Wie ein kleiner Minigolfplatz an der Wupper zum Kult wurde
03:09 Min.. Verfügbar bis 06.05.2028.
Stefan und Claudia Böhm betreiben die Anlage
Stefan Böhm schaut stolz auf sein Grundstück. Direkt an der Wupper liegt seit inzwischen 75 Jahren der Kiosk der Familie. 1951 war es noch eine Wiese, mit einer Bretterbude starteten sein Vater und Großvater. Als erstes gab es Eis. Das musste allerdings noch mit Trockeneis gekühlt werden, Strom gab es in Müngsten nämlich noch nicht.
Minigolf kam 1968 dazu
Der Kiosk der Familie Böhm im Brückenpark Müngsten
Stefan Böhm erinnert sich an seine Kindheit: 11 Minigolf-Plätze gab es damals in der Stadt - heute sind es noch zwei. Und noch was gab es damals in deutlich größerer Zahl: Touristen.
Täglich kamen Reisebusse aus Holland
Mehrere Busse erreichten damals täglich das Gelände unter der Müngstener Brücke. 13 kleine Lädchen gab es und drei Restaurants. Auf dem Weg durfte damals noch Auto gefahren werden. Erst 2006 entstand der heutige Brückenpark im Rahmen der Regionale, einem Strukturförderprogramm.
Elsa Böhm kämpfte für ihr Müngsten
Bergischen Zwieback und Brezeln aus Burg gibt's am Kiosk
Stefan Böhms Mutter Elsa war über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt - als bergisches Original, aber auch als streitbare Stimme für Solingen. Sie setzte sich immer wieder für die Fortentwicklung des Tourismus und den Naturschutz ein.
"Bis wir umfallen machen wir weiter!" Stefan Böhm
Von Anfang an war das Gelände ein Familienbetrieb. Und auch heute läuft es nur, wenn alle mithelfen. Leben muss niemand davon - das Gelände ist inzwischen gekauft. Trotzdem wollen Stefan Böhm und seine Familie nicht aufhören. Bis zum Umfallen eben. "Oder, bis wir keine Lust mehr haben."
Unsere Quellen:
- Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
- Familie Böhm aus Solingen
Sendung: WDR.de, "Wie ein kleiner Minigolfplatz an der Wupper zum Kult wurde", 06.05.2026, 15:00 Uhr
