eingewoben und entfalten so eine Poesie des Espressivo.

Napoli oscura | 52:02
Michael Riesler, Lucilla Galeazzi

Ashes | 4:58
Jana Irmert

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Johannes S. Sistermanns zum 70.: "Eigen"

Johannes S. Sistermanns zum 70.: "Eigen" WDR 3 Studio Akustische Kunst 11.10.2025 58:20 Min. Verfügbar bis 11.10.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Für sein Hörstück "Eigen" ließ sich der 1955 in Köln geborene Klangkünstler, Komponist und Performer bei Soundgenese, Sounddesign und Organisation von situativen Impulsen leiten.


„Eigen“ ist nicht geplant. Bildloses Hören, ins vielfältig Eigene der Sounds. Hörstück ist Klang-Index. Endlos Perspektiven. Klang bricht immer neu auf. Strömt immer anders. Was ist, wenn ein Klang alle Klänge ist? Und was will der Klang eigentlich von mir? Stille ist ruhende Schwingung. Klang-Faltung räumlich. Unvorhersagbar, unwiederholbar, unabschließbar.

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Monheim AHOI! "Entwurf einer Rheinlandschaft"

Monheim AHOI! "Entwurf einer Rheinlandschaft" WDR 3 Studio Akustische Kunst 21.06.2025 56:30 Min. Verfügbar bis 21.06.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Mit der fulminanten Auftragskomposition oder vielmehr: Landschaftskomposition des Kölner Komponisten Marcus Schmickler wurde vor drei Jahren die erste Ausgabe der Monheim Triennale eröffnet.


Anfang Juli rundet „The Festival“ den zweiten Zyklus der Monheim Triennale ab, der im letzten Jahr mit „The Prequel“ sein Vorspiel hatte. Die Radiofassung der Landschaftskomposition „Entwurf einer Rheinlandschaft“ von Marcus Schmickler ist ein Vorgeschmack auf fünf Tage, an denen stilübergreifende künstlerische Positionen auf den Bühnen Monheims in direkten Austausch treten.

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Breath_IN_OUT von INVERT

Breath_IN_OUT von INVERT WDR 3 Studio Akustische Kunst 07.06.2025 59:27 Min. Verfügbar bis 07.06.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Die neue Produktion von Natascha Nikeprelevic und F.X. Randomiz aka. INVERT ist der zweite Teil ihrer Trilogie "Innenschau", die sich künstlerisch mit der Pandemie auseinandersetzt.

Natascha Nikeprelevic & F.X. Randomiz - atem.puls (00m 53s) +++ Natascha Nikeprelevic & F.X. Randomiz - Breath_IN_OUT (46m 00s) +++ Natascha Nikeprelevic & F.X. Randomiz - atem.puls (05m 54s) +++


Breath_IN_OUT fächert ein Kaleidoskop von albtraumartigen Sequenzen auf, die mittels penetranter Fokussierung auf das (scheinbar) simple Moment des Atmens eine geradezu manische Ausdrucksform generieren.
Gefühle elementarer Ausweglosigkeit manifestiert durch die überzeichnete Wiederholung immer selber Mantren („ich atme, du atmest, sie atmen, wir atmen" und „atme ein - atme aus"). Aber zugleich auch Versprechen eines zaghaft hoffnungsvollen Neubeginns.

atem.puls | 00:53
Natascha Nikeprelevic & F.X. Randomiz

Breath_IN_OUT | 46:00
Natascha Nikeprelevic & F.X. Randomiz

atem.puls | 05:54
Natascha Nikeprelevic & F.X. Randomiz

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Arsenije Jovanović (1932-2025)

Arsenije Jovanović (1932-2025) WDR 3 Studio Akustische Kunst 24.05.2025 56:30 Min. Verfügbar bis 24.05.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Der am 14. Mai 2025 verstorbene Arsenije Jovanović war ein feste Größe der europäischen Radiokunstszene, aber auch Regisseur Terrence Malick verwendete Jovanovićs Kompositionen in seinen Filmen.

Arsenije Jovanovic - The Unfinished Logbook of the Sailboat Galiola Nuria (40m 44s) +++ Arsenije Jovanovic - Audio Portrait (7m 57s)


Angefangen hat Arsenije Jovanovic als Theatermann und Drehbuchautor. Die Affinität für Sound und das Arrangieren von Klängen ist ein bisschen später dazugekommen. Zahlreiche Hörstücke entstanden für das Studio Akustische Kunst bei WDR 3. Für das tschechische und österreichische Radio komponierte er zuletzt „The Unfinished Diary of the Sailing Ship Galiola Nuria“.

The Unfinished Logbook of the Sailboat Galiola Nuria | 40:44    
Arsenije Jovanovic  

Audio Portrait | 7:57
Arsenije Jovanovic  

WDR 3 Studio Akustische Kunst
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Lasse-Marc Riek: "Anemoi"

Lasse-Marc Riek: "Anemoi" WDR 3 Studio Akustische Kunst 10.05.2025 56:19 Min. Verfügbar bis 10.05.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Der Klangkünstler Lasse-Marc Riek lässt in seinem Hörstück für das Studio Akustische Kunst natürliche und menschengemachte Objekte vom "äolischen Geist" berichten

Lasse-Marc Riek - Anemoi (49m 24s) +++ Beau Beaumont - As in after (55m 10s)


Die Kraft des Aiolos, des griechischen Gott des Windes, ist unsichtbar. Oder vielmehr: Nur indirekt wahrnehmbar. Durch schwingende Telefonleitungen und Zäune. Aber auch in natürlicher Flora und Fauna wie Gräsern, Baumkronen und Felsspalten. Oder im Klang der Äolsharfe - die auch Windharfe genannt wird. Ausgerüstet mit Spezialmikrofonen hat sich Lasse-Marc Riek auf Aiolos’ Spuren begeben.

Anemoi | 49:24
Lasse-Marc Riek

As in after | 55:10
Beau Beaumont

WDR 3 Studio Akustische Kunst
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The House of Sound & The Eccentric Press

The House of Sound & The Eccentric Press WDR 3 Studio Akustische Kunst 12.04.2025 57:10 Min. Verfügbar bis 12.04.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Zwei weitere Hörstücke von Komponist Iain Chambers. Diesmal lässt er durch archivierte Klangformen aus der Vergangenheit akustische Räume früherer Zeiten im Jetzt auferstehen. Hauntology mal anders.

Iain Chambers -The Eccentric Press (25m 02s) +++ Iain Chambers - The House of Sound (21m 19s) +++ Lasse Mark Riek - Anemoi (2m 2s)


Iain Chambers "The Eccentric Press" greift zurück auf ein Projekt namens "Work with sounds", das Klangphänomene der europäischen Industriegesellschaft sammelt, bevor sie für immer verschwinden. Im Fokus historische Industriesounds aus Dortmund. Für „The House of Sound“ hat er zeitgenössische fieldrecordings mit konservierten Stadtklängen aus dem Archiv der London Sound Survey verwoben.

The Eccentric Press | 25:02
Iain Chambers

The House of Sound | 21:19
Iain Chambers

Anemoi | 2:02
Lasse Mark Riek

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Iain Chambers: Secrets of Orford Ness

Iain Chambers: Secrets of Orford Ness WDR 3 Studio Akustische Kunst 29.03.2025 57:08 Min. Verfügbar bis 29.03.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Das abgelegene Orford Ness an Englands Ostküste erinnert an postapokalyptische Filmlandschaften. Die Natur erobert sich den Ort zurück, an dem einst Radartechnologie und Atomwaffen entwickelt wurden

Iain Chambers - Secrets of Orford Ness (27m 43s) +++ Rubbish Music - Trash and Treasure (20m 16s) +++ Iain Chambers - The Eccentric Press (2m 59s)


1993 kaufte der britische National Trust dieses einstige TOP SECRET Gelände und begann, Geschichten der Wissenschaftler, Militärangehörigen und Einheimischen aufzuzeichnen. Wie die von Roy Dommett, dem "Chief Missile Scientist”. Fragmente seiner Oral History verflechtet Chambers mit Field Recordings der renaturierten Landschaft und Musique Concrète-Kompositionen zur Physik und Ethik der Atomwaffen

Secrets of Orford Ness | 27:43
Iain Chambers        

Trash and Treasure | 20:16
Rubbish Music        

The Eccentric Press | 2:59
Iain Chambers 

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The Brutalist Iain Chambers: ‘Ivry-sur-Seine’

The Brutalist Iain Chambers: ‘Ivry-sur-Seine’ WDR 3 Studio Akustische Kunst 15.03.2025 01:00:44 Std. Verfügbar bis 15.03.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Die im brutalistischen Stil entworfenen Gebäude von Ivry-sur-Seine wurden in ihrer Anmutung, Materialität und Haus gewordenen kommunistischen Ideologie Inspiration und Klangmaterial für Iain Chambers.

Iain Chambers - Ivry-sur-Seine (40m 5s) +++ Holger Maik Mertin - Der transformierende Raum (44m 17s)


In den 1960er Jahren hat das Architektenpaar Renée Gailhoustet & Jean Renaudie in Ivry-sur-Seine, einem Vorort südlich von Paris, neuen Wohnraum im damals hochmodernen Stil des Brutalismus entworfen. Sichtbeton und simple geometrische Formen prägen bis heute das Stadtbild. 2021 bekam Iain Chambers für sein Amalgam aus Architekturgeschichte und musique concrète den Prix Palma Ars Acustica verliehen.

Ivry-sur-Seine | 40:05
Iain Chambers

Der transformierende Raum | 44:17
Holger Maik Mertin

WDR 3 Studio Akustische Kunst
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Future Was Now!"Destabilisierungsprozesse und Adaptionsverluste"

Future Was Now!"Destabilisierungsprozesse und Adaptionsverluste" WDR 3 Studio Akustische Kunst 01.03.2025 57:12 Min. Verfügbar bis 01.03.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Das Persönlichkeitenkonglomerat Modellkorrektur bestehend aus Julia Scher, Tobias Grewenig, Dirk Specht und Sebastian Thewes schweißt in ihrem neuen Hörstück für das Studio Akustische Kunst die Schnittstelle von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Modellkorrektur - Destabilisierungsprozesse und Adaptionsverluste Vol. 2 (51m 00s) +++ Iain Chambers - Ivry-sur-Seine (1m 34s)


“Destabilisierungsprozesse und Adaptionsverluste (Vol. 2)” verbindet Spoken Word, elektronische Texturen und Rhythmen, Stimmprozessierung und elektroakustische Soundscapes. Ähnlich einer »guided tour« führt die Stimme von Julia Scher als Basiselement durch unterschiedliche Stationen eines »Themenparks«, in dem sich Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart verbinden. In 23 thematischen Szenen, die facettenreich miteinander verschweißt sind, treffen Hörer:innen auf vermischte Realitäten, Kommentare aus der Zukunft, Dokumente aus der Vergangenheit und experimentelle Live-Feeds einer ausgedehnten Gegenwart. Fiktionen, Phantasmen, Spekulationen und Abstrusitäten sind dabei ebenso enthalten wie Verweise auf zentrale Themenkomplexe von Julia Schers künstlerischer Praxis innerhalb der bildenden Kunst.
Ein dichtes, stimulierendes Geflecht aus Stimmlauten - mal sprachlich, mal narrativ, mal abstrakt-, sonischem Drifting und erratischem Groove. Zwischen Ambient und Noise, Feedbackschleifen, Resynthese und Codierungen. Symbolischen Ordnungen und Sortieralgorithmen. Oder schlicht: Morgen wird wie gestern war wie heute. So: Don’t bother yourself! Jump in!

Destabilisierungsprozesse und Adaptionsverluste Vol. 2 | 51:00
Modellkorrektur

Ivry-sur-Seine | 1:34
Iain Chambers

WDR 3 Studio Akustische Kunst
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"Klang 21" - Sound-Hommage an einen Experimentalfilm

"Klang 21" - Sound-Hommage an einen Experimentalfilm WDR 3 Studio Akustische Kunst 15.02.2025 56:33 Min. Verfügbar bis 15.02.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Vor 100 Jahren veröffentlichte der Dadaist Hans Richter zwei seiner bahnbrechenden Experimentalfilme gebündelt unter der Überschrift "Film ist Rhythmus". Der Komponist Gerald Schauder übersetzt den ersten "Rhythmus 21" ins Akustische: "Klang 21".

Gerald Schauder - Klang 21 (47m 2s) +++ Modellkorrektur - Destabilisierungsprozesse und Adaptionsverluste (Vol.2) (2m 50s)


“Destabilisierungsprozesse und Adaptionsverluste (Vol. 2)” verbindet Spoken Word, elektronische Texturen und Rhythmen, Stimmprozessierung und elektroakustische Soundscapes. Ähnlich einer »guided tour« führt die Stimme von Julia Scher als Basiselement durch unterschiedliche Stationen eines »Themenparks«, in dem sich Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart verbinden. In 23 thematischen Szenen, die facettenreich miteinander verschweißt sind, treffen Hörer:innen auf vermischte Realitäten, Kommentare aus der Zukunft, Dokumente aus der Vergangenheit und experimentelle Live-Feeds einer ausgedehnten Gegenwart. Fiktionen, Phantasmen, Spekulationen und Abstrusitäten sind dabei ebenso enthalten wie Verweise auf zentrale Themenkomplexe von Julia Schers künstlerischer Praxis innerhalb der bildenden Kunst. Ein dichtes, stimulierendes Geflecht aus Stimmlauten - mal sprachlich, mal narrativ, mal abstrakt-, sonischem Drifting und erratischem Groove. Zwischen Ambient und Noise, Feedbackschleifen, Resynthese und Codierungen. Symbolischen Ordnungen und Sortieralgorithmen. Oder schlicht: Morgen wird wie gestern war wie heute. So: Don’t bother yourself! Jump in!

Klang 21 | 47:02
Gerald Schauder

Modellkorrektur – Destabilisierungsprozesse und Adaptionsverluste (Vol.2) | 2:50
Modellkorrektur

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Hello Darkness! Clemens von Reusners "Nachtraum"

Hello Darkness! Clemens von Reusners "Nachtraum" WDR 3 Studio Akustische Kunst 01.02.2025 01:00:25 Std. Verfügbar bis 01.02.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Nächtlicher Klangraum einer Großstadt - Braunschweig, Süd-Ost-Niedersachsen. März und April 2009, frühe Dunkelheit. Die Nächte sind kalt, manchmal regnet es.

Clemens von Reusner - Nachtraum (52m 48s) +++ Gerald Schauder - Klang 21 (1m 30s)


In Clemens von Reusners Hörstück „Nachtraum“ geht es um das Erleben und die akustische Deutung des nächtlichen urbanen Klangraumes und der Klangstrukturen, die ihm seine Kontur verleihen. Diese Konturen sind tagsüber nur eingeschränkt wahrnehmbar, denn die Lautstärkeunterschiede sind in der Nacht extremer als am Tage, wo alles in ein akustisches Fließen eingeebnet erscheint. Klänge bewegen sich durch schallharte Straßenschluchten hindurch. Fußgänger halten in der Nacht Abstand. Man geht sich aus dem Weg, sieht sich selten an. So werden auch Mikrofone und Rekorder kaum bemerkt. Gesprächsfetzen wehen heran, doch im Verlauf der Nacht verschwindet die Sprache und es bleibt das unvorhersehbare Spiel des Rauschens.
Clemens von Reusner, geboren 1957, Komponist, Musiker, Autor. Studium der Musikwissenschaft und Musikerziehung, außerdem Schlagzeug bei Abbey Rader und Peter Giger. Entwickelte Ende der 1980er die Musik-Software Kandinsky Music Painter.

Nachtraum | 52:48
Clemens von Reusner

Klang 21 | 1:30
Gerald Schauder


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"Screamerz" von Freya Edmondes und Peter Kutin

"Screamerz" von Freya Edmondes und Peter Kutin WDR 3 Studio Akustische Kunst 18.01.2025 01:01:49 Std. Verfügbar bis 18.01.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

„Screamerz“ basiert auf Rohheit. Sprache oder literarische Konstrukte sucht man in der Komposition vergebens. Im Zentrum steht das Unmittelbare. Vibrierende Atemzüge. Unvorhersehbar. Irgendwo zwischen Gehirn, Lunge, Stimmbändern, Kehle und Zunge.

Freya Edmondes, Peter Kutin - Screamerz (48m 06s) +++ Clemens von Reusner - Nachtraum (2m 50s)


Peter Kutin: "Wir haben dieses Konzept des rohen Ausdrucks der Stimmbänder sehr oft verwendet. Der Schrei, der einsetzt, bevor die Logik der Sprache ins Spiel kommt. Eine prälogische Reaktion auf Dinge. Und wir versuchen, in verschiedenen, auch nicht-menschlichen Kategorien, z.B. der Klangerzeugung in der Natur, diesen Zustand eines Klangs zu finden, bevor er von einer logischeren Umgebung geformt wird. Oder bevor er einen ganz anderen Zweck erfüllt, als nur roher Ausdruck zu sein. Das zieht sich durch das ganze Stück. Deswegen gibt es auch diese seltsamen Wendungen und Verschiebungen. Die nicht-logische Struktur sollte ihre eigene Logik entwickeln." Peter Kutin arbeitet als Sounddesigner und Multimediakünstler. Zusammen mit Freya Edmondes und Drummer Lukas König steht er als PLF im Studio und auf Konzertbühnen. Freya Edmondes performed auch in verschiedenen Konstellationen unter dem alias Elvin Brandhi.

Screamerz | 48:06
Freya Edmondes, Peter Kutin

Nachtraum | 2:50
Clemens von Reusner

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Mensch, Tier, Soundart III: "Cetacea" von Michael Fahres

Mensch, Tier, Soundart III: "Cetacea" von Michael Fahres WDR 3 Studio Akustische Kunst 04.01.2025 59:43 Min. Verfügbar bis 04.01.2027 WDR 3 Von Ilka Geyer

Zusammen mit dem legendären Meistertrommler Doudou N’Daye Rose erforscht Michael Fahres die Schnittmenge der Laute von Delfinen und der Sabar-Trommel-Sprache. Ihr gemeinsames Projekt bei Traumzeitfestival 2006 war ein polyrhythmisches Anti-Babylon.

Michael Fahres, Ensemble Doudou N'Diaye Rose - Cetacea (43m 27s) +++ Ensemble Doudou N'Diaye Rose - Kou Mougwe Mougwe (9m 52s)


Cetacea | 43:27
Michael Fahres, Ensemble Doudou N'Diaye Rose

Kou Mougwe Mougwe | 9:52
Ensemble Doudou N´Diaye Rose

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Mensch, Tier, Soundart II : Marc Behrens 'bushdesertrainforest'

Mensch, Tier, Soundart II : Marc Behrens 'bushdesertrainforest' WDR 3 Studio Akustische Kunst 21.12.2024 01:00:57 Std. Verfügbar bis 21.12.2026 WDR 3 Von Ilka Geyer

Dass Tiere im engen Sinn musizieren zieht z.B. der Musikmediziner Eckart Altenmüller in Zweifel. Wille und Absicht jenseits von Instinkt fehlten. Aber ihre Lautgestaltung inspiriert Kompositionen. Bis hin zum Arrangement von field recordings.

Marc Behrens - bushdesertrainforest (52min) +++ Bernie Krause - The Great Animal Orchestra Symphony IV. March and Charge (0min 35s)


„bushdesertrainforest“ in ein klangökologisches Experiment von Komponist und Klangkünstler Marc Behrens. In ihrem natürlichen Habitat kommunizieren unterschiedliche Tierarten meist auf unterschiedlichen Frequenzbändern - platzieren also ihre Rufe in voneinander separierten Revieren. Wie Menschen hingegen nehmen sie auditiv im Zusammenklang wahr. Manchmal schließen sich die Tiere aber auch bewusst zusammen. Z.B. um Raubtiere akustisch zu verwirren. Sie bilden also eine Art „safe space protection - orchestra“ in dem unterschiedliche Arten die Rolle einzelner Instrumentalgruppen annehmen. Ausgebildet werden dann heterogene Tonhöhen und unterschiedliche Klangcharakteristika. Marc Behrens entwickelt aus diesen Solo- und Chorstimmen, die er u. a. am Amazonas, in der Wüste Kalahari und dem Krüger-Nationalpark aufgenommen hat, ein polyfones Hörstück. Nach intensiver Bearbeitung und Rekomposition der animalischen Sounds im Studio findet man sich als Hörer:in inmitten eines faszinierenden Mixes aus natürlicher Improvisation und menschlicher Intervention wieder. Das Fernwehbalsam ist auf dieser Reise inklusive. „bushdesertrainforest“ sendet das Studio Akustische Kunst als Teil 2 der Miniserie zu tierischen Klängen als Inspiration und Material für Soundart Kompositionen. In Teil 1 zu hören sind von Vogelstimmen inspirierte bzw. sie täuschend echt nachahmende Stücke: „Oiseaux d’artifice - une nature morte“ von Harald Münz und „Ornithopies“ von Anoine Läng. Teil 3 präsentiert „Cetacea“ von Michael Fahres. Da bilden modifizierte fieldrecordings von Klacklauten von Delfinen den „tierischen“ Part polyrhythmischer Sequenzen.

bushdesertrainforest | 52:00
Marc Behrens

The Great Animal Orchestra Symphony IV. March and Charge | 00:35
Bernie Krause

WDR 3 Studio Akustische Kunst
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"Mensch, Tier, Soundart I : "Ornithopies", "Oiseaux d’artifice"

"Mensch, Tier, Soundart I : "Ornithopies", "Oiseaux d’artifice" WDR 3 Studio Akustische Kunst 07.12.2024 58:57 Min. Verfügbar bis 10.12.2026 WDR 3 Von Ilka Geyer

Soundart von Antoine Lang und Harald Münz auf den Spuren der Vögel. Auftakt unserer Serie mit "animalischer" Hörkunst.

Marc Behrens - Bushdesertrainforest (2m 0s) +++ Michael Fahres, Doudou N'Diaye, Rose Ensemble - Cetacea (1m 0s) +++ Harald Münz - Oiseaux d’artifice - une nature morte (4m 36s) +++ Antoine Läng - Ornithophies (21m 0s) +++ Niederrheinische Sinfoniker, Ltg.: Graham Jackson - Cantus Arcticus op. 61 (1m 0s)


In seinem akustischen Stilleben „Oiseaux d’artifice - une nature morte“ arrangiert der Komponist Harald Münz Vogelstimmen und Instrumentalklänge. Jedenfalls scheint es so. Bei genauem Hinhören jedoch offenbart sich das Wesen des Hörstücks: Es ist ein „trompe-l’oreille“, das den Prinzipien von dessen Pendant in der Malerei folgt: Dem „trompe l’oeil“. Diese optische Illusion eines dreidimensionalen Raums auf einer zweidimensionalen Fläche wurde insbesondere in der Architekturmalerei, aber auch in der Gattung des Stilllebens seit der Renaissance wieder aufgegriffen und weiter zur Perfektion gebracht. In den Stillleben sind es z.B. Obst und Gemüse, die auf der Leinwand ebenso echt und zum Greifen plastisch anmuten, wie die zum Zweck des Verspeisens getöteten Tiere. Darunter oft: Vögel.

In „Oiseaux d’artifice“ erzeugen 90 unterschiedliche mechanische Instrumente den überwiegenden Teil der zu hörenden „Vogel-Sounds“. Münz hat aber auch Zitate in sein täuschend echtes Gefüge eingewoben: „Vogelstellen“ aus großen musikalischen Werken der Vergangenheit. Aber auch Auszüge aus der Schrift „Musurgia Universalis“, in der der Autor Athanasius Kirchner 1650 die Auffassung von Musik und der musikalischen Praxis aus der Perspektive der katholischen Kirche darlegt.

Täuschende Imitation ist also der Leitgedanke im Stück von Harald Münz. In Antoine Längs Stück „Ornithopies“ geht es auch um Imitation - aber in wechselseitiger Richtung. Hier imitieren nicht nur Menschen Vögel - sondern auch umgekehrt.

Am Stück beteiligt sind sieben Musikerinnen und Musiker des Kollektivs insub. Ihnen wurden drei Anweisungen gegeben. Sie sollten mit ihrem jeweiligen Instrument
(a) einen bestimmten Vogel imitieren
(b) an einer erweiterten Technik arbeiten, die speziell auf das Instrument zugeschnitten ist und
(c) sich vorstellen, wie man einen Vogel imitiert, der versucht, einen Menschen zu imitieren.

Klanggeste und Dynamik waren dabei ebenso von besonderem Interesse wie Nuancierung und genaues Timing.

Das Stück „Ornithopies“ ist ein Zusammenschnitt von Aufnahmen der sieben Interpretinnen und Interpreten. Sie werden ergänzt durch Soundscapes, die im Studio von insub, auf einem landwirtschaftlichen Gelände in der Gemeinde Laconnex in der Schweiz und auf der Terrasse eines dortigen Restaurants, dem Chez Le Docteur, aufgenommen worden sind. „Oiseaux d’artifice - une nature morte“ und „Ornithopies“ sind Teil 1 der dreiteiligen Studio Akustische Kunst-Miniserie zu tierischen Klängen als Inspiration und Material für Soundart-Kompositionen. In den kommenden beide Folgen werden „bushdesertrainforest“ von Marc Behrens und „Cetacea“ von Michael Fahres zu hören sein.

Bushdesertrainforest | 2:00
Marc Behrens

Cetacea | 1:00
Michael Fahres, Doudou N'Diaye, Rose Ensemble

Oiseaux d’artifice - une nature morte | 4:36
Harald Münz

Ornithophies | 21:00
Antoine Läng

Cantus Arcticus op. 61 | 1:00
Niederrheinische Sinfoniker, Ltg.: Graham Jackson

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