Ramadan verbindet: Interkulturelles Fastenbrechen an der Uni
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An Ramadan ist die Mensa der Uni Duisburg-Essen tagsüber weniger gut besucht. Abends ändert sich das, denn das Studierendenwerk lädt zum interkulturellen Fastenbrechen ein. Willkommen sind alle Nationalitäten und Religionen - und jeder, egal ob er fastet oder nicht.
Von Yunus Gündüz, (Text), Nastaran Amirhaji (Multimedia)
Der Student Enes Türedioğlu bedient sich in der Mensa auf dem Essener Campus der Universität Duisburg-Essen am Buffet. Es gibt Blätterteigtaschen mit Weißkäse und Spinat oder Couscous und eingelegte Oliven. Sieben Euro kostet das Essen in der Mensa. Türedioğlu setzt sich mit einigen Kommilitonen an einen Gruppentisch. Die Tabletts vor den Studierenden sind gefüllt mit allerlei Speisen und einer Schale Datteln. Noch hat niemand in der Mensa das Essen angerührt, denn die Sonne ist noch nicht untergegangen.
Wer an Ramadan fastet, darf zwischen Sonnenaufgang und -untergang nichts essen, so wie Enes Türedioğlu. Außer ihm sind mehr als 200 Studierende in der Mensa zum gemeinsamen, interkulturellen Fastenbrechen zusammengekommen. Dabei ist es egal, ob sie muslimisch sind, oder ob sie fasten. Wichtig ist das Zusammenkommen. Internationale Studierende aus rund 130 Nationen machen etwa 20 Prozent der Studierenden an der Uni Duisburg-Essen aus.
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Welche Religionszugehörigkeit die Studierenden haben, erhebt die Universität nicht. Fest steht allerdings, dass von Ecuador über Ghana bis nach Deutschland zahlreiche Nationalitäten vertreten sind. Alle feiern gemeinsam ein ganz traditionelles Fastenbrechen. Als die Sonne untergeht, beginnt das Geraschel und die Gespräche werden lebendiger und gelöster - schließlich ist es vorbei mit dem Hunger.
Über den Mond und die Dattel
Traditionell wird erst eine Dattel gegessen und dazu Wasser getrunken. "Das ist ein Brauch zum Fastenbrechen, weil der Prophet das auch gemacht hat. Außerdem bekommt man dadurch einen Vitaminschub, und es treibt den Blutzucker hoch", sagt Türedioğlu. Perfekt für einen hungernden Magen und Körper.
Der Ramadan beginnt jedes Jahr zu unterschiedlichen Zeiten, da der islamische Kalender auf dem Mondzyklus basiert. Ramadan ist damit jedes Jahr etwa 10 bis 12 Tage früher als im Vorjahr. Das bedeutet auch, dass die Fastenzeiten mit den Tagen kürzer werden.
Über dieses Thema haben wir am 12.03.2025 auch im WDR-Fernsehen berichtet: Lokalzeit Ruhr, 19.30 Uhr.