Westart vom 02.05.26 aus dem Hoesch-Museum in Dortmund

Westart 02.05.2026 29:28 Min. UT Verfügbar bis 02.05.2028 WDR Von Claudia Kuhland und Anderen

Westart vom 02.05.26 aus dem Hoesch-Museum in Dortmund

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Wir besuchen das Hoesch-Museum Dortmund, das am historischen Standort 160 Jahre Unternehmens-, Arbeits- und Sozialgeschichte des  Stahlwerks Hoesch präsentiert.

Lebenswelten der griechischen Community

Wie lebten junge Griechen vor 50 Jahren in Dortmund? Die beiden Fotografen Jürgen Spiler und Thomas Strenge bekamen 1976 einen seltenen Einblick in die Lebenswelt einer ersten Migrantengeneration: In kontrastreichem Schwarz-Weiß zeigen ihre Fotos Momente aus Freizeit, Schule, Arbeit und Familie, aber auch Arbeitslosigkeit und Armut. Als zu trostlos und zu wenig positiv wurden die Aufnahmen vor 50 Jahren kritisiert. Eigentlich waren sie produziert für Auslandskulturtage mit dem Partnerland Griechenland, das sich positiv präsentieren wollte, als Reiseland mit der Kultur der Antike. Der Alltag der griechischen Community in Dortmund war dort kein erwünschtes Thema. Und so musste dieser Schatz erst wiederentdeckt werden: Die Direktorin des Hoesch-Museums fand sie zufällig bei einer anderen Recherche im Archiv. Jetzt ist die Schau "Wie's innen aussieht, geht niemand was an…" auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks Hoesch zu sehen.

Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni besucht die Ausstellung im Hoesch-Museum Dortmund. Dort unterhält sie sich mit den Fotografen und einem der damals jugendlichen Protagonisten über das Projekt. Museumsdirektorin Isolde Parussel erzählt ihr, wie sie die Fotos wiederentdeckt hat und zeigt ihr das Museum – auch das größte Ausstellungsstück: ein Einfamilienhaus aus Stahl!

Weitere Themen der Sendung: Demenz-Drama mit feinem Humor: „Der verlorene Mann“ | Wunderwaffe: Dr. Pop meint „Macht Musik!“ | Herausforderung für die Sinne: Anish Kapoor in Duisburg | Zwischen den Welten: Uraufführung „Maus, Geld, Gespenst“ von Sunan Gu

Konzept: Claudia Kuhland