Auf dem Bild ist eine Frau mit Koffer, dazu drei Urlaubs-Symbole, die aus der KI ihres Smartphones kommen.

Urlaub Reiseplanung mit KI: Tipps für deinen nächsten Trip

Stand: 22.05.2025, 12:27 Von Ann Sandmeyer Gamechanger

Von Ann Sandmeyer

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Urlaub? Immer her damit! Aber Reiseplanung? Eher so Stresslevel 300. Vor allem, wenn mehrere mitmischen und jede:r andere Wünsche hat. Genau hier kommt KI ins Spiel. Tools auf Basis künstlicher Intelligenz machen die Urlaubsplanung leichter – und knapp ein Drittel der Deutschen ist offen dafür. Du auch?

KI, bitte übernehmen Sie

Du willst ans Meer, deine beste Freundin lieber in die Berge und die dritte Person braucht ein veganes Frühstücksbuffet und schnelles WLAN. Klingt nach Endgegner in Sachen Urlaubsplanung? Da kann die KI helfen. Ob allgemeine Chatbots oder spezialisierte Tools: Die KI filtert nach euren Wünschen, sucht nach Reiserouten und schlägt Optionen vor. Und spart damit vielleicht viel Zeit und Mühe in Messenger-Gruppen. Doch können solche Tools wirklich die eigene Recherche ersetzen?

Erst träumen, dann planen

Wie wäre es, schon mal visuell zu reisen, bevor es überhaupt losgeht? Das wird durch KI möglich. Mit der App eines Start-ups aus den USA kannst du auf einer interaktiven Karte Orte, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten entdecken – inklusive Bildern, Bewertungen und weiterführenden Links. Ideal, wenn du dich inspirieren lassen willst, ohne stundenlang zu recherchieren. Aus den Ergebnissen kannst du dir dann einen Reiseplan basteln. Die Plattform ist noch in der Betaphase und aktuell nur auf Englisch verfügbar. Für die frühe Phase der Urlaubsplanung aber ein spannendes Tool.

KI trifft Reisebüro

Ein Berliner Unternehmen will mehr als nur Inspiration liefern: Der KI-gestützte Chatbot fragt persönliche Vorlieben ab und will wissen, mit wem und wohin du verreisen möchtest. Dann geht es schnell Richtung Buchung – und zwar verknüpft mit großen Plattformen für Flüge und Hotels. Die ersten Klicks funktionieren ohne Anmeldung. Doch wer weiter planen will, stößt schnell auf eine Bezahlschranke. Der Fokus des Tools liegt klar auf konkreten Buchungen, weniger auf der kreativen Planung. Passend also, wenn du vor allem nach Unterkünften und Flugpreisen schauen willst.

Klassische Reisebüros: Kein Auslaufmodell

Auch wenn Online-Buchungen heute der Standard sind, spielen klassische Reisebüros noch immer eine Rolle. In Deutschland gibt es rund 6.700 davon (Stand Mai 2025) – deutlich weniger als noch vor der Corona-Pandemie. 2010 wurden noch etwa 46 Prozent der Urlaubsreisen über Reisebüros gebucht. Im Jahr 2024 waren es nur noch rund 35 Prozent. Vor allem bei aufwendigeren Reisen wünschen sich viele eine persönliche Beratung.

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KI-Allrounder: Hilfreich mit den richtigen Fragen

Auch die allgemeinen KI-Tools, die nicht auf Reiseplanung spezialisiert sind, können eine echte Hilfe sein. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass du die richtigen Fragen stellst. Bleibst du allgemein (“Was kann man in Berlin machen?“) führt das auch zu allgemeinen Antworten. Spannend wird es, wenn du präzise fragst: z.B. nach Reisezielen mit gutem Wetter im Mai, die maximal fünf Stunden von Köln entfernt liegen. Auch bei Backpacking-Routen, Zeitplänen oder ersten Einschätzungen zu Orten können sie gute Brainstorming-Partner sein – solange du bereit bist, mitzudenken und nachzuhaken. Behalte dabei aber im Hinterkopf: Die eigentlich leistungsfähigen Bots machen häufig Fehler und denken sich Antworten einfach aus. Deshalb solltest du Informationen immer gegenchecken.

So klappt’s mit dem Prompten

Sag der KI genau, was du willst: Zwei Wochen mit dem/der Partner:in in Italien für 800 Euro? Kultur und gutes Essen statt Party? Oder wandern mit Freund:innen und abends feiern? Je mehr Informationen du dem Tool gibst – wer mitkommt, was ihr erleben wollt, wie hoch euer Budget ist – desto besser wird der Vorschlag. Sag auch klar, was ihr nicht wollt, z. B. bestimmte Städte oder eine Route am Meer. Das verbessert das Ergebnis.

Fazit: KI als Ideengeber – nicht als alleiniger Planer

KI-Tools können bei der Reiseplanung super unterstützen – besonders, wenn es um Inspiration, grobe Routenplanung oder die zeitliche Struktur geht. Sie geben Infos zum Wetter, der besten Reisezeit oder dem Preisniveau vor Ort und können gute Ideen für Sehenswürdigkeiten oder Aktivitäten liefern. Aber wer sich auf konkrete Flugdaten, Hotelangebote oder Fahrpläne verlässt, sollte zumindest wachsam sein: Infos können falsch oder veraltet sein. Auch das angegeben Budget wird oft ignoriert.

Wichtig ist auch, sich bewusst zu machen, wer hinter der jeweiligen Anwendung steckt. Ein Blick ins Impressum lohnt, weil persönliche Daten im Spiel sind. Und wie bei allen KI-Anwendungen gilt: Die Qualität der Antworten hängt stark von der Qualität der Fragen ab. Gerade wenn viele Leute mit unterschiedlichen Vorlieben an einer Reise mitplanen, kann KI eine gute Grundlage sein: Ganz ersetzen kann sie die eigene Recherche aber (noch) nicht.

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