Es ist prächtig und verspielt, übervoll und doch leicht: Das berühmte Treppenhaus von Balthasar Neumann in Schloss Augustusburg in Brühl. Zahlreiche Staatsgäste sind die Stufen hinaufgeschritten, denn während der Bonner Republik gab der Bundespräsident in Schloss Augustusburg Empfänge. Als die ersten bedeutenden Schöpfungen im Rokoko-Stil in Deutschland sind Schloss Augustusburg und das zugehörige Jagdschloss Falkenlust seit 1984 Welterbe. Die im 18. Jahrhundert errichtete Sommerresidenz des Kölner Kurfürsten Clemens August war über ein Jahrhundert lang Vorbild für viele Fürstenhöfe und zeugt noch heute von einer höfischen Pracht voller Glanz und Glamour.
Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni besucht die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl, bewundert die Pracht des Rokoko und steigt die Treppe herauf wie früher die Staatsgäste.
Außerdem in der Sendung
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Das Internet und wir: Ausstellung von Jon Rafman in Düsseldorf
Jon Rafman, Dream Journal 2016-2019
Google Street View, Künstliche Intelligenz oder die Plattform Second Life: Der Künstler Jon Rafman geht in seinen Arbeiten der Frage nach, wie Internet und digitale Technologien unsere Gesellschaft verändern. Der Kanadier ist einer der wegweisenden Künstler des digitalen Zeitalters, der mit scharfem Blick analysiert und humorvoll überspitzt – und dabei immer die neuesten technologischen Werkzeuge verwendet. Die Ausstellung „Main Stream Media“ in der Kunstsammlung NRW ist Rafmans erste Einzelausstellung in einem deutschen Museum und gibt in sechs Kapiteln einen Überblick über sein Werk der letzten 18 Jahre.
Autorin: Anke Rebbert
Enkel eines Kriegsverbrechers: das Buch „Hitlers Gefolgsmann“
Schriftsteller Axel Spilcker
Opfer, Täter oder Mitläufer? Welche Rolle die Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern im Nationalsozialismus eingenommen haben, ist eine nie auserzählte Frage. Für Axel Spilcker war es immer klar: Sein Großvater Robert Ley war Reichorganisationsleiter der NSDAP und baute die Deutsche Arbeitsfront zum größten NS-Verband auf. Im Nürnberger Prozess war er einer der 24 Hauptangeklagten. In seinem Buch „Hitlers Gefolgsmann“ erzählt Spilcker nicht nur von seinem Großvater, sondern auch vom Umgang mit einem solchen Erbe in der Familie.
Autorin: Claudia Kuhland
Phantastisch: „Die unendliche Geschichte“ in Düsseldorf
Caroline Cousin als Baya Balthasar Bux
Ein Kind schlägt ein Buch auf und findet darin den Eingang zu einer Welt, die nur existiert, solange wir an sie glauben. Phantásien ist bedroht durch die Krankheit der kindlichen Kaiserin und das Nichts, der junge Jäger Atréju möchte sie und das Reich retten und der Menschenjunge Bastian Balthasar Bux verliert sich immer mehr in der Geschichte, so dass er Hilfe benötigt, um wieder nach Hause zu finden. Michael Endes Fantasy-Klassiker „Die unendliche Geschichte“ in der Regie von Roger Vontobel ist die letzte Inszenierung dieser Spielzeit und der zehnjährigen Intendanz von Wilfried Schulz am Düsseldorfer Schauspielhaus. Zur Hälfte spielt das Stück im Theatersaal, nach der Pause geht es Open Air auf dem Vorplatz weiter.
Autor: Eric Brinkmann
Ohnmächtig: der Film „Ich verstehe Ihren Unmut“
Filmszene aus "Ich verstehe ihren Unmut"
Heike, Objektleiterin in einer Reinigungsfirma, vermittelt täglich zwischen Kunden, Unternehmensleitung und Reinigungspersonal. Die Ansprüche der Auftraggeber und die Bedingungen der Arbeitswelt im Niedriglohnsektor drohen, sie zu erdrücken. Gedreht mit Laien-Darstellern wirkt der Spielfilm „Ich verstehe Ihren Unmut“ fast wie eine Dokumentation und wie ein Kommentar auf Friedrich Merz‘ Äußerungen über Deutsche, die angeblich zu wenig arbeiten würden. Das Spielfilm-Debüt von Regisseur Kilian Armando Friedrich lief in der Sektion Panorama der diesjährigen Berlinale, ab dem 4. Juni ist er im Kino zu sehen.
Autor: Dirk Fleiter
Konzept: Jörg Laaks