Glückwunsch, Elke Heidenreich!

Von Nina Giaramita

Elke Heidenreich feiert am 15. Februar 2026 ihren 83. Geburtstag. Die Kölnerin hat in den 80ern als Else Stratmann die bundesdeutschen Fernsehbildschirme erobert – und sich später vor allem als streitbare Literaturkritikerin einen Namen gemacht.

Elke Heidenreich

Am 15. Februar 1943 kommt Elke Heidenreich im hessischen Korbach zur Welt. Den Großteil ihrer Kindheit und Jugend verbringt sie jedoch in der Ruhrgebietsstadt Essen. Ihre Mutter arbeitet als Näherin, ihr Vater ist Automechaniker. In späteren Interviews spricht sie offen davon, dass diese Zeit nicht besonders glücklich gewesen sei.

Elke Heidenreich im Jahr 1979

Ihr Abitur macht Heidenreich als Pflegekind in einer evangelischen Pfarrersfamilie in Bonn. Später studiert sie Germanistik und arbeitet als freiberufliche Journalistin und Drehbuchautorin. Unter anderem schreibt sie die 1981 ausgestrahlte sechsteilige Serie "Tour de Ruhr". Größere Bekanntheit erlangt sie jedoch durch die WDR-Talk-Sendung "Kölner Treff".

Elke Heidenreich als Else Stratmann

Der endgültige Durchbruch gelingt Elke Heidenreich als Hausfrauenfigur Else Stratmann, die sie erst in etwa 3.000 Hörfunkbeiträgen und später auch im Fernsehen verkörpert – samt Hausfrauenkittel und Kopftuch. Ihre Popularität ist auf dem Höhepunkt, als sie in den Olympia-Übertragungen aus LA 1984 und Seoul 1988 im Ruhrgebietsjargon über den Sport plaudert.

Elke Heidenreich  moderiert mit einer Karnevalsmaske die SFB-Sendung "Leute"

Ihre Streitlust offenbart sich spätestens bei der Moderation der Talkshow "Leute", die vom Sender Freies Berlin produziert wird. Mit einer Karnevalsmaske im Gesicht moderiert Elke Heidenreich 1987 die Sendung, nachdem sie mit ihren Co-Moderatoren Gisela Marx und Wolfgang Menge in Streit geraten ist – und diese erbost nicht zur Sendung erschienen sind.

Elke Heidenreich mit Marcel Reich-Ranicki

Ihre eigentliche Liebe gehört seit Jugendzeiten der Literatur. Einen ihrer ersten Auftritte als Literaturkritikerin hat Elke Heidenreich im Jahr 2000 als Gast im "Literarischen Quartett".

Harald Schmidt zu Gast in der Sendung "Lesen" mit Elke Heidenreich

Als Elke Heidenreich im April 2003 ihre eigene Literatursendung im ZDF erhält, hat sie mit "Kolonien der Liebe" und "Nero Corleone" längst schon selbst Bestseller geschrieben.

Elke Heidenreich

Fünf Jahre lang moderiert sie die Literatursendung. Die Bücher, die Elke Heidenreich in "Lesen" bespricht, werden allesamt zu Kassenschlagern. Doch 2008 ist Schluss. Die Moderatorin überwirft sich mit dem ZDF – und die Sendung wird aus dem Programm genommen.

Elke Heidenreich bei einer Veranstaltung der Litcologne

Die Wahlkölnerin Elke Heidenreich tritt jedoch weiterhin alljährlich auf der Litcologne auf. Zeitweise versucht sie ihr Glück auch im Internet – mit der Literatursendung "Litcolony". Das Experiment wird jedoch schnell wieder eingestellt.

Elke Heidenreich als Helma Krap

Eine ungewöhnliche Rolle übernimmt Elke Heidenreich im Jahr 2003. In "Raumpatrouille Orion – Rücksturz ins Kino" verkündet sie als Nachrichtenoffizierin Helma Krap Neuigkeiten aus dem All.

Elke Heidenreich mit Marc-Aurel Floros

Seit 2005 ist Elke Heidenreich mit dem Komponisten Marc-Aurel Floros liiert. Mit ihm zusammen hat sie, die nicht nur Literatur- sondern auch ausgesprochene Musikliebhaberin ist, die Oper "Adriana" geschrieben. Das Werk wurde 2015 in der Rheinsberger Kammeroper uraufgeführt.

Elke Heidenreich

Elke Heidenreich ist die streitbare Kritikerin geblieben, die sie schon immer war: Nach der ZDF-Talk-Sendung Markus Lanz kassiert sie im Oktober 2021 einen Shitstorm wegen ihrer Kritik an Äußerungen der grünen Nachwuchspolitikerin Sarah-Lee Heinrich und ihrer Kritik an der sogenannten gendergerechten Sprache.

Elke Heidenreich

WDR 4 freut sich über ihre sonntäglichen Besuche bei Heike Knispel, bei denen sie aktuelle Bücher vorstellt. Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch, liebe Elke Heidenreich!

Am 15. Februar 1943 kommt Elke Heidenreich im hessischen Korbach zur Welt. Den Großteil ihrer Kindheit und Jugend verbringt sie jedoch in der Ruhrgebietsstadt Essen. Ihre Mutter arbeitet als Näherin, ihr Vater ist Automechaniker. In späteren Interviews spricht sie offen davon, dass diese Zeit nicht besonders glücklich gewesen sei.

Ihr Abitur macht Heidenreich als Pflegekind in einer evangelischen Pfarrersfamilie in Bonn. Später studiert sie Germanistik und arbeitet als freiberufliche Journalistin und Drehbuchautorin. Unter anderem schreibt sie die 1981 ausgestrahlte sechsteilige Serie "Tour de Ruhr". Größere Bekanntheit erlangt sie jedoch durch die WDR-Talk-Sendung "Kölner Treff".

Der endgültige Durchbruch gelingt Elke Heidenreich als Hausfrauenfigur Else Stratmann, die sie erst in etwa 3.000 Hörfunkbeiträgen und später auch im Fernsehen verkörpert – samt Hausfrauenkittel und Kopftuch. Ihre Popularität ist auf dem Höhepunkt, als sie in den Olympia-Übertragungen aus LA 1984 und Seoul 1988 im Ruhrgebietsjargon über den Sport plaudert.

Ihre Streitlust offenbart sich spätestens bei der Moderation der Talkshow "Leute", die vom Sender Freies Berlin produziert wird. Mit einer Karnevalsmaske im Gesicht moderiert Elke Heidenreich 1987 die Sendung, nachdem sie mit ihren Co-Moderatoren Gisela Marx und Wolfgang Menge in Streit geraten ist – und diese erbost nicht zur Sendung erschienen sind.

Ihre eigentliche Liebe gehört seit Jugendzeiten der Literatur. Einen ihrer ersten Auftritte als Literaturkritikerin hat Elke Heidenreich im Jahr 2000 als Gast im "Literarischen Quartett".

Als Elke Heidenreich im April 2003 ihre eigene Literatursendung im ZDF erhält, hat sie mit "Kolonien der Liebe" und "Nero Corleone" längst schon selbst Bestseller geschrieben.

Fünf Jahre lang moderiert sie die Literatursendung. Die Bücher, die Elke Heidenreich in "Lesen" bespricht, werden allesamt zu Kassenschlagern. Doch 2008 ist Schluss. Die Moderatorin überwirft sich mit dem ZDF – und die Sendung wird aus dem Programm genommen.

Die Wahlkölnerin Elke Heidenreich tritt jedoch weiterhin alljährlich auf der Litcologne auf. Zeitweise versucht sie ihr Glück auch im Internet – mit der Literatursendung "Litcolony". Das Experiment wird jedoch schnell wieder eingestellt.

Eine ungewöhnliche Rolle übernimmt Elke Heidenreich im Jahr 2003. In "Raumpatrouille Orion – Rücksturz ins Kino" verkündet sie als Nachrichtenoffizierin Helma Krap Neuigkeiten aus dem All.

Seit 2005 ist Elke Heidenreich mit dem Komponisten Marc-Aurel Floros liiert. Mit ihm zusammen hat sie, die nicht nur Literatur- sondern auch ausgesprochene Musikliebhaberin ist, die Oper "Adriana" geschrieben. Das Werk wurde 2015 in der Rheinsberger Kammeroper uraufgeführt.

Elke Heidenreich ist die streitbare Kritikerin geblieben, die sie schon immer war: Nach der ZDF-Talk-Sendung Markus Lanz kassiert sie im Oktober 2021 einen Shitstorm wegen ihrer Kritik an Äußerungen der grünen Nachwuchspolitikerin Sarah-Lee Heinrich und ihrer Kritik an der sogenannten gendergerechten Sprache.

WDR 4 freut sich über ihre sonntäglichen Besuche bei Heike Knispel, bei denen sie aktuelle Bücher vorstellt. Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch, liebe Elke Heidenreich!

Stand: 05.02.2026, 11:00 Uhr