Die Westart Zuschauerjury
Über 90 Westart Zuhörerinnen und Zuschauer hatten sich beworben, um bei den 72. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen als Jurymitglieder für den Westart ZUuschauerpreis dabei zu sein.
Am 1. Mai trafen sich dann zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus ganz NRW angereist waren, zum Screening und zur anschließenden Jurysitzung.
Am 3. Mai war die feierliche Preisverleihung. Der Westart Zuschauerpreis wurde in diesem Jahr vergeben an die Filmemacherin Susann Maria Hempel für ihren Kurzfilm "Hope Road".
Worum geht es in dem Filn
n 12 Minuten und 30 Sekunden reflektiert "Hope Road" die künstlerische Krise der Filmemacherin in einer von Krisen und Kriegen erschütterten Welt: als Mutter eines kleine Kindes, dessen Existenz etwas anderes von ihr zu verlangen scheint als die Produktion von Kunst. Während die "alte Welt" der Künstlerin untergeht, rettet sie sich aus den dystopischen Szenarien der Gegenwart, indem sie die Perspektive des Kindes einnimmt.
Die Begründung der Jury
Neun Kurzfilme liefen im sogenannten NRW-Wettbewerb. Warum die Wahl der Jury auf "Hope Road" fiel, begründet die Jury folgendermaßen:
Ein pausenloser Monolog über Krisen und das eigene künstlerische Selbstverständnis: intensiv, anstrengend, vereinnahmend, keine leichte Kost. Vom Muttersein und Künstlersein, von Dystopie bis Utopie, von Verzweiflung bis Zuversicht. Die Welt als eine sich ständig erneuernde Möglichkeit.
Die Vielfältigkeit der Themen spiegelt sich in der Umsetzung wider: von bewusst fehlerhaft belassenen KI-Sequenzen über Stoppmotion bis hin zu Experimentellem. Neuschöpfung IST möglich. Ein filmisches Triptychon, das uns inhaltich wie formal überwältigt hat. Ein Kurzfilm mit Sogwirkung.
Die Filmemacherin
Susann Maria Hempel, 1983 in Greiz/ Thüringen geboren, wohnt seit drei Jahren in Wuppertal. Sie studierte Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar. Für ihre Experimentalfilme erhielt sie zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen. U.a. gewann sie bereits im Jahr 2014 für ihren Kurzfilm "Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen" den Großen Preis von Oberhausen.